Veröffentlicht: 25.10.2026. Rubrik: Total Verrücktes
Diese Geschichte wurde vom Autor als ganz oder überwiegend mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt gekennzeichnet.
Monsieur Claude und der Taschendieb
Als ich mit Sonnenbrille und Mütze auf einer Parkbank saß und das Buch „Miss Merkel“ las, kam plötzlich eine alte Frau mit Gehstock auf mich zu gehumpelt. Sie war so langsam, dass sie selbst von einer lahmen Schnecke überholt wurde.
„Hallo, Sir. Sind Sie zufällig Polizist?“, fragte sie und musste dabei ihr Gebiss festhalten, damit es ihr nicht aus dem Mund fiel.
Da die Geschichte gerade so spannend war, bemerkte ich die ältere Dame zunächst gar nicht.
„Hallo, Sir! Bitte helfen Sie mir! Ich bin gerade bestohlen worden!“, jammerte die alte Dame.
Dabei spritzte ein kleiner Schwall Sabber aus ihrem Mund und landete direkt auf meinem „Miss Merkel“-Buch.
„Oh, es regnet!“, rief ich und schaute in den strahlend blauen Himmel.
Als ich wieder nach unten blickte, entdeckte ich plötzlich eine ältere Dame direkt neben mir.
Ich sah sie mir genauer an.
Sie sah haargenau aus wie die Frau auf dem Buchcover.
„Miss Merkel, was machen Sie denn hier – außerhalb des Buches?“, fragte ich die sichtlich verstörte Dame.
„Wer ist Miss Merkel?“, fragte sie verwirrt.
„Na, Sie!“, sagte ich und hielt ihr das Buch unter die Nase.
Die Frau betrachtete das Cover, runzelte die Stirn und schüttelte den Kopf.
„Mein Name ist Angela Ferkel. Und ich hab Sie vorhin gefragt, ob Sie ’n Polizist sind“, erklärte sie.
„Ja, mein Name ist Kommissar Claude. Wie kann ich Ihnen helfen?“, fragte ich die ältere Dame freundlich.
Ich wusste selbst nicht, warum ich mich gerade als Kommissar Claude ausgegeben hatte. Vielleicht lag es an der Sonnenbrille. Oder an der Mütze. Vielleicht sah ich damit einfach verdächtig kompetent aus.
„Hab ich doch vorhin schon gesagt“, antwortete die alte Dame. „Ein junger Kerl hat mir gerade die Handtasche gestohlen“.
Dabei deutete sie mit ihrer kleinen Hand in eine Richtung.
„Na, dann kommen Sie mal mit“, sagte ich und ging gemeinsam mit der älteren Dame über die Straße.
Wir näherten uns der Bushaltestelle. Dort saß ein junger Mann auf der Bank und starrte konzentriert auf ein riesiges Handy
„Junger Mann, haben Sie der Dame gerade diese Handtasche gestohlen?“, fragte ich den jungen Mann, der Ohrstöpsel in den Ohren hatte.
„Dieser junge Mann hört Sie nicht“, sabberte die alte Dame wütend und riss ihm die Ohrstöpsel samt Ohren heraus.
Der junge Mann schaute sie völlig verdutzt an, da seine Ohren samt Ohrstöpsel vor ihr rum baumelten.
„Na, junger Mann, hören Sie mich jetzt? Ich habe Sie gefragt, ob Sie gerade dieser Dame die Handtasche gestohlen haben“, fragte ich ihn noch einmal.
„Mir gehört die Tasche!“, schrie Angela Ferkel plötzlich und riss ihm die Handtasche an sich.
„Hey!“, rief der junge Mann. „Was machen Sie denn? Das ist meine Tasche!“
„Nein, das ist meine Tasche!“, schrie Angela Ferkel und drückte die Tasche fest an sich.
Plötzlich rannte der junge Mann so schnell er konnte davon, sodass dass er beinahe von der lahmen Schnecke überfahren wurde. Die Schnecke hatte gerade noch rechtzeitig gebremst, und schüttelte wütend ihre Fühler.
„Kannst du nicht aufpassen?!“, meckerte sie und fuhr anschließend mit quietschenden Reifen weiter.
Als der junge Mann verschwunden war, bekam Angela Ferkel freudestrahlende Augen, als sie ihre Handtasche wieder hatte.
„Danke, Herr Polizist. Sie sind der netteste Polizist, den ich bis jetzt kennengelernt habe“, flirtete sie und tätschelte dabei meine zitternde Hand.
„Wie wäre es, wenn ich Sie heute Abend zu mir auf einen Kaffee und ein Stück Kuchen einlade?“, strahlte die ältere Dame und kramte nebenbei in ihrer kleinen Handtasche, um zu überprüfen, ob noch alles darin war.
Als erstes folgte ein Einmachglas mit einem Gebiss darin.
„Ersatz.“
Das zweite Glas enthielt ein weiteres Gebiss. Das dritte ebenfalls.
„Für verschiedene Anlässe“, erklärte sie, als wäre das völlig normal.
Ich sagte nichts mehr.
Dann holte sie eine Lupe zum Lesen und schließlich zog sie auch noch eine riesige Leselampe aus der kleinen Tasche.
Ich stand einfach nur gedankenversunken daneben und beobachtete, wie die Dame, die aussah wie Miss Merkel, ihre kleine Handtasche – die sich zunehmend als wahres Raumwunder entpuppte – immer weiter ausräumte. Ein Gegenstand nach dem anderen landete neben der Bank.
Ich wusste nicht, ob ich beeindruckt oder einfach nur beunruhigt sein sollte. Da mir die Dame nicht geheuer war, stotterte ich:
Liebe Miss Merkel … äh … Ferkel, äh ich meine natürlich Frau Ferkel“, stammelte ich und spürte, wie mir langsam der Schweiß auf der Stirn stand. „Ich habe leider … äh … heute Abend schon etwas anderes geplant. Sonst würde ich natürlich sehr gerne mit Ihnen ein Stück Kuchen essen.“
„Oh, schade. Vielleicht dann ein anderes Mal“, sprach Frau Ferkel, doch das hörte ich schon nicht mehr. Vor Scham war ich längst davongelaufen.
Ich wollte nur noch weg. Weg von der Bank, weg von Frau Ferkel und vor allem weg von meinem eigenen Mundwerk.
Frau Ferkel blieb unterdessen mit offenem Mund neben der Bank stehen und sah mir verwundert hinterher.
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Geschichte Nummer 11168




