Veröffentlicht: 22.01.2026. Rubrik: Aktionen
Meine Liebe wird dich nicht retten
Sie läuft auf purpurotem Samt und hat sich selbst verkannt. Sie blickt nur noch nach vorne, nicht mehr zurück. Der Wind rauscht durch die Blätter, ein Wirbelwind herrscht in ihrem Kopf. Es ist nicht mehr weit, wenn man bedenkt wie viel sie bereits gegangen ist. Sie will nicht an den Hinweg denken, er war schmerzhaft. Sie würde gerne um ein Vielfaches schneller laufen, doch muss sich mit einem langsamen Laufmarsch begnügen. Ihre Fußsohle hat sich beinahe vollständig von ihrem Fuß gelöst. Sie muss lächeln, als sie sich daran erinnert wie sie in der Grundschule auf einem Sommerfest trotz ihrer Flip-Flops und ihrem Sommerkleid nichts sehnlicher wollte als mit den Jungs Fußball zu spielen. Sie hatte Angst, sie hat gezweifelt, da kein anderes Mädchen mitspielte, aber sie wollte es doch so sehr und umso mehr, da sie wusste, dass sie gut war. Sie rannte und lachte und schoß Tore. "Ich glaube dir hängt da am Fuß ein Pflaster runter". "Ich glaube das ist kein Pflaster", erwiderte sie nach einem kurzen Blick auf ihren Fuß und sah dem Jungen anschließend ohne weiteres rückhaltlos in die Augen. Kaum bemerkt, kamen andere auf sie zugestürmt. Der Vater ihrer Freundin war ein Arzt und fragte, ob er sie untersuchen sollte. "Meine Mutter ist auch Ärztin, alles gut". Die Mutter beschloss nun sei der richtige Zeitpunkt um zu gehen. Sie dachte ausschließlich daran, dass das Spiel zu frühzeitig beended worden sie. Sie sah wie die Jungs bereits als sie am Gehen war freudig begannen weiter zu spielen. Sie spürte eine Sehnsucht, als ob sie gewusst hätte, dass es das Letzte mal sein würde. Sie humpelte noch einmal auf den Fußballplatz. "Tschüss". "Omg was ist jetzt mit deinem Fuß", "Autsch" und vermehrtes Zischen aus zusammengebissenen Zähnen. "Ach, das ist echt nicht so schlimm, nur mit der offenen Wunde rumrennen kann ich jetzt nicht". Nun ging sie mit ebenso einer Wunde, die wohl nicht die letzte gewesen sein sollte durch den esigen Abend, zehn Jahre später und wünschte sich immernoch rennen zu können. Noch ein paar Meter. Immer nur an das nächste kleine Stück vor einem denken, nicht an den ganzen Weg. Sie dachte oft an Bepos weise Worte, obwohl sie Zeit einsparte wie die grauen Männer. Nicht jetzt - irgendwann werde ich alles richtig machen.
"Hey, Saudade!", kam auf einmal jemand hinter ihr hevor gesprungen.
"Takoa."
"Saudade. Was machst du hier? Bist du etwa den ganzen Weg gelaufen?"
Sie schenkte ihren Füßen eine krze Blickzuwendung, bevor sie ihren Kopf hob um ihm unentwegt in seine olivgrünen Augen zu blicken.
Sie mochte die Natur, nur nicht die menschliche, aber wenn sie so in seine Augen blickte und daran dachte, was er schon alles Schöne gesehen hatte, welche Landschaften auf seinen Wanderungen, dann konnte sie sogar dem Menschen, der lediglich Zeuge gewese war, einen gewissen Schönheitswert beimessen. Aber er war, man mochte es drehen und wenden wie man wollte, nur ein Mensch und Menschen würden sie nie verstehen können. Nicht so wie die Natur, die nicht zu verstehen versuchte und in die sie selbst ein Verständnis projizieren konnte. Oder es war eher so, dass sie sie ruhig zu akzeptieren schien und sich in der Ausbreitung jeglicher Landschaft ein Gefühl widerspiegelte, das sie mit sich selbst vebinden konnte.
