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geschrieben 2020 von Linchen (abc_user).
Veröffentlicht: 29.02.2020. Rubrik: Kinder und Jugend


Unter der Erde

Unter der Erde

Jakob saß am Schreibtisch. Die Ferien waren so schön doch jetzt musste der 13-jährige seine Hausaufgaben machen. „War ja mal wieder klar, die Hausaufgaben heute am Sonntag anzufangen, wo du doch genau weißt, dass morgen die Schule anfängt!“, hatte Jakobs Mutter gespottet. Dieser hatte nur die Tür zugemacht und sich an die Aufgaben gesetzt. Schnell war er fertig und holte sich ein leeres Blatt. Manchmal muss man einfach seine Gedanken aufschreiben. Jakob schrieb und schrieb: „Ich ärgere mich, dass morgen wieder Schule ist. Dabei möchte ich noch mehr Auszeit. Warum gibt es kein Versteck für mich? Ich möchte weg, einfach eintauchen in eine andere Welt!“ Im Schrank befand sich eine grüne Mappe, in die Jakob das Blatt einheftete. Dann zog sich der Junge seinen Schlafanzug an und kroch ins Bett. Am nächsten Morgen kam Jakobs Mutter in sein Zimmer. Sie zog ihrem Sohn die Decke weg und lüftete kurz den Raum. „Guten Morgen, aufstehen!“, sagte sie. Sie war nicht mehr sauer wegen gestern. Jakob schlüpfte in die Hausschuhe, frühstückte und machte sich fertig für die Schule. Dort angekommen traf er seine beiden Freunde, Jimmy und Toni. Jimmy war sehr aufgeregt und erklärte, dass die drei sich unbedingt heute Nachmittag treffen müssten. Der Unterricht zog sich in die Länge. Als endlich Schulschluss war, sagten Toni und Jakob der Verabredung zu. „Wollen wir uns am Waldrand um fünf Uhr treffen?“, fragte Jimmy. Die zwei Jungen nickten und machten sich auf den Weg nach Hause. Jimmy fuhr mit dem Fahrrad. Er mochte sein Rad und brauchte ungefähr eine halbe Stunde bis zu seinem Haus. Das Einzelkind schloss die Tür auf. Jimmy schloss die Augen und dachte an seine Idee. Diese Idee wollte er Toni und Jakob nachher vorstellen. „Ich muss einfach überzeugend klingen!“, dachte er voller Vorfreude. Währenddessen lief Toni zu Fuß nach Hause. Zwischen vierzig und fünfzig Minuten benötigte er zu seinem Haus. Der Junge hatte ziemlich unhöfliche Eltern. Sein Bruder ist nämlich der Liebling seiner Eltern. Als Toni das Haus betrat, musterte er seinen Bruder, der auf dem Sessel saß und Schokolade in sich hineinstopfte. „Darf ich später in den Wald gehen?“, bat Toni. „Nein, erst musst du putzen und dann besorgst du deinem Bruder noch eine Tafel Schokolade!“, befahl Tonis Mutter. „Und darf ich, wenn ich meine Aufgaben erledigt habe?“, gab Toni nicht nach. Seine Mutter blickte ihn böse an uns antwortete dann: „Geh doch!“ Toni nahm sich schweigend die Putzsachen und begann den Boden zu wischen. In der Zwischenzeit war Jakob schon lange zu Hause angekommen. Er saß mit seiner Mutter und seinerkleinen Schwester am Tisch. Sie aßen zu Mittag. „Schmeckt euch der Nudelauflauf?“, fragte die Mutter. Das kleine Mädchen leckte sich über die Lippen und Jakob nickte zufrieden. Kurze Zeit später waren Jakob, Toni und Jimmy am Waldrand angekommen. Jimmy ergriff das Wort: „Wir treffen uns hier, um etwas Wichtiges zu besprechen. Ich muss euch unbedingt meine Idee vorstellen. Zusammen könnten wir diese Idee vielleicht umsetzten!“ „Was hast du denn für eine Idee?“, fragte Jakob. „Erzähl es uns endlich!“, drängte Toni. „Zuerst bauen wir uns ein unterirdische Geheimversteck!“, sagte Jimmy. Die beiden Jungen waren begeistert von der Idee seines Freundes. Doch dann fuhr Jimmy fort: „Und dann bauen wir ein ganzes System aus Tunneln unter der Erde!“ Toni lachte nur, während Jakob skeptisch blickte. Jimmys Augen glänzten, er musste ganz genaue Bilder vor Augen haben. „Deine Fantasie geht mit dir durch!“, wandte Toni sich an Jimmy. Dann schwiegen alle. „Die Idee mit dem Geheimversteck lässt sich vielleicht noch umsetzen“, meinte Toni. „Wo wollen wir es denn graben?“, stellte Jakob eine berechtigte Frage. „Darüber habe ich mir schon viele Gedanken gemacht. Hier gibt es kaum Dinge, auf die wir stoßen könnten. Außerdem leben wir relativ abseits von irgendwelchen zentralen Plätzen!“, sagte Jimmy. Dann gab er jedem eine Schaufel, die er hinter einem Baum versteckt hatte. Die drei Jungen gruben und gruben. Nach einer Stunde hatten sie ein Loch, das ungefähr dieselbe Körpergröße wie sie hatte, ausgegraben. Jimmy kletterte hinab und schlug eine gezielte Richtung ein, in der er weitergrub. Erst als es dunkel war, hörten die Kinder auf. Sie beschlossen in der Schule nach freiwilligen Helfern zu fragen und bauten somit ein kleines unterirdisches System. Jimmy entwarf die Pläne, Toni wurde der Hauptchef und Jakob leitete die Arbeit an. In den Tunneln entstanden Räume aller Art und es kamen täglich mindestens zwanzig Kinder. Nachdem die Jungen den Schulabschluss gemacht hatten, wurde das unterirdische System zu einem Museum. Die Namen der Inhaber lauteten Jimmy, Jakob und Toni. Ihre Einnahmen stiegen auf bis zu Neunmillionen. Die drei Männer wurden sehr reich und konnten Menschen jeder Altersgruppe mit ihrer Fantasie stark begeistern.

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