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geschrieben von Angricolan (Angricolan).
Veröffentlicht: 31.08.2026. Rubrik: Nachdenkliches


Die verdorbene Gesellschaft

Die verdorbene Gesellschaft
In der Gegenwart untergehen ist leicht bei all den Steuern. Tief Luftholen, saubere Luft ist teuer geworden. Warum schreiben so viele, zumeist Frauen Märchen oder menschliche Tier- Pseudogeschichten auf der Flucht aus ihrem kahlen Alltag. Diese Frage ist für den gebildeten, denkenden Menschen, der sich der Medienflut nicht aussetzt, überflüssig. Der Autor weiß es, ahnt es wohl eher mit Blick ins Tagesgeschehen. Die Flucht aus der Realität endet in der Fantasiewelt zur Ablenkung, für sich selbst erschafft und ausbaufähig.
Vorsicht nicht anecken. Immer die/der liebe Mensch bleiben überall. Es bedeutet schweigend brav für alles zu zahlen. Hier muss ich selbst gestehen ein für andere Rebell zu sein. Wer im Regen bewusst ohne Schirm spazieren, geht wird nass und weiß es trocknet wieder. Die Ängstlichen tragen selbst im Sommer ihren Knirps bei sich. Es könnte ja mal und dann, was dann?
Weinfest, bejubelt schon Wochen vorher und an besagten Tagen wird gerne für ein Glas, nicht ganz gefüllt, 7 Euro bezahlt. Andere trinken, man trinkt halt mit und isst noch ein Häppchen für 11.50€ dazu. In der nicht gesperrten Nebenstraße stehen die Taxen Schlange ab 22 Uhr und am Kreisverkehr hat sich ein Streifenwagen positioniert. Alle verdienen an dem Wochenende. Der angetrunkene Bürger zahlt gerne, möchte dazu gehören, wenn die Stadtprominenz, der Stadtrat seinen Rundgang macht und kostenlos hier und da probieren kann. Die lauernde Osteuropäische Bettelmafia hat an dem Tag schlechte Karten. Es ist zu viel Polizei unterwegs. Nicht vergessen darf man den nervenden Prada-Kaffeeröster ohne eigenen Wein, mit seinem Getränkestand zu angepassten Prada-Preisen. Man glaubt sich in Venedig mit Blick zu den Getränken. Eine reiche Stadt? Falsch, eher eine Stadt mit vielen Millionären und warmen Händen die ineinander gerne greifen.
Dann wollen wir mal wieder. Das grüne Tal mit seinem gluckernden Bach, mittlerweile ohne Fische, lässt uns den Picknick-koffer auf unserer grünen Decke öffnen. Trockener Weißwein aus der Pfalz, Leckereien in Plastikdosen mit Deckel, Snacks, geräucherter Fisch und mehr taucht auf liegend zwischen Eis Packs. Die Stimmen der Natur zwitschern um uns. Sie lehnt sich an mich, sagt weißt du noch.
Wir wissen es beide und unsere Begleiter lächeln.

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Kommentare zu dieser Kurzgeschichte

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geschrieben von Angricolan am 31.08.2026:

Abzocke vom Feinsten und alle Gäste machen mit? Nein, nicht alle so wie beim bunten Händlerabend um die Kirche im Ort.
Alle wollen verdienen und da sah ich schon die 7 Euro Weingläser in den Händen so wie die wenigen Erdbeeren für 8 Euro die kleine Schale. Das Seniorenheim bekam Abwechslung, umringte einzelne Stände mit Getränken oder Essen in der Hand. Der Prada-Kaffeeröster, mit Beteiligung an einer Kaffeeplantage in Brasilien, fällt auf mit nerviger Werbung und seinen 400Gramm Tüten ab 12 Euro aufwärts. Es wird gekauft, sonst könnte er nicht prahlen mit seinem neuen Ford Mustang.
Wir leben im Besten Deutschland aller Zeiten, stimmt doch, oder?
( Der Text ist Satire bevor jemand es falsch versteht)




geschrieben von Catarina am 31.08.2026:
Kommentar gern gelesen.
Hallo Angricolan,
beim ersten Teil Deiner Geschichte stimme ich zu: diese Heilewelt und schatzitriefenden Geschichten sehe ich auch als reine Ablenkung von der Realität. Märchenstunden des 20. Jh.
Ich halte kritische und satirische Texte für Wichtig. Aber Deine Geschichte klingt nicht nach Satire und auch nicht nach Kritik - sie klingt nach Frust und ein Stück weit auch nach Neid.
LG Catarina






geschrieben von Angricolan am 31.08.2026:

Ich erlaube mir zu zitieren:
Ich halte kritische und satirische Texte für Wichtig. Aber Deine Geschichte klingt nicht nach Satire und auch nicht nach Kritik - sie klingt nach Frust und ein Stück weit auch nach Neid.
LG Catarina

Es ist ein Text bezeichnet als = Nachdenkliches. Warum wohl?
Frust könnte man schon haben/bekommen bei einem Blick in eine Entwicklung der *Preisgestaltung oder *Ähnlichem, wo alles steigend sich zeigt.
Nicht alle können oder wollen es sich leisten. Die Tafel gibt es nicht ohne Grund.
Nun zum *Neid.
Wir beide kennen uns nicht privat, wissen nicht wie wir leben, welche Menschen uns umgeben, mit wem wir leben.
Neid erlebte ich von anderen und über einiges davon schrieb oder schreibe ich noch. Fragst du was ich so erlebte die letzten 30 Jahre, es waren dabei unschöne Ereignisse die mehr als grenzwertig waren.

Danke für deinen Kommentar, kritische Worte sind erlaubt, lese ich immer wieder.
LG Angricolan

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