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geschrieben 2026 von Christina Kopany (Daniela Geb. Kopany).
Veröffentlicht: 21.02.2026. Rubrik: Nachdenkliches


Am Fluss ( Teil 2 )

(Gleicher Weg, andere Sichtweise )

Neulich ging ich wieder den Weg meiner Kindheit entlang.
Ich war neugierig, denn vor über einem Jahr war mir aufgefallen, dass hier kräftig saniert wurde.

Der Weg meiner Kindheit, den ging ich wieder entlang, nur, dass der Ausgangspunkt meines Weges heute an einer anderen Stelle liegt, mein Weg beginnt an einem anderen Ort.

Mir fallen gleich die neuen, schöneren Brückengeländer auf, die alten waren ziemlich rostig, die Farben abgeplatzt. Das fällt mir erst jetzt so richtig auf. Vorher beachtete ich dies schon gar nicht mehr.
Ich ging über die erste Brücke und ich hörte Wasserrauschen. Das Gewässer fließt an einer Stelle, die viele Jahre trocken lag. Es ist ein kräftiger, kleiner Bach, der jetzt hier in die Nidda fließt. Dieser Zulauf zur Nidda wurde ebenfalls saniert, ich vermute, dass das Bachbett etwas vertieft und verbreitert wurde. Die starke Strömung gab mir ein gutes Gefühl, es war schön dem Wasser zuzusehen.

Ich ging weiter und den neuen, sanierten Fußgänger- und Fahrradfahrerweg begrenzen jetzt große Steine.
Die Schlaglöcher des alten Asphalts sind verschwunden und der Weg ist wieder gefahrlos, auch für ältere Menschen, zu benutzen. Der Weg wurde außerdem etwas verbreitert, sodass Fahrradfahrer leichter ausweichen können.
Neue Sitzbänke werden gewiss in den kommenden Wochen auch noch installiert und im Sommer wird alles fertig sein.
Der Weg ist schließlich wieder begehbar und befahrbar, das ist doch schon toll! Ich muss keinen Umweg mehr gehen.

Ich ging in Richtung "kleines Wehr" an diesem spielte ich als Kind. Das kleine Wehr war für uns Kinder fast immer begehbar, denn das Wasser im Altarm hatte meist einen zu niedrigen Wasserstand.
Das alte kleine, schon sehr poröse Wehr wurde entfernt und der Bach an dieser Stelle vermutlich auch vertieft. Das Wasser kann mit einer starken Strömung fließen, ich spürte die mächtige Kraft des Stroms, fast unglaublich, was eine Sanierung doch ausmachen kann.
Das Rauschen des Bachs hatte etwas meditatives. Ich sah dem Wasser eine ganze Weile zu.

Auch die Enten sind für mich jedes mal ein Magnet, es ist herrlich dem Gewusel zuzusehen und die Vielfalt der Tierarten hat zugenommen:
Jetzt gibt es sogar Schwäne, Nutrias und Wildgänse.
Ich bemerke viele Menschen, welche sich an diesem Ort wohlfühlen und die großen Rasenflächen laden im Sommer zum Picknick oder zum Sonnen ein.

Ich freue mich an den alten Bäumen vorbeizugehen, sie sind alt, knorrig und wirken verwunschen, ja mystisch.
Kinder füttern die Enten und Gänse, sie lachen und diese Freude springt auf mich über.
Ich bemerke, dass sich hier viele Menschen begegnen und nicht hektisch an einander vorbei laufen, freundlich lächeln, gelassen sind, entspannt oder einfach ihren Gedanken nachgehen. -
Schön das zu sehen!

Ja, das Leben ändert sich stetig: Dinge verschwinden und werden durch neue Dinge ersetzt, neues entsteht, Menschen ändern sich, neue Menschen kommen hinzu, andere Menschen gehen, Natur ändert sich, neue Wege entstehen, Venen und Adern werden freigelegt, sodass der "Lebenssaft" wieder fließen kann, neue Arten kommen hinzu, alte Arten verschwinden.

Ein stetiger Wandel und das ist gut so,
das ist Wachstum!

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