"Hör auf damit! Du tust es schon wieder."
"Was meinst du?"
"Sieh mich nicht mit diesen leeren Augen an, die so wirken, als hätten sie wieder etwas ganz anderes im Sinn. Du musst mit mir reden, verdammt. Du kommst jetzt mit mir mit."
"Ich muss Nachhause."
"Es ist gerade mal 21 Uhr, normalerweise kannst du auch länger und du könntest bei mir übernachten."
Ein abwesender Blick zur Seite.
"Bitte. Bitte Saudade"
Ihre Augen fanden wieder seine und sie musste erneut daran denken, wie er ein vergleichsweise erträglicher Mensch war.
"Aber Takoa, was ist denn? Es ist doch nichts passiert?"
"Es ist die ganze Zeit etwas passiert. Die ganze Zeit passiert etwas in deinem Kopf und du lässt mich einfach nicht teilhaben."
"Was meinst du? Vielleicht sollte ich doch besser Nachhause gehen."
"Saudade, Bitte! Ich kann das alles nicht mehr", seine Stimme brach, seine Augen schienen weiter nach innen zu rücken und sich in ihrer Verzweiflung unterhalb der tiefen Furchen seiner Stirn zu treffen, als er sie mit einem gequälten Blick ansah.
"Du willst Schluss machen? Oh. Großartig." Sie blickte wieder Richtung Boden, diesmal mit noch toteren Augen als zuvor. Als hätten sich all die Vermutungen, die sie seitjeher gehabt hatte bestätigt. Sie wusste es musste früher oder später so kommen. Gut für sie, nicht wahr? Besser früh, als spät.
"Nein! Du hörst mir nicht zu; das ist überhaupt nicht was ich meine. Ich liebe dich, okay? Bitte lass uns einfach zu mir gehen, dann können wir in Ruhe reden."
"Du meinst ohne, dass ich weg renne?"
"Wie kommt es, dass du bei solchen Sachen so ein gutes Gespür hast und es dir bei anderen dafür vollkommen fehlt? Auch wenn ich dich einsperren würde, würdest du mir in Gedanken davon laufen. Du tust es jetzt schon."
Nun blickte auch Takoa mit traurigen Augen zu Boden.
Sie blieb stumm. Wie so oft. Sie wollte ihn trösten natürlich, selbst wenn es nur rein aus Gewohnheit gewesen wäre. Sie hatte ihn immer wie ein Baby getröstet. Aber wann hatte er sie wirklich getröstet? Nicht nur in seinen Armen gehalten, sondern mit seiner Seele berührt. Sie wollte nicht länger nur aus Verpflichtungen handeln. Sondern aus reinem Gefühl, aus Richtigkeit und gerade gab es nichts, das sie sonst dazu bewegt hätte. Sie musste jetzt mal für sich selbst einstehen und daran denken, wie oft er sie auf diese Weise getröstet hatte. Vielleicht wollte sie mal diejenige sein, die gestreichelt wird. In Filmen wurde das schließlich auch immer dementsprechend porträtiert. Doch nein - er war es, der immer in ihren Armen lag und sie hasste sich dafür, dass er so einen zuckersüßen Anblick darbot und sie in diesen Momenten dazu bereit war alles für ihn aufzuopfern und vor allen Dingen - sich selbst.
Sie bewegten sich durch die Einöde, die ihr Heimatdorf darstellte und ihre Münder bewegten sich nicht mehr. Lediglich der Wind hatte das Bedürfnis zu heulen.
"So, wir sind da. Ich gehe kurz aufs Klo."
