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2xhab ich gern gelesen
geschrieben 2016 von An Cskikasso (An Csikasso).
Veröffentlicht: 04.02.2018. Rubrik: Persönliches


Die Geschichte eines kleines Samenkorns

Vor gaaaanz langer Zeit, gab es einmal einen großen Meister der es liebte wundervolle Geschichten zu erzählen.
Da aber niemand anwesend war der ihm zuhören konnte, begann er mit seine Gedanken einen großen Raum zu erschaffen, den Makrokosmos.

Aus dem Makrokosmos des Gedankens wurde mit der Zeit ein großes leuchtendes Universum, und so entstanden, nach und nach, immer neue Sterne und ihre ganz eigenen Geschichten dazu.

Eines Tages, als der große Meister wieder eine Geschichte zu Ende erzählt hatte und sich die Sterne zur Ruhe begaben, entdeckte er ein klitzekleines Samenkorn und sah es erstaunt an.
„Wer bist du denn?“ fragte der Meister.
„Ich bin ein Samenkorn.“ erwiderte das kleine Samenkorn.

Das kleine Samenkorn lächelte ganz tapfer hinauf zu dem riesigen Gesicht seines Schöpfers und sagte voll Stolz zu ihm, “Wenn ich einmal groß bin möchte ich auch ein leuchtender Stern mit einer eigenen Geschichte sein.
Die Sterne erzählen von dir, von deiner Liebe und von deiner allumfassenden Weisheit, deshalb will ich so sein wie du und das Spiegelbild deiner Liebe im Universum werden.“
Der Meister war mal kurz sprachlos und sah das kleine Samenkorn mit großen Augen an.
Zuerst fing er an zu schmunzeln um gleich darauf aus ganzem Herzen zu lachen.
Er lachte, weil, so, hatte er sich selbst ja noch gar nicht gesehen.
„So, so, sagte er, das wir also über mich erzählt. Aber du, du bist doch noch viel zu klein um ein großer Stern zu sein.“

Der Große Meister nahm das kleine Samenkorn ganz behutsam an sich und bewunderte seinen Mut so sehr, dass er die ganze große Welt des Makrokosmos in dieses kleine Samenkorn legte.
Dann sagte er zu dem kleinen Samenkorn, “Ich teile mit dir all meine Liebe und Kraft und lege in dich das ganze Wissen meines Universums. Und damit du meine Geschichten weitererzählen kannst gebe ich dir einen Teil meiner Seele.“
Das kleine Samenkorn freute sich daraufhin soooo sehr, dass es sich augenblicklich in dieses kleine Miniuniversum verwandelte.

Das war die erste Geburt einer kleinen Zelle.

So hörte die kleine Zelle die letzte Geschichte ihres großen Schöpfers und machte sich auf eine lange Reise durch das große Universum.
Sie sah sich die vielen schöne Sterne an, erfreute sich an ihren Entstehungen, fragte hie und da nach ihren Namen und Geschichten, ließ sich weiter treiben und genoss dieses neue Gefühl der Unabhängigkeit.

Als sie gerade so dahinschwebte fühlte sie sich von einem besonders starken Licht wie magisch angezogen. Dieser besondere Stern leuchtete so warm und freundlich dass die Zelle neugierig wurde.

Sie begrüßte den Stern und fragte, “Wer bist du denn?“
„Ich bin die Geschichte der Sonne, antwortete der Stern.
Von der Wärme der Sonne so fasziniert, merkte die Zelle erst gar nicht, dass sie sich auf einen anderen Stern zubewegte. Dieser bemerkte die kleine Zelle und gestattete ihr sich auf ihm nieder zu lassen.

Wieder fragte die kleine Zelle nach dem Namen des Sterns.
„Ich bin die Geschichte der Erde“, gab der Stern als Antwort.

Die kleine Zelle fühlte sich in diesem Augenblick so geborgen und müde, dass sie, bevor sie einschlief noch murmelte, “Kann es sein, dass das Liebe ist?“

Die Geschichte der Erde nahm sich ihres Schützlings an und ließ in schlafen. Da fing die kleine Zelle an zu träumen. Sie träumte von Wasser und Wolken, von Wind und Wärme, von Tieren und Pflanzen, von Farben und Licht.
Als sie wieder erwachte, hatte sie sich in ihrer Liebe abermillionen Mal geteilt und Leben erschaffen.

Der große Meister beobachtet all das Tun und die Träume des kleinen Samenkorns und war zufrieden mit seinem Werk.
So wurde aus einem kleinen Samenkorns der Spiegel der Geschichte des großen Universums das durch die Seele unsterblich wurde.

Kommentare zu dieser Kurzgeschichte

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geschrieben von Mandy2018 am 18.03.2018:
Mir gefällt die Geschichte gut. So etwas zu schreiben, da muss man erst mal drauf kommen. Zwei Fehler, die noch korrigiert werden müssen sind: seine Gedanken und tapfer wird nicht groß geschrieben Liebe Grüße

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