Veröffentlicht: 01.09.2026. Rubrik: Persönliches
Der Bananenshake
Der Bananenshake war der Anfang nach dem Ende.
Zuvor war ich in Werken gewesen bei Herrn Oberdab, der immer ein Hemd in Beige trug, das weit über den Bauch spannte und überaus knapp war. Um die Wahrheit zu sagen: Es sprengte um Haaresbreite den untersten Knopf und so fiel der Blick frei auf seine üppige Bauchbehaarung.
Herr Oberdab ließ uns noch in der etwa 8 Klasse Werkaufgaben der 5ten erledigen, zwei Holzstückchen schief zusammennageln oder etwa mit der Laubsäge ein Holzplättchen versägen. Ich war schon seit Längerem am Arm und Hand vertan und so schmiss man mich aus seinem hochwertigen Kurs heraus und ich musste in Hauswirtschaft.
So war das eben. Man wurde vorbereitet aufs Leben, entweder durchs Handwerk, sodass man sein eigenes Haus später hochziehen konnte. Wir waren ja quasi schon so gut wie dabei. Oder aber durch Hauswirtschaft, bei der man Mehrgänge-Menüs kochen lernte, um später die ganze Familie zu versorgen.
Meine erste Stunde: Praxisheft ausmalen.
Ich hatte viele Fragezeichen im Kopf. Das in der achten Klasse? Waren wir etwa in Kunst?
Doch dann wurden wir entlohnt und es folgte die lebenswichtige Lektion, mit der ich jede Familie heute durch Sommer wie Winter bringen könnte.
Wir lernten, einen Bananenshake zu machen.
Meine Geschichten sind auf Rechtschreibung und Grammatik geprüft, mit Unterstützung von ChatGPT
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