Veröffentlicht: 31.03.2026. Rubrik: Fantastisches
Das Versprechen, Teil 1
Hallo, hier kommt die Fortsetzung meiner ersten Fantasy-Geschichte, zumindest mal ein Teil der Fortsetzung.
Kapitel 1: Die Vorgeschichte und wie ich über meine Waldelfenmagie erfuhr
Es war ein paar Jahre vorher. Ich hatte wieder einen königlichen Auftrag zu erledigen. Ich sollte einige Untote vernichten, welche sich zu nahe an die Stadt der Hochelfen herangewagt hatten. Also machte ich mich alleine auf den Weg. Seltsamerweise hatte ich nie Angst vor den Aufträgen des Königs, obwohl ich stets ganz alleine unterwegs war, um diese zu erfüllen. Ich war schon immer eine Einzelgängerin gewesen, und tief in mir spürte ich etwas. Nichts, was ich hätte beschreiben oder erklären können, sondern etwas, was tief in mir verborgen war. Ich blieb mit diesen Gedanken alleine, kein Hochelf hätte verstanden, wie es in mir aussah, da war ich mir sicher. Gerade hatte ich die Tore der Stadt passiert, da sah ich schon einige untote Skelette, welche sich zu einem Kreis formierten und auf mich zustürmten. Ich aktivierte meinen magischen Schutzschild und griff die Kreaturen mit Wasserstrahlen an. Untote waren nicht leicht zu erlegen. Man musste sie am Kopf treffen, um sie vollständig zu töten, denn Wunden an anderen Körperstellen würden sie nicht aufhalten. Zum Glück waren die meisten von ihnen sehr magieanfällig, sodass es zwar ein nicht ganz leichter, aber auch kein all zu schwerer Kampf wurde. Nach wenigen Minuten hatte ich die fünf untoten Krieger niedergestreckt. Ich sah mich um, konnte jedoch keine Feinde mehr entdecken. Erleichtert ließ ich meinen Schutzschild sinken, da spürte ich etwas. Es war eine geistige, unheimliche Präsenz, und im nächsten Moment materialisierte sich vor mir ein untoter Zauberer. Er trug am ganzen Körper eine zerfetzte Kutte, und man konnte seine Knochen erkennen. Bevor ich reagieren konnte, schleuderte der Zauberer eine schwarze Sphäre nach mir. Als sie meinen Körper traf, spürte ich regelrecht, wie das Leben aus mir gesogen wurde. Mein Körper kippte um, doch ich verlor nicht die Besinnung. Es fühlte sich an, als würde ich schweben, und schnell erkannte ich, dass meine Seele meinen Körper verlassen hatte. Vor meinem geistigen Auge sah ich meine leblose Hülle mit weit aufgerissenen Augen auf dem Boden liegen. Der Zauberer wollte nach meiner Seele greifen, um sie sich einzuverleiben, doch da geschah etwas. Ein Wesen aus goldenem Licht kam herangeflogen und tötete den Untoten mit einer Lichtkugel, bevor er sich mir zuwandte: "Komm mit, Rika. Ich bin der Elfenengel Antariel und werde dich in den Himmel zu unserer Göttin geleiten." Ich wollte noch nicht sterben, dennoch blieb mir nichts Anderes übrig, als ihm zu folgen. Wir schwebten immer weiter nach oben in Richtung Himmel. Kurz darauf hielten wir vor einem hohen Thron. Dort saß die schönste Elfe, welche ich je gesehen hatte. Ihr rehbraunes Haar legte sich über ihre Schultern, und am Körper trug sie ein schönes Kleid. Als sie uns sah, begegnete sie mir mit einem Lächeln und gab Antariel mit einer Geste zu verstehen, zurückzutreten. "Schön, dass du zu mir gefunden hast, Rika!", rief die Göttin. Ich wollte mich vor ihr verneigen, doch ohne Körper war dies nicht möglich. "Keine Sorge, dein Tod ist nicht von Dauer, ich werde dich gleich wieder auferstehen lassen. Du musst wissen, dass es dein Schicksal war, eines Tages zu mir zu kommen, damit ich die Lebensmagie, welche in dir schlummert, freisetzen kann. Bestimmt hast du schon gemerkt, dass du anders bist, als die anderen Hochelfen." "Ja", dachte ich, und die Göttin lächelte zufrieden. Dann spürte ich etwas am Rande meines Geistes, und eine große Macht entfaltete sich in mir. Es fühlte sich an wie eine große Kugel aus weißem Licht. "Mit dieser Magie kannst du heilen, aber auch kämpfen. Außerdem kannst du die Magie der Pflanzen ebenfalls zum Kampfe verwenden. Nutze diese Macht weise, Rika!" Das war das Letzte, was ich hörte, bevor ich am Stadttor der Hochelfenstadt wieder zu mir kam. War dies alles ein Traum? Ich konzentrierte mich auf meine Magie, und ja, die Lebensmagie war noch immer in mir.
