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geschrieben 2026 von Rika (Rika).
Veröffentlicht: 29.03.2026. Rubrik: Fantastisches


Der magische Elfenstab und der Elfendämon

Kapitel 1: Der Besuch bei einer Fee

Ich kam gerade von meinem heimlichen Ausflug zu den Waldelfen nach Hause. Ich war eine Hochelfe, was bedeutete, dass ich in einem hohen Turm lebte. Wald- und Hochelfen hatten ganz unterschiedliche Lebensweisen. Während Waldelfen am liebsten in Wäldern und in Baumhäusern lebten, lebten die Hochelfen in einer Stadt aus Stein und hatten nicht viel für die Natur übrig. Was beiden Arten von Elfen gemein war, war ihr Hang zur Magie und zum Kampf mit Stäben, Pfeilen und Bögen, wobei die Hochelfen auch oft Schwerter verwendeten. Hochelfen konnten jedes Element beherrschen, Waldelfen beschränkten sich nur auf die Elemente, welche der Natur zuträglich waren. Erde, Wasser und Luft. Das Feuer verbaten die Waldelfen, da Feuer nichts Gutes für den Wald brachte. Dafür beherrschten sie zusätzlich die Magie des Lebens, sie konnten heilende Sprüche wirken und Pflanzenmagie einsetzen. Kein Hochelf brachte dies zustande, bis auf mich selbst. Dieses Geheimnis hütete ich wie eine Mutter ihr Neugeborenes, denn Hoch- und Waldelfen lagen im Krieg miteinander. Als ich gerade so gedankenverloren die Treppe zum Turmzimmer hochstieg, hörte ich die Stimme meiner Mutter Elaria. "Rika! Der König will mit dir sprechen!" Ein mulmiges Gefühl machte sich in mir breit, da ich mich fragte, was der König von mir wieder wollte. Meist rief er mich zur Hilfe, um irgendein gefährliches Wesen zu beseitigen, denn ich galt als eine der mächtigsten Elfenmagierinnen der Hochelfen. Seufzend machte ich mich auf den Weg zum Elfenkönig Askariel. Zwei Wachen machten mir Platz, und ich verneigte mich vor dem König. "Danke, dass du gekommen bist, Rika", sagte dieser. "Sagt, was kann ich für euch tun?", fragte ich. Ich war ein wenig nervös. "Nun, es gibt da zwei Dinge, die ihr für mich tun könnt. Erstens weißt du bestimmt von dem Elfenstab, welcher vor Jahrzehnten verschollen ist." Ich nickte. Dieser Stab galt bisher als unauffindbar. "Wir haben inzwischen herausgefunden, dass Auryn, eine Fee des Waldes, den Stab an sich gerissen hat. Was du noch nicht weißt ist, dass du, Rika, es sein soll, welche den Stab verwenden kann. Die Sage besagt, nur der stärkste Magier der Hochelfen kann den Stab führen. Ich als König der Hochelfen bin zwar der beste Krieger, aber wahrlich nicht der beste Magier. Diese Ehre gebührt dir, Rika." Ich wusste für einen Moment nicht, was ich sagen sollte und sah nur den König an. "Ich möchte, dass du dich zur Fee begibst und mit ihr verhandelst. Weiters möchte ich, dass du, nachdem du den Stab bekommen hast, in die Katakomben unserer Stadt steigst. Eldarion, einer unserer einst besten Elfenmagier, hat sich mit einem Dämon eingelassen und wurde somit selbst zu einem Dämonenelf. Vernichte ihn, Rika." Ich ging auf ein Knie und sah den König fest an. "Ich werde euren Auftrag erfüllen, König", sagte ich, und er nickte zufrieden.

Am nächsten Morgen brach ich ausgeruht in den Wald auf. Da ich wusste, dass die Waldelfen nicht weit von Auryn wohnten, fragte ich meine Freundin Kiara danach. "Auryn lebt ganz im Westen", erklärte sie mir und zeigte in eine Richtung. Ich dankte ihr und machte mich auf den Weg. Vor dem Haus der Fee sah ich, dass dieses von einem starken Schutzzauber verstärkt war. Ich konnte zwar versuchen, ihn mit meiner eigenen Magie zu zerstören, doch dies wäre gewiss kein guter Anfang für eine diplomatische Verhandlung mit Auryn gewesen. Eine Fee zu töten, war mir zuwider. Also klopfte ich an die Tür aus Blättern. "Mein Name ist Rika, und ich komme ohne böse Absicht", rief ich. Für einen Moment geschah absolut nichts, dann kam eine zierliche Frau aus dem Häuschen geflogen. In der Hand hielt sie den Elfenstab, dessen Macht ich sofort spürte. Es fühlte sich an, als rief der Stab nach mir. "Ich weiß genau, warum du bei mir bist, Rika. Du willst den Stab." Ich nickte, da dies der Wahrheit entsprach. "Nun, um den Stab zu erhalten, musst du mir schon eine Gegenleistung bezahlen", erklärte Auryn. "Alles, was ihr wollt", antwortete ich. Die Fee fixierte mich mit ihren Blicken, und es fühlte sich an, als drang sie in meine Gedanken ein. Alte Erinnerungen blitzten in meinen Gedanken auf, und kurz darauf lächelte sie zufrieden. "Ich möchte, dass du für das Ende des Krieges zwischen den Wald- und Hochelfen sorgst", forderte sie. Nur zu gerne wollte ich dieser Forderung nachkommen, doch dies schien ein beinahe aussichtsloses Unterfangen zu sein. "Ich werde mein Möglichstes tun", gelobte ich dennoch. Auryn hielt mir ihre Hand hin. "Ich gebe dir ein ganzes Jahr Zeit, um dein Versprechen zu halten. Wenn du es bis dahin nicht geschafft hast, kommst du zurück in den Feenwald und lebst für alle Zeit bei mir, um mir zu dienen." Ich nickte und ergriff Auryns Hand. "Die Magie meines banns wird dafür sorgen, dass du nicht vor mir fliehen kannst", meinte Auryn, dann spürte ich, wie sich unsere Magien auf seltsame Weise miteinander verbanden. Lächelnd überreichte sie mir den Stab und wünschte mir viel Glück.

