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3xhab ich gern gelesen
geschrieben von ORF.
Veröffentlicht: 08.02.2026. Rubrik: Satirisches


Geburtstage

Gestern war wieder so ein Tag, bzw. die Gattin feierte mit Nachbarn und Freunden ihr Geburtsjubiläum nach.
Unsere Nachbarn sind eigentlich alle mit uns uns befreundet, weil sie mich eben noch nie singen gehört haben.
Start war zuerst hier im Landhotel (Gaststätte) mit Essen und Getränken, dann als ich schon fast euphorisch wurde weil wir Schluß machen wollten, ich meine mit der Feierei, beschloss man das Ganze bei uns zuhause noch ein wenig fortzuführen weil direkt privat war die Atmosphäre in der Restauration nicht zu nennen. Ich arme Suppe, der sonst eher ablehnend zu solchen Festivitäten steht wurde natürlich nicht gefragt. Der Hund wurde eingesperrt um den Gästen nicht vor den Füßen herumzuwuseln, da mussten wir durch, der Alfy und ich. Zumindest kam es dann nicht zu solchen Äußerungen wie, ihr müsst das Tier besser erziehen, das bringt ja noch nicht einmal frisches Bier aus dem Keller, … leckt sich ganz schön oft an den Eiern... oder auch schnuffelt überall herum der Hund und so weiter und so fort. Kurioserweise kamen die meisten derartiger Bemerkungen, ich will sie mal einfältig nennen, von Leuten die selber gar keinen Hund ihr eigen nennen. Ok., sie haben eine Katze und von daher verstehe ich das schon irgendwie. Ich vermute, da ist wohl der Urhaß, oder ein anderes Ressentiment vom schnurrenden Schoß- und Kuscheltier (Stubentiger) auf den, eventuell beißenden aber bildschönen. Nachkömmling von Wölfen übergeschwappt. Ist ja bekannt, Haustiere und ihre Halter werden sich nicht nur vom Äußeren her immer ähnlicher im Laufe der Jahre. Aber, wie auch immer, ich habe alles gut überstanden wenn es auch den einen oder anderen Schluck Alkohol gebraucht hätte um im zunehmend lalliger werdenden Stimmengewirr was zu verstehe. Ich bin bis zum Ende nüchtern geblieben, habe mich auch nicht erneut zum Rauchen verführen lassen, obwohl es immer wieder Versuche gab und letztlich den ganzen Besuch zur Haustür hinauskomplimentiert.
Erleichterung wäre wohl das falsche Wort dafür, was ich am Ende verspürte. Verlaufen konnten sich die Besucher ja nicht auf dem Nachhauseweg, sie brauchten ja nur in die Häuser nebenan zu gehen, ein Teil davon ziemlich torkelig.
(O.R.F.)

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