Veröffentlicht: 01.01.2026. Rubrik: Nachdenkliches
Den Anfang macht immer ein Wunsch...
Vor einigen Jahren,
ich war etwas vor fünfzig,
da sagte ich:
„Meine Augen sind noch so toll,
ich sehe so scharf, so gut,
das ist wundervoll!“
Da eine Frau zu mir sagte:
„Na, warte noch etwas ab...“
Und als ich um mich blickte,
sah ich in lauter Brillengesichter.
Da dachte ich:
„Sie hatte wohl recht,
so ist das im Leben“ -
Der Brille sah ich mit diesen falschen Gedanken entgegen!
Ja und dann war es soweit,
meine Lesebrille mich ständig begleitet.
Ich dachte viel darüber nach
und ich mich nicht geschlagen gab!
Am Nachmittag eines jeden Tags
nehme ich mir etwas Zeit für mich
und denke ganz ungestört nach.
Irgendwann kam in mir auf:
„Ich wünsche mir, wieder richtig sehen zu können!“
Der Wunsch war sehr stark!
Das war vor etwa fünf Jahren.
Ich wollte einfach die Brille loswerden!
Aber es kam so ganz anders...
In diesen fünf Jahren
so viel geschah!
Mein Blick
wurde unfassbar klar!
Ich sehe die Menschen
mit anderen Augen,
die Welt, das Leben, die Tiere,
ich kann es kaum glauben!
Mich selbst kann ich endlich richtig sehen
und mir und allen anderen zugestehen:
Jeder darf leben sein eigenes Leben!
Ich vergleiche es gerne so:
Ich hatte all die vergangen Jahre nicht dieses Gefühl, aber als ich plötzlich diese absolute Klarheit bekam, war es, als hätte ich mein bisheriges Leben gefangen, in einem Irrgarten verbracht und den Weg nach draußen gesucht. Plötzlich war da der Ausgang, ich trat hinaus und ich fühlte mich wie befreit, diese absolute Freiheit nach der ich immer suchte...
Nun, meine Lesebrille
trage ich noch immer
und glaube fest daran:
Dass sich meine Augen stetig verbessern
und ich die Brille
endlich loswerden kann! -
Wenn da nicht so viele andere Wünsche wären, die eine viel höhere Priorität haben...
In diesem Sinne wünsche ich allen und mir selbst:
Ein erfolgreiches neues Jahr!
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