geschrieben 2026 von Rautus Norvegicus (Rautus Norvegicus).
Veröffentlicht: 03.04.2026. Rubrik: Lyrisches
Ein Mast
Ein Mast - Lyrisches
(Das ist ungefragt die Fortsetzung von 'Ein Gast', von En-hedu-ana):
… Zu seinem Unglück,
dem Fenster davor,
ragt ein Mast
zum Himmel empor.
Es kommt,
wie es kommen muss,
für den Gast,
da gibt's Verdruss!
Kommt nicht am Mast vorbei,
knallt davor,
volles Rohr.
Ich winke ab
und frage ihn,
„wo zum Teufel willst du hin?“
„Nach draußen!“
sagt er knapp
und wendet sich beleidigt ab.
„Wollte sein ein guter Gast,
sah ihn nicht,
den blöden Mast!“
Jetzt schnappe ich nach Luft,
kann seine Blödheit
nicht verstehen!
So einen dicken Mast,
den muss man
doch sehen!
Gast sieht mich an,
schüttelt seinen Kopf.
„Was bist denn du für ein armer Tropf!
Als Gast kenn ich mich hier nicht aus,
wollte nur zum Zimmer raus!“
Resigniert lass ich es sein,
und stell die Diskussionen ein.
Endlich setzt er sich in Marsch,
zum Abschied tret' ich seinen Arsch.
Der Wechsel erfolgt wie im Flug,
jetzt kommt "er" hier rein,
das ist kein Trug!
Es ist ein Hase,
geschultert trägt er schwere Last,
nimmt sie runter
und macht Rast!
„Es ist schön, hier bei dir,
Eierlikör gefällig?“
fragt das Tier.
Ich schüttle den Kopf und brülle:
„Zieh endlich Leine,
Ostern feiere ich alleine!
Hab niemals um Besuch gebeten,
einen Gast bereits hinaus getreten!“
Entsetzt zieht der Has' die Ohren ein,
er hüpft hinaus,
ich bin allein!
Am Küchentisch sitze ich dann,
frage mich,
wie fing das an?
Mit einem Gast,
mit schönster Lyrik,
Worte, gewählt mit Geschick.
Meine Überlegung
war gewesen,
nachdem ich mir das durchgelesen:
Als der Gedanke war
zum Fenster hinaus gehopst,
wem flog er zu?
Wird er erneut gemopst?
Ende
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