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5xhab ich gern gelesen
geschrieben 2026 von Jo (Jo Hannes Coltitz).
Veröffentlicht: 15.03.2026. Rubrik: Fantastisches


Amphibienmenschen

Nachdem ich kürzlich die Erzählung "Professor Marcellonis Reise in die Zukunft" laß, ratterte es in meinem Kopf.
Außerdem wollte CaptainX lt. Kommentar einige zusätzliche Informationen über die Gruppe der Meeresmenschen und Raumfahrer wissen.
Ich gebe zu, dass Raumfahrt für mich bis heute ein Randthema ist, da es auf der Erde genügend spannende Themen zu behandeln gibt.
Aber das Thema Meeresmenschen (oder Amphibienmenschen) hat für mich das Potential, darin tiefer einzutauchen.

Ich denke, dass es auf einem Planeten, der zu 70 Prozent aus Wasser besteht und dessen Leben dem Wasser entsprungen sein soll, auch Wassermenschen geben kann.

Wie schon beim Thema Atlantis möchte ich meine Annahme mit einigen Fakten untermauern.

1. Legenden
In fast allen Kulturen unserer Erde, gab es ein ausgeprägtes Götterpantheon.
Darunter befanden sich immer auch Meeresgötter.
Bei den Griechen ist es Poseidon sowie nachfolgend dessen Sohn Triton.
Bei den Römern Neptun.
Außerdem wurde im 20. Jahrhundert im "Simarillon" Tolkiens der Meeres- und Gewässergott Ulmo vorgestellt.
Man muss nicht an Gottheiten glauben.
Doch ich frage mich immer wieder, warum sollten über die Erde verteilt, die Menschen irgendwelchen Unsinn in Form von Liedern und Legenden bewahren?

Erst mit dem Einzug der monotheistischen Religionen verschwand der Götterkult.
Es gab nur noch den einen Gott.
Aber die Legenden überdauerten hartnäckig die Jahrhunderte.

Ebenfalls erinnere ich an unzählige Sagen aus der deutschen Heimat von und über Nixen, die an Bächen, Flüssen und Seen lebten.
Das sollen alles Hirngespinnste abergläubiger Menschen sein?
Offenbar macht es sich die heutige Wissenschaft zu einfach.
Was man nicht erklären kann, darf nicht sein.
Und was nicht sein darf, gibt es nicht.

2. Seefahrt
Seefahrer im Spätmittelalter bis Anfang des 20. Jahrhundert verzierten den Bug ihrer Segelschiffe häufig mit barbusigen Meerjungfrauen, als Gallionsfigur.
Warum ausgerechnet mit einer Figur, deren Oberleib menschlich und deren Unterleib abwärts in eine Fischflosse verläuft?
Lässt sich das nur mit dem Seemannsgarn einfältiger Seefahrer erklären?
Seefahrern, die anhand der Gestirne navigierten und bevorstehende Stürme und Unwetter an den Wolken ableiten konnten.
Es fällt mir schwer dieses Erklärungsmodell zu glauben.
Oder hatten vielleicht Fischer solche Wesen tatsächlich in ihren Fangnetzen.

Als Nächstes wäre da die Neptunweihe.
Jedes Kind aus der Ex-DDR, das mal im Ferienlager an der Ostsee war, kennt das Neptunfest.
Es war der Ersatz für das übliche Bergfest.
Bei diesem Fest kam Neptun mit seinem Hofstaat, bestehend aus Häschern und Nixen zu den Kindern.
Der Meeresgott suchte sich unter den Kindern oftmals die vorlauten Rüpel aus, die seine Häscher für ihn einfingen.
Dem Kind wurde ein ekliger, versalzener Trunk aus Gulasch, Gräupchen und Vanilliesoße eingeflößt.
Nachdem das Gesicht noch mit Schlagsahne vollgepampert wurde, flog das Kind im hohen Bogen in die erste große Welle, die an Land rollte.
Im Anschluss gab es eine kunstvoll gestaltete Urkunde mit dem Taufnamen, den Neptun dem Kind verlieh.
Zum Beispiel "aufgeblasener Kugelfisch" oder "lahmer Aal" oder "stieläugige Meerekröte".
Der Titel "Leuchtender Seestern" galt bereits als Auszeichnung.
In den 70er bis Mitte der 90er Jahre waren diese Rituale völlig normal.