Kapitel 2: Ein Gespräch mit dem König
Nachdem ich den Elfenstab gefunden und Eldarion getötet hatte, machte ich mich auf den Weg zum König, um ihm die Erfüllung meines Auftrages zu melden. Kurz vor dem Thronsaal hielt ich inne, denn ich sah den König mit seinem engsten Berater Elandriel sprechen. Dabei hielt er triumphierend einen schwarzen Ring hoch, dessen dunkle Macht ich spürte. "Danke, dass du mir den Ring gebracht hast", sagte König Askariel zu seinem Berater. Dieser grinste böse. "Eigentlich müssen wir Rika danken, dass sie deine Pläne nicht durchschaut hat und ihren Auftrag erfüllt hat, ohne Fragen zu stellen. Den Ring von der Leiche des Dämonenelfen zu bekommen, war dann ein Kinderspiel." Der König nickte. "Wir werden den Krieg gegen die Waldelfen nun stärker denn je fortsetzen! Ich will ihre Lebensmagie! Es ist nicht gerecht, dass wir Hochelfen nicht alle Mächte besitzen!" Elandriel nickte dem König zu, ging auf ein Knie und verließ den Thronsaal. Ich wollte weglaufen, doch es war zu spät. Sein Blick fixierte mich, und seine Augen begannen wütend zu funkeln. "Hast du uns etwa belauscht?", fragte er. "Ich..." Immer, wenn ich unvorbereitet war, fehlten mir oft die Worte. Also aktivierte ich meine Schutzschilde. Der Berater des Königs war nach mir der beste Magier der Hochelfen, was bedeutete, dass dieser Kampf ein harter werden würde. Zu allem Überfluss mischten sich die Wachen, welche zu beiden Seiten des Ganges standen, ebenfalls in den Kampf ein. Es waren zwei Magier und zwei Krieger. Während die Krieger den Magiern Rückendeckung gaben und versuchten, mit ihren Schwertern etwas auszurichten, bündelten die Magier ihre Kraft. Ich wusste, dass ich keine Zeit verlieren durfte, also schleuderte ich mehrere Blitze auf die Magier. Die Schilde erzitterten zwar, brachen jedoch nicht in sich zusammen. Ich überlegte kurz und streifte alle Zweifel von mir ab. Ich hatte meine Lebensmagie lange genug verheimlicht, sie sollten alle wissen, zu was ich fähig war! Also schleuderte ich die Lebensmagie direkt auf die Magier. Der König, welcher zugesehen hatte, sog scharf den Atem ein. "Sie hat die Magie der Waldelfen!", rief er entrüstet. Ich ließ mich davon nicht beirren und tötete die beiden Magierwachen, bevor ich das Selbe mit den Kriegern tat. Nun waren nur noch der König und sein Ratgeber übrig. Die Magie des Ratgebers war mächtiger, als ich sie je gespürt hatte, und mein Schild wankte bedenklich. Plötzlich erschien der König und hielt den Ring so, dass der schwarze Stein direkt auf meinen Schild deutete. Mit Entsetzen registrierte ich, wie er in sich zusammenbrach und Askariel den Ring auf meine Stirn presste. Eine dunkle Macht begann von mir Besitz zu nehmen, und ich spürte sofort, was diese im Schilde führte. Der Ring wollte meine Lebensmagie absorbieren! "Wehre dich, Rika!", schien mir eine innere Stimme zu sagen. Ich zögerte nicht und schleuderte diese unbekannte Macht von mir, bevor ich den König mit einem Blitz tötete. Ich wollte mich gerade dem Ratgeber zuwenden, als dieser den Ring an sich nahm und durch ein magisches Portal verschwand. Bevor ich ihm folgen konnte, schloss sich das Portal, und ich fluchte innerlich. Dieser Ratgeber durfte nicht ungeschoren davonkommen, schon gar nicht, wo er die mächtigste Waffe nun bei sich trug. Ich erneuerte meinen Schild, aus Angst, die übrigen Palastwachen würden sich gegen mich wenden, doch als ich mich auf den Weg hinaus machte, traute ich meinen Augen kaum. Die Wachen verneigten sich allesamt respektvoll vor mir und jubelten mir zu. "Rika ist unsere neue Elfenkönigin!", riefen sie aus einem Munde. Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer im gesamten Volk der Hochelfen, und viele von ihnen schlossen sich mir an. Nur eine kleine Gruppe war gegen meine Krönung zur Königin, doch das war in diesem Moment zweitrangig.
Wie es weiter geht, erfährt ihr in meiner nächsten Geschichte.
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