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geschrieben 2025 von Doris Fischer (Doris Fischer).
Veröffentlicht: 19.12.2025. Rubrik: Unsortiert


Passt das Weihnachtsfest noch in unsere Zeit?

Diese Frage sollte man sich als kritischer Mensch einmal stellen. Schnell wird man feststellen, dass die Antwort auf diese Frage gar nicht so einfach zu finden ist. Eines kann man jedoch anführen, nämlich, dass sich das Weihnachtsfest im Laufe der Jahrzehnte gewandelt hat und eine neue Ausrichtung angenommen hat. Während der religiöse Ursprung für viele Menschen in den Hintergrund tritt, entsteht eine neue Werteorientierung.

Dabei wird für einen Großteil der Menschen, ob gläubig oder nicht, Weihnachten heute vor allem zu einem wichtigen Familienfest. Das gemeinsame Feiern und der kommunikative Austausch innerhalb der Familie werden dabei sehr geschätzt. Dabei kann man die zunehmende Bedeutung der Familie in einer schnelllebigen und krisengeschüttelten Welt erkennen. Werte wie Dankbarkeit, Hoffnung, Gemeinschaft, Frieden sind besonders an Weihnachten für viele Menschen ein wichtiger Aspekt.
Das Gegenstück zu den genannten Werten ist die fortschreitende Kommerzialisierung und der damit verbundene Konsumdruck, der zwar oft kritisiert wird, aber auch von sehr vielen Menschen intensiv gelebt wird. Dieser Trend in unserer modernen Gesellschaft steht in unmittelbarem Widerspruch zur ursprünglichen Botschaft des Weihnachtsfestes.

Da wir jedoch in einer freien und offenen Gesellschaft leben, kann jeder Mensch heutzutage das Weihnachtsfest ganz individuell nach seinen persönlichen Vorstellungen und Wertemaßstäben gestalten. Die Bandbreite reicht von religiösen Feiern, Gottesdienstbesuchen über Familienfeiern bis hin zu bewusstem Verzicht auf übermäßigen Konsum. Was nicht zu vergessen ist, ist die soziale Komponente, die in Zusammenhang mit dem Weihnachtsfest auftaucht. Hier geht es um Themen wie Einsamkeit und Alleinsein, das bei vielen Menschen an Weihnachten ganz besonders ausgeprägt ist, und um soziale Konflikte in den Familien, die durch überhöhtes Harmoniebedürfnis und extremes Erwartungsverhalten zustande kommen.

Zurückkommend auf die eingangs aufgeführte Fragestellung lässt sich sagen, dass das Weihnachtsfest auch heute noch in unsere Zeit passt, wenn auch unter anderen Vorzeichen und mit veränderter Bedeutung. Hierbei steht der Wunsch nach Harmonie, Menschlichkeit, Verbundenheit und Nächstenliebe im Vordergrund – Bedürfnisse, die auch im 21. Jahrhundert für die Menschen relevant sind, ganz besonders aber vor dem Hintergrund der Kriege, Krisen und dem menschlichen Leid auf der ganzen Welt.

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Kommentare zu dieser Kurzgeschichte

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geschrieben von Babuschka am 19.12.2025:

Meine Tochter lebt mit meinen kleinen Enkelwichten in England und wir können uns nur selten sehen. So bekomme ich als Oma jedes Weihnachten einen Bildband von den Kleinen geschenkt, was mich sehr freut.
LG Babuschka




geschrieben von Angricolan am 19.12.2025:

Weihnachte heute nach 2015 hat sich verändert, so wie vieles im Lande. Soll jeder es feiern wie er möchte.
Weihnachten ist eine Zeit der Spendenaufrufe und des anlockens von Kaufwütigen, später Umtauschern. Man redet über schützt die Bäume und fällt hundertausende doch davon um sie später zu entsorgen, oder in Zoos zu verfüttern. Paradox so wie vieles heute.
Wenigsten brennen nicht die Bäume in Wohnungen, so wie früher bei echten Kerzen im trockenen Baum.
Frohes Fest





geschrieben von ehemaliges Mitglied am 23.12.2025:

Hallo Babuschka.

Meine Kinder mit den kleinen Enkeln
wohnen auch weiter weg. Hast Du schon mal überlegt, nach England auszuwandern?

Liebe Weihnachtsgrüße
von Joloreschi




geschrieben von Babuschka am 23.12.2025:

Hallo Joloreschi,
Auszuwandern scheint mir doch als zu heftig. Noch dazu, weil meine Tochter ja wieder zurück nach Deutschland will.

So mache ich halt das Beste daraus, versende Weihnachtspäckchen, skype und telefoniere so oft ich kann.

Dir auch liebe Weihnachtsgrüße
von Babuschka




geschrieben von ehemaliges Mitglied am 26.12.2025:

Du hast Dich um distanziertes Schreiben
bemüht. Das hat seine Vor- und Nachteile.

In meinem Umfeld kenne ich viele alte
Menschen (ab 60 bis etwa 86) Mir fällt auf, gerade jetzt zur Weihnachtszeit und zum
Jahresende, dass immer mehr von den
"neuen Alten" die Unabhängigkeit von den
Kindern und der Familie fast "heilig" ist.
Lieber allein als den Kindern zur Last fallen.
Manche waren eh immer auf dem "Unabhängigkeitstrip", da fällt das nicht so auf, allerdings gibt es unter ihnen Alleinerziehende oder ehemals arme Eltern, die unter größten
Mühen die Kinder jahrzehntelang begleitet haben. Da könnte ich es verstehen, wenn sie verbittern. Für die anderen gilt aus meiner persönlichen Sicht: "Macht das
Beste draus" aus der Unabhängigkeit von den Kindern.

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