Saudade trat ein und unwillkürlich schwebte ihr der Geruch einer sterilen und zugleich wollig warmen Wohnung entgegen. Sie beneidete Takoa um so vieles. Um sein wunderschönes Elternhaus, um seine Familie, um seine Freundesgruppe und vor allem um sein damit einhergehendes Geschlecht, das ihm ein glücklicheres Leben ermöglichte. Sie hasste ihn dafür, dass er ein Mann war. Dass ihm unzählige Leiden des Frauseins erspart geblieben sind. Selbst sie, die sich mit Takoa glücklich schätzen konnte, leidete unter der Sozialisierung dieser Welt. Mit ihren rigiden Strukturen war sie nichts, was sich leicht ändern ließe und konnte man wirklich von Freiheit sprechen, wenn sich nur der Aufenthaltsort ändern musste um auf einmal ungestraft vergewaltigt, verheiratet und geschlagen werden zu können? Sie spürte wie die Welt eine Rückwärtsbewegung antrat. Wie sich selbst Frauen händeringend von dem Begriff "Feminismus" abgrenzten und beteuerten eine ehrenwerte Christin zu sein für die es sich gehörte, ihrem Mann Folge zu leisten. Saudade zerbrach der Kopf, wenn sie daran dachte, dass selbst feministische Männer keine unabhängige Grundeinstellung besaßen. Sie war nicht autonom, nicht unabänderlich. Sie war da, weil sie Frauen gefallen wollten oder weil sie eine Freundin besaßen, die sie wertschätzten. Doch was würde nun geschehen, wenn sie ihm das Herz brach? Würde es lange dauern bis er postwenden generalisierende Aussagen von sich gab, wie dass sämtliche Frauen Fotzen seien, denen man kein Vertrauen schenken konnte? Natürlich waren nicht alle Männer so, das musste selbst sie zugegebn. Doch ein tiefer Ekel erfüllte ihr Gemüt bei dem Gedanken, wie die Feminismusbewegung begonnen hatte. Es gab mutige Frauen; Frauen die bereit waren für ihre Rechte zu kämpfen und die Freiheit die diese einschloss, zu verlieren. Doch letztlich wäre nichts von all dem möglich gewesen, wenn es keine Männer gegeben hätte, die ihre Frauen geliebt hatten. Die allein deshalb gewillt waren zu helfen, da ihre Frau sie mit Liebe versorgte. Doch was ist mit Prinzipientreue? Hätte auch nur ein Mann etwas geändert, weil es das Richtige war? Weil Frauen überzeugende Argumente hatten und ebenso Mensch waren wie sie und daher verdienten die gleichen Rechte einzufordern? Oder halfen sie eher aus Neigung, als aus Pflicht? Es spielt keine Rolle. Der Punkt ist, dass sie unsere Rechte auch wieder wegnehmen können, sobald ihre Disympathie wächst. Immer mehr Männer sind alleinstehend. Womöglich liegt es an ihrer falschen Grundeinstellung, andere tun natürlich auch einfach so leid. Doch Fakt ist, die Frau darf entscheiden. Zumindest mehr als früher und in dem Land, in dem Saudade lebt und selbst hier noch nicht vollkommen. Sie kann respektloses Verhalten ablehen. Wie lange dauert es, bis Männer die Rechte der Frauen wieder einfordern, weil sie nicht machen, was sie wollen? "Wir brauchen keine Gleichberechtigung mehr. In Deutschland sind wir doch gleichberechtigt" Selbst wenn es so wäre ist Deutschland nicht der Mittelpunkt der Erde. Fakt ist, dass Frauen erst im Jahre 1958 die Rechte dafür erlangten ohne die Erlaubnis ihres Ehemannes zu arbeiten oder ihr eigenes Konto zu eröffnen. Fakt ist, dass das Prinzip der "Hausfrauenehe", bei der die Frau allein haushaltliche Pflichten zu übernehmen hat, erst 1977 grundlegend reformiert wurde. Fakt ist, dass noch nicht einmal meine Mutter Gleichberechtigung erlebt hat. Fakt ist, dass sie 5 Jahre alt war, als die fundamentale Regelung des Ehe- und Familienrechts verändert wurde. Ferner ist Fakt, dass die strafrechtliche Immunität für Vergewaltigung innerhalb der Ehe in Deutschland erst im Jahre 1997 abgeschafft wurde. 5 Jahre später kam erst meine Schwester zur Welt. Auch sie hat keine Gleichberechtigung erfahren. Physische ohnehin nicht, doch noch nicht einmal gesetzliche. Fakt ist, ich ebenso wenig. Eine Abtreibung wird in Deutschland immernoch als Strafbefund geahndet. Schwangerschaftsabbrüche gelten grundsätzlich als rechtswidrig. Gleichberechtigung existiert noch nicht einmal seit 49 Jahren, auch nicht seit 29 Jahren und auch noch nicht heute. Das alles macht mich schrecklich wütend. Wie kann ich Takoa je angstfrei und autonom lieben, wenn ich immernoch in den Fängen einer Frau gefangen bin.
