Veröffentlicht: 01.02.2026. Rubrik: Satirisches
Sonntagfrüh
Es wurde gerade richtig hell und ich war mit unserem Haushund Alfy auf Redoute, also Gassi am Morgen, als ich zuerst in einen frisch fabrizierten Haufen trat denn mindestens eine deutsche Dogge, wenn nicht gar ein Elefant, im Schnee hinterließ. Irgendein gutmeinender Mensch hatte Schnee darüber geschoben und ich bin voll reingetreten. Puh, habe dann erstmal meine Außenlatschen ausgiebig im, bereits verharschten Schnee, ausgiebig gereinigt bis man nichts mehr sah. Der Geruch aber hing mir fast bis Ende des Morgenganges an und andere Leute, die mir unterwegs begegneten, hielten sich demonstrativ die Nasen zu. Dabei kacken die doch auch keine Rosen oder? Und ihre Viechter, falls sie außer Silberfischen welche haben, doch auch nicht. Zumindest ist mir nichts Gegenteiliges bekannt.
Wie auch immer, unser früher Ausflug war nicht direkt kurzweilig, wenn sie verstehen was ich meine. Auf fünf andere Hunde sind wir gestoßen. Aktive Rüden, die unser Alf schon aus Konkurrenzgründen anknurrte und verbellte. Entrüdete Rüden, allgemein auch unter dem Begriff Rüdinnen bekannt, die der unsrige Hund aus irgendeinem Grund nicht mochte, aber da ist er genau wie die meisten Menschen die eben, total unerklärlich, andere Mitbewohner dieser Erde nicht mögen, egal ob Männlein oder Weiblein. Am Schlimmsten war es, als wir der Pudelrüdin aus dem Nachbarhaus begegneten, die kurz zuvor mit einem entrüdeten Slovenský Cuvac herumgemacht hatte, mit dem unser Alf auch nicht konnte. Alfy konnte es aber aus der Ferne sehen. Mit dem kastrierten Pudel vom nebenan, konnte unser Harzer Fuchs Rüde (intakt) bisher sehr gut, und nun dies. Verachtung pur, die da von unserem Hund ausging. Ich hatte die Hoffnung dass sein Merks so kurz ist, dass solche Ereignisse bereits zuhause wieder vergessen waren.
Wir werden es ja beim nächsten Zusammentreffen mit dem Pudel sehen und hören, denke ich mal.
(O.R.F.)
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