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8xhab ich gern gelesen
geschrieben 2017 von Vothan.
Veröffentlicht: 07.09.2018. Rubrik: Menschliches


Neulich beim Diskounter

Wir, meine Frau und ich waren einkaufen bei einem kleinen Laden in unsere Nähe. Wie es dort so üblich ist waren die Gänge auch wieder vollgestellt. Wir wollten nur ein paar Kleinigkeiten und Getränke holen. Nachdem ich die Getränke in den Einkaufswagen gestellt hatte, holte ich noch eine Sache aus dem Regal und wollte es in den Wagen legen. Unbedarft und im schnellen Versuch den Einkauf zu beenden, drehte ich mich mit einen Schritt in Richtung Einkaufswagen um und wollte dann zur Kasse, da rief meine Frau: „Achtung! Pass auf!“
Erschrocken verharrte ich in der Bewegung und drehte den Kopf in Bewegungsrichtung, vor mir stand eine junge Angestellte des Diskounters, keine 10 cm entfernt.
Sprachlos und stocksteif stand das hübsche Mädel, circa 15 cm kleiner und höchstens 20 Jahre alt, vor mir.
„Du gönnst mir auch Garnichts“, sagte ich im Scherze zu meiner Frau. „Wann bekomme ich schon einmal die Gelegenheit, eine so junge hübsche Dame in den Arm nehmen. Wir haben keine Tochter und unsere Söhne haben keine Freundinnen, ihr Interesse sich eine zu suchen ist auch nicht allzu groß. Ob wir einmal Enkelkinder bekommen ist ungewiss. Wann bekomme ich das Nächste Mal die Gelegenheit dazu so ein graziles Wesen zu umarmen.“
Die Gesichtsfarbe der Angestellten veränderte sich, während ich zu meiner Frau sprach, und nahm so leicht die Farbe ihres roten T-Shirts der Arbeitskleidung an.
Meine Frau funkelte mich an und ich hatte den Eindruck, sie würde mich am Liebsten erschlagen.
Gans plötzlich schlang die Angestellte ihre Arme um mich und drückte mir einen Kuss auf die Lippen, danach verschwand sie zwischen den Regalen.
Nun war ich sprachlos und durch die Spontanität des hübschen Mädels wie gelähmt. Es dauerte länger als ein Augenblick bis mich meine lachende Frau aus der Starre befreit hatte. „Dass hast du nun davon, wenn du nicht aufpasst und solche Reden schwingst.“ Immer noch lachend legte meine Frau die Einkäufe auf das Band an der Kasse. Nachdem wir den Laden verlassen hatten, mussten wir beide lachen. Ich muss wohl sehr dumm ausgeschaut haben, als das hübsche junge Mädel mich umarmt und geküsst hat.

Kommentare zu dieser Kurzgeschichte

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geschrieben von Vothan am 21.09.2018:
Dieser Geschichte liegt eine wahre Situation zu Grunde. Wo meine Fantasie einsetzt darf jeder selbst entscheiden.




geschrieben von metti am 21.09.2018:
"Gans plötzlich nahm sie mich in die Arme und drückte mir einen Kuss auf die Lippen, danach verschwand sie zwischen den Regalen." - So wie der Satz an dieser Stelle steht, wurdest Du nicht von der Verkäuferin, sondern von Deiner Frau geküsst. ;-)




geschrieben von Weißehex am 28.09.2018:
Eine richtig hübsche Geschichte! Lässt den Leser (mit-) schmunzeln.




geschrieben von metti am 04.10.2018:
Aber warum eigentlich ist diese Geschichte aus dem Jahr 1917? Da gab es doch noch gar keine Discounter. Oder doch?

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