"Du hättest dich ruhig hinsetzen können."
"Mhm?"
"Ach, nichts. Willst du etwas essen?"
"Nein, danke. Ich habe schon etwas gegessen."
"Worüber wolltest du mit mir reden?"
"Wie geht es dir?
"Gut. Wieso?"
"Nein, ich meine...wie geht es dir wirklich Saudade?"
"Das hat mich noch nie jemand ernst gemeint gefragt. Tut mir leid, das wollte ich garnicht sagen."
"Nein Saudade, es ist gut dass du es sagst! Danke. Und es tut mir leid, dass dich das noch nie jemand gefragt hat. Aber es interessiert mich, wirklich."
"Naja...ich will ehrlich gesagt nicht darüber reden."
"Ich glaube dass das Gegenteil der Fall ist. Saudade, ich verzweifel an dir. Ich liebe dich. Ich will dir helfen. Ich will, dass es dir gut geht, aber du lässt mich nicht an dich ran. Du lässt mich nicht rein."
"Es ist schwer für mich."
"Was genau?"
"Über meine Gefühle zu reden. Es wurde immer so getan als gäbe es den Optimalzustand. Und alles andere, was vom Ideal abweicht das ist krank und ich wollte nie krank sein, nie krank behandelt werden."
"Wäre es denn so gewesen, dass niemand darauf reagiert hätte?"
"Im Gegenteil...es wäre gefragt worden, was falsch ist."
"Was ist falsch daran?"
"Ich kann es nicht sagen. Ich kann nicht erklären, weshalb es eine Rolle spielt, wer fragt und korrelierend damit, ob ich ausraste."
"..."
"Siehst du, genau das meine ich und jetzt wirke ich wieder verrückt."
"Du bist nicht verrückt."
"..."
"Ich versuche nur zu verstehen. Bitte versuch es mir zu erklären."
"Ich kann nicht sagen, was falsch ist. Ich kann nicht sagen, wie es mir geht. Ich kann nicht sagen, woran es liegt, wenn es mir schlecht geht. Ich fühle mich manchmal so taub und dann andererseits habe ich so viel Angst und verspüre eine immense Spannung. Ich kann nur sagen, dass ich dann mit niemandem reden kann. Dass ich eher irgendjemanden anschreien würde, als die Wahrheit zu sagen. Und die Wahrheit? Ich weiß nicht, was die Wahrheit ist. Ich weiß nur, dass ich mich echt oft scheiße fühle und ich dieses Gefühl mit keinen Gedanken verbinden kann."
"Komm her."
Zögerlich nahm Saudade Takoas Hand.
Er ging mit ihr, Hand in Hand, ein paar Schritte zum Sofa.
Er setzte sich hin und zog sie auf seinen Schoß, sodass ihr Kopf auf seinen Beinen lag und ihre Beine auf der Couch.
Er begann langsam ihren Kopf zu streicheln.
