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3xhab ich gern gelesen
geschrieben 2026 von Angricolan (Angricolan).
Veröffentlicht: 07.01.2026. Rubrik: Nachdenkliches


Kleinstadtgeschichten 4

BIO ist in, Bio ist teuer mit Blick zu einem eher kleinen Bioladen. In einer Kleinstadt mit nicht wenigen Euromillionären, Luxuswohnungen und Großgrundbesitzern sollte man meinen es floriert dort das Geschäft.
Alle Supermärkte, Discounter bieten derart Produkte teilweise mit an. Beim Besuch der Innenstadt, eigentlich nicht lohnend, geht man an diesem ohne Kunden oft sichtbaren BIO-Geschäft vorbei, blickt nach innen oder auf die lesbaren Angebote im Schaufenster. Es macht nicht jeder, ich schon.
Sonderangebot - Käse am Stück für 3.99€ pro 100 Gramm, langsam normal wohl aber Sauerkraut lose für 5.99€ pro Kg ist schon ein Prada-Preis aus meiner Sicht. Hier 2.99€ für einen Blumenkohl und gleich nebenan nur 1€ im Geschäft des Lebensmittelhändlers lässt eher lächelnd dort kaufen.
BIO ist in und so gibt es diese Bauernläden oder Bauern-Hallen hier und dort im Lebensumfeld. Wer bezahlt für eine normale Dose Bohnensuppe 9.50 € oder Hühnersuppe mit Nudeln 8.50 €?
Nun es scheint gekauft zu werden oder es sind Ladenhüter so wie 500 Gramm getrocknete Apfelringe/Stücke von einem Obstanbaubetrieb für, nun nicht lachen, 34.50 €. Ich muss auch daran verdienen meinte die nette Verkäuferin, Miteigentümerin der Bauern-Scheune an der vielbefahrenen Bundesstraße.
Wundert sich noch jemand, warum derart Läden kommen und wieder schnell verschwinden bei diesen Preisen? Nachdem Grün Wähler weniger werden, der Euro nicht mehr so locker sitzt bei vielen Bürgern, schaut man doch skeptisch zu solchen Preisen. Zurück zur Kleinstadt und den Geschäften, wo es früher eine bunte Palette gab. Heute ist es eher eine Fressbuden-Palette und Frisörschwemme mit wechselnden Inhabern und gleichzeitig nur noch Parkplätzen, die bezahlt werden müssen, bevorzugtes Überwachungsgebiet vom Ordnungsamtes sind. Mal eben parken ist nicht, kostet heftig derzeit. Insider kennen noch kostenlose Seitenstraßen, müssen halt nur längere Wege gehen. Die gutbetuchte CDU-Elite, mit der ihr helfenden SPD-Fraktion regieren diese Kleinstadt schon ewig und so sieht sie heute aus.
Lebenswert, ein Schlagwort was gerne benutzt wird, wohl mehr heimlich belacht, nicht öffentlich. Kritische Bürger möchte man nicht haben, Bejubler lieber.

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Kommentare zu dieser Kurzgeschichte

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geschrieben von HanaLores am 07.01.2026:
Kommentar gern gelesen.
Ich bin ein Landei und mein halbes Leben mit der Biolandwirtschaft verbunden. Es nützt den Stadtmenschen nicht viel, wenn ich von Erzeugerpreisen, die wesentlich günstiger sind und mit konventionellen Lebensmitteln mithalten können, berichte. Das Problem liegt systembedingt fundamental begraben im rein profitorientierten Handel. Alle Beteiligten müssen ihren Hals voll bekommen und dazu kommt noch der "Mehrwert" welcher durch Trendverhalten entsteht. In solidarischen Gemeinschaften ist das anders...:)




geschrieben von Angricolan am 07.01.2026:

Ich bin mehr Stadtrandkind mit Großstadterfahrung und doch als kritischer Bürger ein Hinterfrager mit einem Gewächshaus. Alle wollen verdienen, die einen mehr die anderen weniger.
Heute überlebt am Ende wer?
Klar der mit kleinen Nebenkosten, Familienbetrieb ohne Miete könnte es billiger anpreisen und doch passen sich diese an.
Heute ist halt nicht mehr Gestern und sieht man wieviel weggeworfen wird ist es schon echt traurig. Diese : Nimm mich mit " Tüten für z.B. 3 Euro bei LIDL, nehme ich mit sollte es noch angemessene Ware sein, nicht angefaulte.


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