Kapitel 2: Angriff von unerwarteter Seite und der Kampf gegen den Dämonenelf

Ich war gerade am Eingang der Katakomben, als ich das Sirren eines Pfeils vernahm. Schnell aktivierte ich meinen Schutzschild und lenkte das Geschoss im letzten Moment ab. Hastig sah ich mich um und entdeckte zwei Bogenschützen der Hochelfen. "Warum greift ihr mich an!", fragte ich. "Weil wir auf der Seite von Eldarion sind!", antwortete der Bogenschütze. Ich schleuderte eine Feuerkugel auf den ersten Elfen und tötete ihn, auch den zweiten Bogenschützen tötete ich ohne Mühe. Dann sah ich eine Bewegung, und mein Herz setzte einen Schlag aus. Dieses Wesen hatte nichts mehr mit einem Elfen gemeinsam. Seine Augen glühten tiefrot, und auf seinem Kopf saßen zwei gewundene Hörner. Nur die Spitzohren verrieten noch seine wahre Identität. Wie konnte Eldarion aus den Katakomben gelangen! Ich wusste es nicht, doch mir war klar, dass jede Sekunde zählte. "Ich werde dich nun vernichten, Rika!", rief der Dämon mit tiefer, unnatürlicher Stimme. Ich überlegte nicht lange und überzog das Wesen mit vielen kleinen Eispfeilen, welche jedoch spitz wie Schwerter waren. Zu meiner Überraschung konnte diese Magie dem Dämon nichts anhaben. Als Nächstes ließ ich einige Blitze aus dem Himmel auf ihn herabzucken, doch auch dies brachte nicht den gewünschten Erfolg. Verzweifelt schoss ich einige Erdpfeile auf die Kreatur. Der Dämon fauchte wütend, und in seiner Hand bildeten sich tiefschwarze Flammen. "Stirb!", rief er und schleuderte die Flammen nach mir. Ich wusste mit einer plötzlichen Gewissheit, dass ich sterben würde, sollten diese Flammen mich treffen. Im nächsten Moment schoss mir ein Gedanke durch den Kopf. "Nutze deine Lebensmagie!" Meiner Eingebung folgend, beschwor ich eine riesige Kugel aus weißem Licht herauf. Mit ihr lenkte ich die schwarzen Flammen ab, welche sofort erloschen. Dann richtete ich das Licht auf den Dämonenelfen. Eldarion riss seine Augen weit auf, als er erkannte, was ich vorhatte, doch er hatte keine Chance. Ein unmenschlicher Schrei ertönte, als das Licht ihn berührte und er zu Asche verbrannte. Erschöpft und zufrieden verließ ich die Katakomben wieder, doch Eines war gewiss. Ich würde das Versprechen von Auryn einhalten.
Fortsetzung folgt!

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Kommentare zu dieser Kurzgeschichte

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geschrieben von CaptainX am 30.03.2026:

Hallo Rika.
Klasse. Hat mir sehr gefallen. Erinnert mich an meine P&P-Rollenspielzeit (DSA) damals.
Da kommen sicher noch einige Kapitel auf uns zu.

Gruß
CaptainX




geschrieben von Jo Hannes Coltitz am 30.03.2026:

Hallo Rika, schön, dass Du bei uns ins Forum eingetreten bist.
Gleich mit deinem ersten Text zeigst Du, dass Du spannende Geschichten schreibst.
Ich bin gespannt wie es weitergeht.
Aber über eins wundere ich mich doch, dass die Elfen untereinander Krieg führen.
Eigentlich ist mir nur bekannt, dass sie sich aus dem Weg gehen.
Unter der Rubrik Fantasisches findest Du einige tolle Storys und Autoren.
Viel Spaß beim Schmökern.
Viele Grüße, Jo


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