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geschrieben 2018 von Nico Gaiden (Krus_Gaiden).
Veröffentlicht: 09.07.2018. Rubrik: Grusel und Horror


Träume lügen nicht

Mein Kopf. Das einzige was ich sah, ist sie, in meinem Kopf. Warum haben sie mich mitgenommen? Warum haben sie mich entführt? Und vor allem, wer sind sie? Ich lag in einem alten Labor. Die Farbe blättert von den Wänden ab und die Fliesen, fast alle kaputt und die Splitter sammelten sich. Und mitten drin war ich. Gefesselt, liegend auf einer Bank. Ab und zu kam eine komplett verschleierte Person rein, notierte sich was und ging wieder raus. So hielt das die ersten Stunden. Doch dann passierte es. Die Person kam wieder rein, gab mir aber diesmal eine Spritze. Ich hatte Angst, was da drinnen war. Ich spürte zuerst nichts. Danach, ein Paar Minuten später, drehte sich alles in mir und ich fiel in einen Schlaf. Diese Spritze schien mich von Albträumen zu plagen. Im ersten Traum, war ich in einer Halle. Blutverschmiert. Und immer wieder, stach eine schwarze Hand in mich ein. Es fühlte sich so real an. Es schmerzte. Ich versuchte vor der Hand wegzulaufen, doch sie verfolgte mich. Sie kam aus dem Schatten, immer näher und ich war voller Panik. Am Ende eines Gangs in der Halle, in der Hoffnung die Schattenhand abgehängt zu haben, stand dann auf einmal dieses Mädchen da. Sie hatte silberne Haare, blaue Augen und ein weißes Kleid an. Sie war ebenfalls blutverschmiert. Doch sie begrüßte mich ganz nett. „Willkommen in der Hölle.“. Ich blieb starr vor Angst. Sie fuhr fort. „Wundere dich nicht. Dies ist ein Traum, aber die Hölle im Labor ist auch nicht besser. Ich bin genauso wie du, Versuchskaninchen hier. Alleine bewirken wir nichts, aber du bist stark. Komm und hilf mir. Ich brauche dich.“. Ich war mir nicht sicher, ob das nur ein Scherz war oder sie wirklich im Traum zu mir sprach. „Wenn du aufwachst, wirst du losgebunden sein. Aber sie haben dir noch viel mehr Spritzen gegeben. Versuche es, bis zum Ende zu schaffen. Ich liege ganz am Ende des Labors, hinter der letzten Tür. Aber pass auf. Lass dich nicht von den Kreaturen deiner Angst verfolgen und unterscheide, wann du wach bist und wann du träumst.“, warnte sie mich bevor sie spurlos verschwand. Danach packte sie mich, die Hand aus dem Schatten. Dann kam eine andere Schattenhand auf mich zu, mit messerscharfen Fingernägeln. Bevor sie mich kriegte, wachte ich schreiend auf und ich war, wie das Mädchen sagte losgebunden worden. Mein Kopf dröhnte, weitere drei Nadeln steckten tief in meinem Arm. Ich zog sie raus, mit roher Gewalt und machte mich auf den Weg. Aus dem Zimmer raus, in dem ich war, erschien ein langer Korridor. Das Ende sollte mich zu ihr führen. Ich machte mich auf den Weg, vorsichtig. Die Fliesen waren kaputt und ich hatte ich weder Schuhe, noch Socken an. Auf dem Weg stoppten mich höllische Kopfschmerzen und dann kam es. Die Schattenhände. Sie waren da. Doch diesmal nur in echt. Ich lief panisch vor Angst und die Hände wurden immer schneller. Beim Rennen stolperte ich plötzlich und flog in ein Paar Scherben. Die Hände waren da und als sie mich packten, fiel ich in Ohnmacht. Ich wachte auf in meinem zweiten Traum. „Moment. Ist das nun real oder der Traum?“ Ich befand mich auf einer Terrasse mit Holzboden und die Aussicht von ihr zeigte auf Felsen, Wald und Meer. Und neben mir stand nun ein bekannter aus der Schule. Er hatte ein komisches Lächeln drauf. Der Boden war auf einmal wieder blutverschmiert. Ich ging näher auf ihn zu und fragte, ob alles in Ordnung sei. Ruckartig wich er zurück und ging in Kampfposition. Ich erschrocken, aber bereit stellte mich ebenso kampfbereit auf. Doch bevor ich auch nur reagieren konnte, flogen unzählige von scharfen Klingen auf mich zu. Ich konnte ihnen nicht ausweichen, sie trafen mich und ich fiel zu Boden. Der Bekannte war wie vom Erdboden verschluckt. Ich mit Schmerzen, mit Klingen in meinem Leib, humpelte weiter und hörte ein Weinen. Am Ende der Terrasse, saß ein weiterer Bekannter meiner Schule. Er weinte. Er hatte selbst eine Klinge im Magen, doch schien zu überleben. Für mich sah es schlimmer aus. Ich humpelte mich zu ihm, fiel zu ihn und nahm ihn in den Arm, um zu zeigen, er sei nicht allein. Währenddessen zog ich mir die Klingen aus dem Leib und das Blut floss aus meinen Wunden auf ihn drauf. Doch er bemerkte mich nicht mal oder das Blut. Er weinte einfach weiter, als wäre ich für ihn schon gestorben oder ein Geist. Verzweifelt nicht bemerkt zu werden, lag ich mich neben ihn auf den Boden und wartete, bis ich verblutete. Als alles Schwarz wurde, hörte ich wieder ihre Stimme. „Sie bemerken einen nicht, wenn man tot ist, doch trotzdem, haben Tote immer noch mindestens einen letzten Wunsch. Frieden.