Veröffentlicht: 25.08.2026. Rubrik: Unsortiert
Zeitung ja oder nein
Zeitung ja, oder nein?
Natürlich lese ich auch Zeitung, obwohl man den Monatlichen Preis für dieses Blatt, nicht gerade als günstig bezeichnen kann, außerdem kommt sie, wegen dem Mangel an Postboten hin und wieder, nur jeden 2Tag.
Dabei wird sie entweder morgens spät, oder mittags früh gebracht. Manchmal liegen auch zwei auf einmal im Kasten.
Dann ist da noch der Erstleser, mein Mann. Der nicht auf Digital möchte.
Ab 2Uhr musste er, allerdings nicht mehr damit rechnen, das neuste von Politik und Wirtschaft, sowie Todesanzeigen, Wetterbericht, ganz zu schweigen von den vielen anderen Anzeigen, vor seinem Mittagsschlaf, lesen zu können. Das ärgerte ihm dann, was ihm eines Tages zu der Äußerung verleitete,
„Wenn das so weiter geht, bestelle ich die Zeitung ab, die wird sowieso immer dünner und ist viel zu Teuer.
Unser Sohn allerdings, der mit hochgelegten überkreuzten Beinen, gerne bei Mama und Papa in der Küche, die Zeitung las, interessierte sich mehr für Sport, und plädierte Laut; für die Zeitung, während er an seinem Kaffee schlürfte, um dann zwischendurch auch gerne eins von Mamas selbstgebackenen Plätzchen nahm.
Für mich hingegen, müssen die Umstände zum Lesen, zunächst erst einmal gegeben sein. Denn ich finde das lesen zwischen Abwasch, Wäsche, kochen, so wie Putzen, dazu kommt noch, „dass bisschen Haushalt, macht sich von allein… sie verstehen schon, wäre ein Unmögliches No-Go.
Um diese Frage zu beantworten, Zeitung abbestellen oder nicht, musste ich zugeben,- saß ich zwischen zwei Stühlen, beziehungsweise Meinungen.
Jetzt habe ich mir vor einiger Zeit angewöhnt, die Zeitung vom Vortag, also am anderen morgen zu lesen, wobei ich dann, vor meinem Mann, das gemütliche Bett verlassen musste.
Zuerst hatte es auch geklappt, doch dann meinte mein Mann plötzlich, er müsse auch gleich mit einem lauten Gähnen, wobei er sich ebenfalls kräftig laut streckte, hinterherkommen.
Dadurch, musste ich die Zeitung natürlich nicht mehr lesen, denn er erzählte mir schon die Berichte vom Vortag, wobei er auch gleich seine Meinung zu einigen Artikel kundtat. Somit war er gut zufrieden.
Ich löse jetzt während er erzählt, Rätzel, und male Bildchen an, die auf der Kinderseite stehen.
Wenn er dann mit dem Hund Gassi geht, ihm anschließend sein Fressen bringt, lese ich unter der Rubrik:
Ausgeschlafen?!
Eine Kurzgeschichte, die jeden Tag, wie Praktisch, immer auf derselben Seite steht.
Diese Geschichten sind mal lustig, und mal ernst. Hin und wieder regen sie auch zum Nachdenken an, welches dann wiederrum, den grauen Zellen am frühen Morgen guttat.
Doch wenn diese Geschichten allzu Intelligent geschrieben sind, lass ich das lesen sein, denn dazu reicht meine Zeit nicht aus. Da hört der Spaß dann einfach auf.
Die knapp bemessene Zeit, lässt mir keine Ruhe, mich auch noch auf was anderes zu konzentrieren, als über die Frage, was koche ich den Heute.
So zog ich ein paar Tage später ein Fazit. Und musste zugeben, dass die Zeitung nicht gerade ein Schnäppchen wäre, jedoch auch nicht,- zu teuer.
Diese Erkenntnis kam daher, dass mein Mann, seit er mir erzählen konnte, was er denn alles so Neues wusste,- wobei er selber staunte,- denn es war doch einiges mehr, wie vorher gedacht.
Obendrein, fanden wieder Gespräche, sowie Diskussionen über dies und das, in unserer Ehe statt. Somit waren wir plötzlich mit dem Blättchen zufrieden. Unser Sohn sowieso.
Und ich, konnte ohne schlechtes Gewissen, meine Arbeit zu vernachlässigen, Rätzeln und Kurzgeschichten lesen.
Außerdem, fast vergessen,- war unsere Nachbarin ab und zu an der Zeitung interessiert, um etwas nachzuschlagen.
Allerdings übersahen wir, hin und wieder etwas, das für mich sehr interessant war. Zum Beispiel Blumen und Stauden tausch, in Mettingen, oder Holland Markt in Recke.
Sodas ich mir in meinem Frauentreff von Zeit zu Zeit anhören musste, „Mensch Ute, liest du denn keine Zeitung, da steht doch alles drin.“
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