Diese Neptunfeste werden noch heute auf Handelsschiffen gefeiert, wenn ein Matrose oder Seemann das erste Mal den Äquator überquert.

Oder warum rufen Seeleute in der Not "Beim Poseidon!" aus?

3. Mutationen
Die Natur brachte die Erdzeitalter hindurch die verrücktesten Kreaturen und Pflanzen zum Vorschein.
Sie gilt gemeinhin als kreativ.
Alles was da kreuscht und fleucht muss sich in seinen Lebensraum integrieren.
Deshalb möchte ich diesen Punkt vertiefen.

In der Gebärmutter durchläuft der menschliche Embryo ein Stadium, in dem er Kiemen und ausgeprägte Schwimmhäute zwischen den Fingern hat.
Aus den Kiemen entwickeln sich später im Gesicht der Kiefer und die Gehörmuscheln.
Die Schwimmhäute wachsen sich aus.

Trotzdem kommt es vor, dass es nach der Geburt Menschenkinder mit ausgeprägten Schwimmhäuten gibt.
Diese Schwimmhäute werden operativ korrigiert, sind aber andererseits ein Beleg, dass der Mensch in seiner Evolution tatsächlich im Wasser gelebt haben könnte.
Ein Embryo schwimmt ja auch im Fruchtwasser.

4. Genetik
Betrachten wir den biblischen Schöpfungsmythos, so heißt es sinngemäß, Gott formte den Menschen nach seinem Vorbild.
Diese Behauptung sagt im Prinzip alles aus.
Wir können also davon ausgehen, dass Gott eine menschliche Gestalt hat.
Im Umkehrschluss ist es auch möglich, dass ein Meeresgott einen Amphibienmensch schöpfen kann, der in den Gewässern der Erde lebt.
Oder die verschiedenen Götter des Pantheons "konstruierten" verschiedene Humanoiden, um die natürlichen Ressourcen der Erde zu bevölkern.
Wir wissen es nicht genau!
Die heutige Bio- bzw. Gentechnik lässt keinen Zweifel daran, dass man in der Lage ist, eine "zufällige Laune der Natur" im Reagenzglas weiter zuentwickeln.
Der genetische Grundstein für Amphibienmenschen schlummert meiner Meinung nach schon in den Bruttanks von Biotechunternehmen.

Eine ähnliche Weiterentwicklung finden wir beim Getreide oder in der Tier- und Kleintierzucht etc.

5. Film und Fernsehen
Vor meinem geistigen Auge habe ich spontan drei Filme.
Zum Beispiel:
Arielle, die Meerjungfrau
Star Wars - Episode I
oder
Der Amphibienmensch.
Ich vertrete schon lange die Auffassung und meine Beobachtungen bestätigen sich immer öfters, dass uns die großen Filmstudios die Wahrheit leicht verdaulichen in ihren Filmen zeigen.

In Arielle, die Meerjungfrau werden uns die alten Legenden in einem hübschen Trickfilm für Kinder aufbereitet.
Die Legenden werden den jungen Generationen weitergegeben, so dass sie nicht in Vergessenheit geraten.

Star Wars zeigt uns indirekt, dass die Gunganer auf Naboo, eine humanoide Spezies, in großen Städten in den Gewässern des Planeten leben.
Die Gunganer haben sich ihrem natürlichen Lebensraum angepasst.

Der russischen Film "Der Amphibienmensch" behandelt das damals noch utopische Thema Biotechnologie.
Der Vater (ein Professor) des tragischen Haupthelden Ichthyander pflanzt seinem Sohn Haifischkiemen ein, um ihm das Leben zu retten.
Perlenfischer fangen ihn, um die Fähigkeiten des Amphibienmenschen auszubeuten.
Der Hauptheld soll Schätze und Perlen vom Meeresgrund bergen.
Aufgrund seiner gewaltsamen Gefangennahme in einem Unterwasserkäfig kann der Amphibienmensch das Meer nicht mehr verlassen.
Seine Lungen verkümmern immer mehr.
Er muss schließlich für immer im Meer leben.

