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3xhab ich gern gelesen
geschrieben von ORF.
Veröffentlicht: 06.02.2026. Rubrik: Satirisches


Selbstbeherrschung?

Heute morgen, gegen vier, knipste die Gattin ihre Nachttischlampe an und hutschte in Richtung Sanitärgebälk um zu tun was ihr Körper halt so von ihr verlangte, in eben dem Moment.
Ich öffnete NICHT die Augen und glotzte heimlich auf ihr, meist unbekleidetes Hinterteil, nachdem ich mir, natürlich ebenfalls total unauffällig, meine Gleitsichtbrille auf die Nase gewuchtet hätte.
Nö, ich ließ dies, menschlich doch durchaus Verständliche, nicht etwa weil ich gut erzogen oder nicht am menschlichen Körper (nur dem vom anderen Geschlecht) interessiert wäre. Schlicht, ich war einfach zu faul, habe die Klüsen dicht und das Licht auf meinem Nachttisch ausgelassen und weiter vor mich hin gedöst, die Gattin behauptet ja immer im Nachgang, ich hätte geschnarcht. Habe ich noch nie gehört, mein angebliches Schnarchen und vielleicht soll ich mit dieser Aussage ja nur verunsichert werden.
Egal, hätte ich verstohlen gespannt (sabbernd geglotzt) könnte dies unter Umständen zu Aktivitäten führen die nicht nur schweißtreibend sondern auch ziemlich laut sein dürften. Als erstes wäre vermutlich der Haushund durch das Haus gerast um seinen Menschen beizustehen. Dann hätten sich Menschenmengen in höchster Besorgnis auf der Straße versammelt und die freiwillige Feuerwehr würde mit lautem Tatütata, dem Löschfahrzeug und was weiß ich, anrücken um die vermeintliche Gefahr zu bannen.
Dann wollen wir mal nicht die unschuldigen Kinder im Wohngebiet vergessen, die durch unser rücksichtsloses Verhalten völlig verstört, für ihr künftiges Leben geprägt wären.
Das Alles ist mir in wenigen Sekunden durchs Hirn geschossen und deshalb auch ausgefallen. Will ja heute zum Ehrenamt ausgeruht und frisch erscheinen. Freitag ist meistens der Präsentationstag von mir in der nahegelegenen Landeshauptstadt es sei denn das Wetter spielt mit, also kein fetter Nebel, Schneesturm oder ähnliches. Die Straßen müssen anständig geräumt sein und mein persönliches Befinden ist natürlich ebenso der Maßstab für mein, hin und wieder auch mustergültiges Auftreten im Secondhandshop von Oxfam.
(O.R.F.)

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