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geschrieben 2026 von Rika.
Veröffentlicht: 23.10.2026. Rubrik: Märchenhaftes


Die Fee und der Drache, Teil 5

Kapitel 9: Das verlassene Vogelnest

Valerion, Aurika und Orkanius flogen durch den Wald. Der Windgeist hatte sich unter den Körper des Drachen bewegt, um sie zu tragen. Also konnte Valerion die Flügel entspannen, und auch die Fee genoss das Fliegen auf dem Windgeist. Plötzlich entdeckte der Drache in einem Baum ein verlassenes Vogelnest. "Ich spüre Leben in dem Nest!", rief er und bat den Windgeist, anzuhalten. Behutsam landete der Drache auf einem Ast und betrachtete das Nest. "Ein Vogelei liegt hier, und das mindestens schon drei Tage alleine! Durch meine Magie spüre ich, dass das Junge bald stirbt, wenn wir ihm nicht helfen." Vorsichtig nahm er das Ei aus dem Nest und ließ seine leuchtende Heilmagie fließen. Plötzlich entstand ein Riss im Ei. Das Vogelbaby begann zu schlüpfen! Kurz darauf war es aus dem Ei geschlüpft und sah den Drachen fasziniert an. "Du bist aber ein Riesenvogel!", hörten sie die Stimme des kleinen Vogeljungen. "Ich bin kein Vogel", erklärte Valerion. "Das wirst du noch lernen." Er nahm das Vögelchen vorsichtig in seine Klauen, und die Freunde setzten ihren Weg fort.

Kapitel 10: Das Vögelchen lernt fliegen

Ein paar Tage später saßen die Freunde vor der Drachenhöhle. Den Vogel hatten sie Taro genannt. Er saß auf dem Boden und versuchte immer wieder, mit den kleinen Flügelchen zu schlagen, um einen Baum zu erreichen. "Deine Flügelchen sind noch etwas zu schwach, Taro", erklärte der Drache. "Bald wirst du es schaffen", meinte Aurika. "Ich könnte ja mit einem Windstoß ..." "Denk nicht mal dran", mischte sich Valerion ein. "Schon gut, schon gut! Ich wollte nur helfen!" "Das ehrt dich, aber wenn du mit einem Windstoß nachhelfen würdest, würde Taro unkontrolliert in die Luft fliegen, sich nicht halten können und abstürzen." Orkanius nickte verständig. Taro versuchte das Fliegen immer und immer wieder. Er glaubte fest daran, dass er es bald schaffen würde und ließ sich nicht beirren. Als er jedoch zu müde wurde, rollte er sich zusammen, um zu schlafen.

Am nächsten Morgen flog die Gruppe wieder aus, und Taro flog mit Orkanius mit. Immer wieder übte er, mit den Flügeln zu schlagen, und plötzlich erzielte er einen kleinen Erfolg. Er schwebte ein paar Zentimeter in der Luft über dem Windgeist, doch seine Flügel verloren schnell die Kraft, sodass er wieder auf dem Geist landete. "Ich kann fliegen!", rief der kleine Vogel und zwitscherte. Auch wenn er es nicht lange geschafft hatte, war das für ihn ein Moment der Freude. Auch seine Freunde freuten sich mit ihm, was Taro noch mehr ermutigte, weiter zu üben.

In der nächsten Nacht - die Freunde schliefen bereits, erwachte Taro mit einem mulmigen Gefühl, das er zunächst nicht einordnen konnte. Es raschelte, und plötzlich hörte er ein leises Fauchen. Eine Katze kam mit ausgefahrenen Krallen direkt auf ihn zu. "Du wirst mein Leckerbissen sein!", rief sie. Taro war gelähmt vor Angst, doch er wusste, dass er etwas tun musste. Er riss sich aus seiner Schockstarre, schlug kräftiger mit den Flügeln denn je, und da passierte es. Er hob ab, und nicht nur zentimeterweise. Er visierte einen hohen Baum an und schaffte es, auf einem Ast zu landen. Mit letzter Kraft zog er sich noch weiter hoch in Richtung Baumkrone. "Verflixt!", rief die Katze, fauchte noch einmal aggressiv und verschwand. Nun überwog die Freude, denn Taro hatte das Fliegen nun endlich gelernt. Seine Freunde, die durch den Krach aufgewacht waren, freuten sich ebenfalls mit ihm. "Du schläfst heute dicht bei mir", erklärte der Drache. "Eine Katze wird sich einem Drachen niemals nähern." Überglücklich schlug der kleine Vogel mit den Flügelchen und schaffte es, auf dem Waldboden zu landen. Dann kuschelte er sich in die angenehmen Schuppen des weißen Drachen und schlief mit einem Gefühl der Geborgenheit ein.

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Geschichte Nummer 11146

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