Veröffentlicht: 21.10.2026. Rubrik: Satirisches
Seniorensport
Liebe Leser!
Wieder einmal hat mich eine führende Position ganz ohne mein Zutun ermittelt. Ich soll die nächsten vierzehn bzw. einundzwanzig Tage den Seniorensport durchFÜHREN und dabei bin ich doch froh, wenn ich halbwegs freihändig laufen kann. Aus eigener Kraft versteht sich. Der eigentliche Coach fährt etwa drei Wochen zur Kur, schaukelt sich da vielleicht die Hoden. Eier sagen zumeist primitive Menschen, die nur über einen recht geringen Sprachschatz verfügen. Da in unserer Sportgruppe auch eine ehemalige Ärztin aktiv ist, verwende ich lieber den etwas gehobeneren Sprachschatz. Also zum Beispiel werde ich den Nischel nicht Birne nennen, sondern werde ihn als Kopf bezeichnen.
Auch das Wort Arsch werde ich nicht in den Mund nehmen, sondern mit der Bezeichnung „Gesäß“ arbeiten, um auch die anderen Damen nicht zu verschrecken. Eins weiß ich genau. Den doppelten Salto rückwärts aus dem Stand oder eine halbe Schraube nach vorn, ebenfalls aus einer stehenden Position, werde ich den Ladys nicht abverlangen. Zwar sind die alle etwas älter als ich aber, dass mit dem Vorführen wird, wohl nicht so recht klappen.
Ich lasse mich ganz einfach heute Nachmittag überraschen zu welchen Körperverrenkungen ich die Señoras beschwatzen kann, die ich auch halbwegs selbst auf die Reihe bekommen. Ist heute mein Debüt als Coach beim Seniorensport und ich bin derzeit der einzige männliche Teilnehmer. Oh Gottogott, wie das enden mag.
(O.R.F.)

P.S: Wenn ich körperlich noch in der Lage sein sollte, berichte ich die Tage!


Geschichte Nummer 11131


