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geschrieben 2026 von Rika.
Veröffentlicht: 06.05.2026. Rubrik: Fantastisches


Im Namen des Lichts, Teil 2

Kapitel 3: Der Alltag beginnt

Das Klingeln der Morgenglocke weckte Elea wieder. Sie hatte nur wenig geschlafen und rieb sich die Augen. Die Ereignisse in dieser Nacht kehrten in ihr Bewusstsein zurück, und sie rang mit sich. Sollte sie den Ordensmitgliedern sagen, was ihr widerfahren war? Oder sollte sie es erst einmal für sich behalten? Eine innere Stimme sagte ihr, dass sie letzteres tun sollte. Müde schleppte sie sich in den Waschraum der Ordensschwestern. "Guten Morgen!", wurde sie von ihrer besten Freundin Agneta begrüßt. Elea warf ihr ein Lächeln zu und machte sich ans Waschen. Dann legte sie ihre Roben an. Jeder Ordensbruder, jede Schwester und jeder Priester musste eine weiße Robe tragen, die Priester hatten noch goldene Muster auf den Roben. Nun ging es in das Refektorium, den Speisesaal des Ordens. Dort wurde ein Tischgebet gesprochen, bevor die Ordensmitglieder, welche Küchendienst hatten, das Essen auftrugen. Elea bekam kaum einen Bissen hinunter und aß nur wenig. "Was ist los?", fragte Agneta, doch sie zuckte nur mit den Schultern. Obwohl es weh tat, ihrer besten Freundin etwas zu verheimlichen, spürte sie, dass es nicht anders ging. Nach dem Essen hatten die beiden Frauen gemeinsam mit zwei Ordensbrüdern Dienst im Ordenskrankenhaus. Dort wurden Ordensmitglieder, aber auch einfache Bürger für wenig Geld behandelt und mit Magie geheilt. Im Wartezimmer herrschte bereits ein Gedränge, und Elea nahm den ersten Patienten zu sich. Es war ein ziemlich alter Mann, gestützt von einer ebenfalls recht alten Frau. "Seit zwei Tagen hat er Fieber und reagiert kaum noch auf mich", klagte die Frau ihr Leid, und Elea legte beide Hände auf die Stirn des Mannes. Seine Augen wanderten immer hin und her, aber ohne etwas wirklich zu betrachten. Elea sandte ihren Geist in seinen Körper und erschrak. Eine seltsame Dunkelheit hatte sich durch seinen Körper gefressen und war dabei, sich auch seines Geistes zu bemächtigen. Schnell beschwor die Heilerin das Engelslicht herauf und ließ es in den Körper fließen. Das Licht traf auf Dunkelheit, doch zuerst geschah nichts. Die dunkle Kraft wehrte sich gegen Eleas Lichtmagie, und sie investierte noch mehr Kraft. Bald erkannte sie, dass sie mehr Kraft zur Verfügung hatte, als sie es jemals hatte, was sie sehr erschreckte und gleichzeitig überraschte. Sie schleuderte einen großen Teil der Lichtmagie gegen die Dunkelheit, bis diese endlich verschwand. Die Augen des Mannes wurden ruhiger, und er wirkte für einen Moment benommen. Seine Stirn hörte augenblicklich auf zu glühen, und er sah Elea nun direkt an. "Danke, dass ihr mich geheilt habt", sagte er, und sie lächelte. Dann nahm sie die 50 Münzen entgegen, welche ihr die Frau zusteckte, bevor sich das Paar entfernte. Elea wurde klar: Die Engel hatten die Wahrheit gesagt. Eine dunkle Kraft begann hier ihr Werk.

Kapitel 4: Ein Angriff in der Nacht

Erschöpft traten Elea und ihre Freundin den Heimweg an. Den ganzen Tag hatten sie verschiedenste Krankheiten geheilt, und obwohl bei allen anderen Fällen keine dunklen Mächte am Werk waren, verspürte Elea ein wenig Angst. Das große Ordensgelände lag nun menschenleer vor den jungen Frauen, denn die Ordensbrüder waren schon früher gegangen. Elea war noch nicht weit gegangen, da spürte sie einen seltsamen Windhauch im Nacken. Abrupt blieb sie stehen und drehte sich unauffällig um. "Was hast du denn?", fragte Agneta, doch Elea legte einen Zeigefinger auf die Lippen, um sie zur Stille zu mahnen. Plötzlich erklangen dumpfe, schwere Schritte, und kurz darauf kam ein furchterregendes Wesen aus dem Gebüsch hervor. Elea konnte die Dunkelheit in diesem Wesen sofort wahrnehmen. Es war ein untotes Skelett mit einem riesigen Schwert als Waffe. Als es Elea erblickte, konnte diese die Mordlust in seinen Zügen erkennen. Die Göttin reagierte instinktiv und wob einen mächtigen Schutzzauber um sich und ihre Gefährtin. Dann schleuderte sie das Engelslicht auf den Untoten. Das Skelett wand sich und stieß einen markerschütternden Schrei aus, doch die Attacke machte es nur noch aggressiver. Schnell beschwor Elea ein Schwert aus Licht herauf, um den Schlag des Untoten zu parieren. Geschickt tänzelte sie um ihren Gegner herum, immer darauf bedacht, Schwachstellen in seiner Deckung zu erkennen. Agneta hatte sich inzwischen versteckt und sah angstvoll zu, wie Elea sich abmühte. Sie hatte weder ein Schwert noch eine andere Waffe und war nicht kampferfahren genug, um sich verteidigen zu können. Der Kampf tobte nun schon fünf Minuten, und das Skelett hatte Elea bereits mehrere Male am Arm getroffen. Doch zu Eleas und Agnetas Überraschung heilte sich jede Wunde innerhalb von Sekunden von selbst. Endlich fand die Lichtgöttin eine Schwachstelle und stieß ihr Schwert in den Kopf der Bestie. Das Skelett zerfiel sofort in seine Bestandteile, welche sofort verschwanden. Agneta kam aus dem Versteck hervor und sah ihre Freundin verdutzt an. "Du hast mir gar nicht erzählt, dass du so gut kämpfen kannst! Und woher kannst du Schwerter aus Licht erschaffen?" Elea stöhnte, denn sie musste einsehen, dass sie die Ereignisse nicht mehr vor ihrer Freundin geheimhalten konnte. Nachdem diese ihr versprach, es niemandem zu verraten, erzählte ihr Elea die ganze Geschichte.

Fortsetzung folgt

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