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1xhab ich gern gelesen
geschrieben von bobbi.
Veröffentlicht: 02.07.2019. Rubrik: Unsortiert


Ehla 5. Teil

Kapitel 6

Hundetreue 1 :

Auch ein Onkel von mir meinte, nur viel Liebe und Vertrauen zueinander haben die Wasseraktion möglich gemacht, er wollte Ehla nicht erleben, sollte ich in eine Gefahr geraten, ein Erlebnis in der Bootshauskolonie erinnerte mich an seine Worte. Bei den Bootshäusern hatte ich die Aufgabe übernommen den Strom abzulesen, natürlich war Ehla mit dabei. Während ich sie an der Leine ablegte ging ich von Haus zu Haus und las die Zählerstände ab. Die letzten Häuser waren etwa 50m Luftlinie von Ehla entfernt, manche waren vermietet und hatten Gäste. In einem davon hatten die Gäste ebenfalls einen Hund dabei, dieser begrüßte mich mit viel Gebell und die Besitzer nicht in Sicht. Nun wollte ich auf mich aufmerksam machen und rief den fremden Hund mit lauten "Aus" an, in der Hoffnung das die Besitzer gleich auftauchten. Ungefähr 10 Sekunden später stand Ehla neben mir, der Rest der Leine baumelte noch am Halsband, sie stand neben mir und warnte den fremden Hund mit lauten Knurren, Bellen tat sie so gut wie nie. Donnerwetter dachte ich, wo kommst du so schnell her, das sie sehr kräftige Kiefer hatte wußte ich aus den Spielen mit ihr. Nun mußte ich noch um den anderen Hund fürchten, denn ich hatte nur noch einen Fetzen von Leine in der Hand, zum Glück tauchte fast im selben Moment der andere Hundehalter auf und brachte seinen Krawallmacher ins Haus.

Kapitel 7


Hundetreue 2 :

Wie weit Ehlas Treue ging zeigte sie mir bei einer anderen Gelegenheit, als ich mit bekannten Leuten einen Angelausflug nach Norwegen für eine Woche machte.
Alles war organisiert, auch wer wie und wann auf den Hund aufpassen sollte. Nur leider waren wir alle schon sehr verwöhnt von Ehlas ruhigen sanften Charakter und so blieb sie das eine und andere Mal ohne Aufsicht auf den Hof, das rächte sich.
Normaler Weise war ich während der Arbeitswoche neun Stunden täglich ausser Haus, das war Ehla gewöhnt, nun war ich, der "Rudelführer" schon paar Tage weg. Wenn man nicht aufpasst beurteilt ein RR die Situation selbstständig, das tat Ehla und sie machte sich einen Tag vor unserer Abreise aus Norwegen auf die Suche nach mir. Alle waren in heller Aufregung und auf der Suche nach ihr und ich war machtlos in Norwegen. Die Heimfahrt konnte mir gar nicht schnell genug gehen, aber unter zwanzig Stunden kommt man da nicht durch, endlich waren wir zu Hause angekommen, völlig müde und von Ehla keine Spur. Ich überlegte nicht lange und entschloss mich erst mal zu suchen, nur wo anfangen? Die Familie hatte schon alle Möglichkeiten abgeklappert, Tierarzt, Tierheim, Polizei, nähere Umgebung, ich hatte keine klare Vorstellung wo jetzt anfangen zu suchen und dazu war ich sterbensmüde.
In der Nähe vom Haus ist ein verlassenes Grundstück wo ich mit Ehla oft Gassi ging, obwohl man mir versicherte dort schon ausgiebig nachgesehen zu haben entschloss ich mich mehr aus Verzweiflung dort anzufangen. Ich stellte mich am Zaun und pfiff, einmal, zweimal, nichts rührte sich, noch ein langgezogener Pfiff dann ging ich wieder Richtung Haus, erstmal musste ich ausschlafen und nachdenken. Auf halber Strecke schaute ich noch mal zurück und da trabte meine Ehla mit hängenden Kopf hinter mir her, ich hätte heulen können vor Freude. Bis Heute habe ich keine Ahnung wo sie mit einmal herkam, ich nahm sie einfach in die Arme ging ins Haus wo sie eine Menge futterte und dann schliefen wir nebeneinander den ganzen Tag.

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