6. Tauchen
Menschen waren schon immer neugierig.
In den Ozeanen und Meeren werden die letzten großen Geheimnisse unserer Welt vermutet.
Welches Kind war nicht verzückt nach einem Tauchgang auf dem Meeresboden der Ostsee.
Es hatte Fische beobachtet, Quallen im Meerwasser schweben sehen.
So fing der Mensch relativ zeitig mit einfachen Tauchglocken an, die Unterwasserwelt zu erkunden.
Erwachsenen Menschen geht es nicht anders.

Er konstruiert Unterseeboote und Unterwasserdrohnen.
Er taucht nach Schätzen.
Er taucht um die Meere zu erforschen.
Baut Unterwasserstationen zum Erfassen seismologischer Aktivitäten.
Er taucht leider auch zu militärischen Zwecken.
Er taucht um versunkene Kulturen zu entdecken.

Das Wasser bietet dem Menschen auch die Möglichkeit sich schwimmend fort zu bewegen.
Die natürliche Grenze für Menschen ist die Tiefe und die relativ kurze Zeit, die er sich ohne Hilfsmittel unter Wasser aufhalten kann.

Mit "Yellow Submarine" haben die Beatles einen schönen Song dem Tauchen gewidmet.
https://www.songtexte.com/uebersetzung/the-beatles/yellow-submarine-deutsch-23d6b477.html

Die endgültige Eroberung der Meere ist also nur noch eine Frage der Zeit (wenn sie nicht schon geschehen ist).

Jo Hannes Coltitz, März 2026

Quellen:
Eigene Erinnerungen
Filmarchive im Netz
Lexikon der griechischen Mythologie
Simarillon von Tolkien
Wikipedia
www.songtexte.com

counter5xhab ich gern gelesen

Kommentare zu dieser Kurzgeschichte

Einen Kommentar schreiben

geschrieben von CaptainX am 15.03.2026:
Kommentar gern gelesen.
Hallo Jo.
Danke für diese Informationen. Cool, dass Du darauf zurück gekommen bist.
Auch wenn ich die Dinge hier und da etwas anders sehe, habe ich Deine Ausführungen sehr gerne und sehr und mit großem Interesse gelesen.

Gruß
CaptainX




geschrieben von Jo Hannes Coltitz am 15.03.2026:

Hallo @CaptainX, vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich beanspruche durchaus nicht, dass meine Thesen 100% möglich sind.
Ich möchte auch die Leser nicht missionieren.
Ich stelle lediglich Fragen und beschäftige mich im Rahmen meiner Beobachtungen mit den Mythen aller Kulturen.
Und mit den heutigen wissenschaftlichen und technischen Möglichkeiten.
Viele Grüße, Jo





geschrieben von lüdel am 15.03.2026:
Kommentar gern gelesen.

Jo Hannes, nur weil es niemand beweisen kann, ist nicht gesagt, dass es das doch gegeben hat.
Das Gleiche beschäftigt mich auch: Wieso sollten Gelehrte und Seefahrer ohne Grund so etwas erzählt haben?
Wir sind nur ein Sandkorn. Es gibt viele unerklärliche Dinge, die die Welt für die Menschen bereithält.
Lüdel🧚‍♂️




geschrieben von CaptainX am 15.03.2026:
Kommentar gern gelesen.
Hallo nochmal.
Ich habe es auch nicht als Missionierung oder das Maß aller Dinge verstanden. Falls mein Kommentar den gegenteiligen Eindruck ausgedrückt hat, war es nicht beabsichtigt.
Ich finde es immer spannend, interessante Themen auch aus anderen Blickwinkeln zu betrachten.

Gruß
CaptainX




geschrieben von Jo Hannes Coltitz am 15.03.2026:

Hallo @lüdel, vielen Dank für Dein "gern gelesen" und Deinen Kommentar. Leider sehe ich es auch so wie Du.
Wir wissen so gut wie nichts über die Geschichte alter Kulturen und Zivilisationen. Und unsere Schulbildung scheint auch lückenhaft zu sein.
Wir müssen uns schon selbst Gedanken machen, um Zusammenhänge zu finden.

Hallo @CaptainX, mach Dir bitte keine Sorgen. Ich habe Deinen Kommentar nicht als Kritik bzw. Wertung aufgefasst.

Hallo @Kater Moritz, vielen Danke für Dein "gern gelesen"

Viele Grüße, Jo


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