"Ich glaube du hast einfach ziemlich viel verdrängt. Du hast dir nie erlaubt etwas anderes zu fühlen oder etwas anderes zu zeigen, als dass es dir gut geht. Es tut mir leid, dass du das Gefühl hattest, es nicht zu dürfen. Es tut mir leid, dass du dich bei mir nicht sicher genug gefühlt hast. Ich glaube, wenn man das was innen ist, nie nach außen trägt, dann staut es sich so lange auf, bis man nicht mehr weiß was falsch ist. Und man kann das trügerische Gefühl bekommen, alles ist wieder gut, wenn kurz alles gut ist. Alles ist weg und man ist wieder perfekt oder verkörpert, wie in deinem Fall, den Normalzustand. Aber alles andere, dass da noch ist und anders als das vermeintlich Gute ausgeschlossen und nicht erlaubt wird, das ist immernoch da Saudade. Irgendwann wenn du alles Gute rauslässt und alles Schlechte drin behälst, dann vergiftet es dich von innen. Dann fehlt dir jeder Audruck und jegliche Lebensenergie. Ich will nicht, dass du dich von der Welt wegschließt. Ich will, dass sie weiß, was für großartige Gedanken du hast."
Er hatte kein einziges Mal aufgehört sie zu streicheln.
"Du bist zu gut für mich."
"Warum sagst du sowas?"
"Weil es so ist."
"Saudade, bitte sag so etwas nicht. Du bist so toll und intelligent und..."
"-Sagst du jetzt extra nicht lebensfroh? Wegen der Umstände? Ich weiß, wie sehr du an mir magst, dass ich mich so leicht freuen kann. Was nun, wenn ich mich über nichts mehr freuen kann. Bin ich dann nicht mehr ich. Nicht mehr liebenswert für dich?"
"Nein, aber was sagst du denn da? Ich wusste nicht, wie sehr du an dir selbst zweifelst. Danke, dass du es mir sagst. Ich liebe doch deinen Humor und deine Art und deine Weltansichten."
"Die alle verbittert sind?"
"Saudade, du weißt, dass das nicht so ist. Wenn es uns einmal schlecht geht, glauben wir, es wird für immer so sein. Wenn du dich schlecht fühlst oder tarurig bist, dann heißt das nicht gleich, dass du das bist. Du bist nicht alles Schlechte, was du denkst. Du bist dein Umgang damit."
"Aber ich kann verdammt nochmal nicht damit umgehen. Ich weiß garnicht wo ich anfangen würde. Bin ich deshalb scheiße?"
"Ich merke, dass du das von dir selbst denkst. Das hat nichts mit mir zu tun und es sollte dich nicht so sehr interessieren, was ich von dir denke. Beziehungsweise fragst du mich nach Bestätigung, du bettelst um Entkräftigung, aber egal was ich sage, es wird nichts daran ändern, wie du von dir selbst denkst. Dass du unzufieden mit dir selbst bist. Ich liebe dich und ich weiß, dass das einfache Worte sind, aber für mich beinhalten sie alles was ich sagen könnte. Einfach alles. Deinen Scharfsinn, deinen Humor, deine Beobachtungsgabe, dein kritisches Denkvermögen. Ich liebe wie du mit mir diskutierst, mir jetzt Gegenfragen stellst und wenn du mich fragen würdest was ich nicht an dir liebe, dann wie du dich fertig machst und nicht mit mir sprichst. Wie du denkst immer mit allem allein fertigwerden zu müssen und andererseits liebe ich doch deine Selbstständigkeit und deinen Widerstand.
Aber meine Liebe für dich, wird dich nicht retten können. Das musst du selbst tun. Ich hoffe, dass du es tust. Auch für mich, aber das entscheidende ist, dass du es für dich selbst tust. Ich bin immer für dich da, auch wenn du gegen dich selbst kämpfst."
Eine einsame Träne hatte ihr Wettrennen begonnen. Statt auf der luzidösen Scheibe eines Autos während einer langen Reise, zu Saudades Lachfältchen an ihrem Mund. Auch die Träne hatte einen langen Weg zu gehen, aber es war schön, wenn sie sich am Ziel dessen entsinnen konnte, dass sie einmal gelacht hatte und das noch garnicht so lange her sein konnte. Auch und gerade deshalb, weil es sich gerade anfühlte wie Welten entfernt.
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