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2xhab ich gern gelesen
geschrieben von Wossi van Kitzelmaus.
Veröffentlicht: 28.07.2018. Rubrik: Lyrisches


Ausgesetzt

Es war einmal ein Hundchen klein,
das war auf der Welt ganz allein,
denn sein Herrchen war nicht nett.
Er warf es aus seinem Bett
und nahm es mit auf große Fahrt.
Doch dann traf es das Leben ganz hart:
Er band es an einen Pfahl,
auf einem Rasthof in Westpfahl.

Die Sonne brannte auf seinem Kopf,
es schützte ihn nicht mal ein Zopf.
Bald fiel ihm auch das hecheln schwer,
es hatte keinen Speichel mehr.
Autos kamen massig vorbei.
Doch kein Mensch kam zu ihm herbei,
um ihm wenigstens Wasser zu geben,
was er dringend brauchte zum Überleben.

Dann kamen zwei Teenys heran,
stellten in der Nähe einen Wasserhahn an.
Dann bewarfen sie ihn mit Steinen,
trafen ihn an Kopf und Beinen.
Eine alte Frau beendete diese Qual,
vertrieb die Jugendlichen ein für alle mal.

Sie gab ihm auch zu saufen.
Doch dann begann sie sich die Haare zu raufen:
Sie sprach: „Was mache ich nur mit dir?
Ich glaub, ich muss dich lassen hier.
Ich wohne in einem Altersheim,
die lassen keine Tiere hinein.“
Sie sprach es unter Tränen,
muss ich zu ihren Gunsten erwähnen.

Doch das Hundchen ließ sie wieder allein,
an seiner Leine gefangen in seiner Pein.
Die Sonne steigerte wieder seinen Durst.
Er träumte von einer großen saftigen Wurst.
In seiner Verzweiflung biss er an seiner Leine,
neue Hoffnung brachte dies ihm aber keine.
Als dann auch noch der Zahn abbrach,
gab er fast der Todessehnsucht nach.

Doch sein Lebenswille bäumte sich noch mal auf.
Er nahm auch große Schmerzen in Kauf,
als er mit aller Kraft an der Leine zerrte,
die ihm die Freiheit verwehrte.
Und mit allerletzter Kraft,
hat er das zerreißen dann geschafft.

Am Hahn leckte er auf den feuchten Dreck,
sucht sich unter einer Bank ein Versteck.
Schon bald schlief er dort wie ein Stein,
Dabei stellte ein schöner Traum sich ein:
Die alte Frau war zurückgekommen,
hatte ihre Kinder und Kindeskinder mitgenommen.
Nun suchten sie nach irgendeinem Hund,
immer wieder kam „Hallo Hundchen“ aus ihrem Mund.
Plötzlich rief das Mädchen: „Da ist er ja!“
Und dann waren kleine Hände da.
Zwischen den Ohren und im Fell steichelten sie,
solche Gefühle hatte er noch nie.

Ein Kind sagt; „Für so einen süße Fratz
haben wir zu Hause doch bestimmt noch Platz!“
Die Frau: „Kind da hast du vollkommen Recht,
ich finde die Idee gar nicht schlecht.“
Der Mann aus vollen Hals lachte:
„Als wenn meine Meinung da jetzt noch was machte.
Der Hund gehört ab sofort zu uns,
da kann kommen Hinz und Kunz.“

Das kann doch nur ein Traum sein,
dachte das kleine unglückliche Hundilein.
Bitte nur nicht jetzt aufwachen,
was soll ich denn dann nur machen.
Doch es war die reine Wahrheit.
Nun begann die schöne Zeit.
Das Hundchen konnte nun glücklich Leben,
Doch auch viel Freude zurückgeben.

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