“. Als ich meine Augen dann wieder aufmachte, lag ich auf Fliesenboden. Ich hatte überall Schnitte, von den Scherben im Körper und in den Armen. Ich rappelte mich auf und ging mit Schmerzen und mit Angst, wann die nächste Kreatur mich verfolgen würde weiter. Nach ein paar Minuten, sah ich langsam die Letzte Tür. In der musste drin sein. Ich rannte auf die Tür zu. Schneller und immer schneller. Doch kurz bevor ich vor der Tür war, spürte ich, wie mich etwas von hinten am Kopf packte und mich mit voller Wucht und Geschwindigkeit vor die Tür schlug. Ich wurde bewusstlos und landete in meinem dritten Traum. Doch dieser war nicht gruselig, sondern nur verstörend. Überall lagen Menschen, tot. Sie lagen auf einem Friedhof, aber nicht in den Gräbern, sondern neben ihren Gräbern. Und auf den Grabsteinen stand nichts drauf, außer „Reastless.“. Ich lief an all den Leichen vorbei und sah ganz am Ende wieder dieses Mädchen. Sie saß auf einem Podest. „So viele Seelen, die nicht in Frieden Ruhen können. Ihre leblosen Körper sind gefangen und verderben an Orten, wo sie niemals Ruhen werden können. Und so, verfolgen uns die Albträume.“. Danach verschwand erneut alles und ich wachte wieder auf dem Boden auf. „Habe ich mir diesen Stoß, gegen die Tür gerade nur eingebildet?“ Ich stand auf, atmete tief durch und entschlossen machte ich die Tür auf. Drinnen war ein dunkler kalter Raum und das einzige was im Raum stand, war ein Sarg. Er war offen. Und da drinnen lag sie. Das Mädchen. Tot und leicht blutverschmiert. Neben den Sarg, lag ein Zettel. Auf dem Zettel standen alle Daten vom Mädchen drauf. Name, Altar, Geburtsort. Als hätte ein Psychopath es genau auf sie abgesehen. Ganz links vom Raum war ein alter Wäscheschacht, durch die sogar Menschen hindurch passten. Ich hörte Schritte vom Korridor. Etwas kam auf mich zu. Ohne zu überlegen nahm ich das tote Mädchen, schob sie durch den Schacht und mich hinterher. Danach waren wir endlich draußen und uns verfolgte auch nichts weiter. Ohne zu zögern nahm ich das tote Mädchen und trug sie bis zur nächsten Stadt. Dort suchte ich einen Friedhof. Auf dem Weg klaute ich Schaufel, Hammer und Nagel in der Stadt. Es war niemand in der Stadt zu sehen. Als ich an einem Friedhof ankam, legte ich das Mädchen ab und fing an zu Schaufeln. Ich buddelte, bis ein tiefes loch entstand. Zum Schluss zog ich mein weißes Hemd aus und verschleierte damit das Gesicht, des Mädchens. Dann legte ich sie vorsichtig ins Erdloch und grub es wieder zu. Das Hemd diente dazu, damit sie nicht den Dreck ins Gesicht bekam. Als sie eingebuddelt war, suchte ich einen schönen großen Stein, vom Friedhof aus. Darin meißelte ich dann die Daten, von den Mädchen und legte diesen Stein vor die Grabstelle. So entstand ein Grab. Vor dem Grab ging ich nochmal auf die Knie. „Möge deine Seele nun in Frieden ruhen. Möge deine Seele nun ins Paradies finden und nicht an einem kranken Ort umherirren.“ Plötzlich bekam ich wieder diese schrecklichen Kopfschmerzen und alles drehte sich erneut in mir. Als die ganze Welt um mich herum wieder schwarz wurde, wachte ich erneut auf, in meinem Bett. Ich guckte aus dem Fenster und tastete mich ab. „Tatsächlich. Dies war wirklich alles insgesamt nur ein Traum.“ Vom Schock des Traums, bewegte ich mich langsam in die Küche und meine Familie begrüßte mich freundlich. Mit einem Tee ging ich zurück in mein Zimmer und auf den Fernseher zu und machte ihn an. Und das erste was ich sah, war ein Bericht über einen Unfall, wo die Opfer bisher noch nicht gefunden wurden. Meine Kopfschmerzen kamen leicht zurück. Oh, ihr Seelen. Wo streift ihr nur nun umher? Bitte Lilith. Beschütze sie.

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Kommentare zu dieser Kurzgeschichte

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geschrieben von Metti am 09.07.2018:

Mit ein paar Absätzen wäre die Geschichte leichter zu lesen. :-)

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