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1xhab ich gern gelesen
geschrieben 2026 von Rika.
Veröffentlicht: 01.05.2026. Rubrik: Aktionen


Eine fantastische Freundschaft

Ich freue mich sehr, dass mein Vorschlag zur Aktion wurde, deshalb fange ich gleich mal an.

Kapitel 1

Der Wecker riss Tara aus ihrem Schlaf. "Noch fünf Minuten", murmelte sie in ihr Kissen, doch wie Wecker nun mal sind, hörte dieser nicht auf zu klingeln, bevor sie ihn abdrückte. Genervt erhob sie sich aus dem Bett und stoppte den Wecker. "Guten Morgen", sagte ihre Mutter, als das Mädchen aus dem Zimmer schlich. "Guten Morgen." Tara hasste die Wochentage, weil sie da zur Schule musste. Während ihr das Lernen zwar gefiel, hasste sie die vielen Kinder in ihrer Klasse. Sie hörte alles. Das Blättern von Papier, Stimmengewirr, den Stift, wenn er das Papier berührte und schrieb. Dies alles lenkte sie viel zu sehr vom Unterricht ab, weshalb sich Tara gerne wegträumte. Tara hatte noch nie Freunde gehabt. Nun war sie 14 Jahre alt, aber konnte mit den Gewohnheiten der Gleichaltrigen so gar nichts anfangen. Viel lieber unterhielt sie sich mit ihrem Fantasiefreund, welchen sie Takaro genannt hatte. Takaro war ein Waldgeist und konnte sein Aussehen verändern. Einmal sah er aus wie der Wind, also man konnte nur Luft erkennen, und manchmal bestand er aus Erde und Blättern. An manchen Tagen sah er aber auch wie ein Baum aus. Während Tara ihr Frühstück einnahm, zog sie sich innerlich in den Wald zurück, in welchem Takaro hauste. Sie spürte einen starken Windstoß, welcher sie beinahe von den Füßen gerissen hätte. "Guten Morgen!", rief eine Stimme im Wind ihr zu. Tara erwiderte den Gruß. "Ich habe eine Höhle im Wald entdeckt", meinte der Waldgeist. "Wollen wir mal sehen, was sich dort befindet?" Tara nickte eifrig und folgte dem Geist immer weiter durch ihren ausgedachten Wald. Es dauerte nicht lange, da fanden sie eine Quelle und viel Gebüsch. Als Tara das Gebüsch zur Seite schob, offenbarte sich ihnen ein Höhleneingang. Bevor sie die Höhle betreten konnten, verblasste das Bild vor ihrem inneren Auge auch schon wieder. "Tara, du träumst ja schon wieder!", rief ihre Mutter. Das Mädchen öffnete die Augen und stellte fest, dass sie das Essen vollkommen vergessen hatte. "Du bist doch kein kleines Kind mehr!", rief die Mutter. "Du solltest endlich lernen, in der Realität zu leben!"

Kapitel 2

Tara seufzte, denn ihre Mutter wollte oder konnte sie nicht verstehen. Für sie war diese fantastische Welt ein Zufluchtsort, wenn sie Rückzug brauchte oder einen Freund haben wollte. Dennoch riss sie sich zusammen und aß ihr Frühstück fertig. Danach packte sie ihre Sachen und machte sich auf den Schulweg. Heute fand eine Mathematikschularbeit statt, und sie stöhnte bei dem Gedanken. Es gelang ihr nie, die Konzentration eine ganze Schulstunde lang bei einer Arbeit zu halten, ständig drifteten ihre Gedanken davon ab. Auch diesmal geschah es. Als sie etwa die Hälfte der Aufgaben gelöst hatte, zog sie sich unbemerkt wieder in den Wald zurück. Noch immer standen sie am Eingang der Höhle und betraten diese nun. Plötzlich war ein lautes "Huuuuuu!" zu hören. Tara zuckte erschrocken zusammen. "Verdammt", entfuhr es Takaro. "Wir sind in der Höhle eines Höhlengeistes gelandet. Diese sind ein wenig böse und lassen niemanden wieder heraus!" Tara lief zum Ausgang, doch plötzlich versperrte ein riesiger Felsblock den Weg. "Dein Waldgeist hat ganz Recht!", rief der Höhlengeist mit tiefer Stimme. "Ihr seid nun meine Gefangenen." Tara überlegte fieberhaft, was sie nun tun sollte. Sie wollte nicht für alle Zeit in einer Höhle festsitzen. "Höhlengeister möchten meist etwas Wertvolles, um ihre Gefangenen wieder freizugeben. Ich habe zwar nicht viel, aber noch einige Goldstücke versteckt." Tara nickte, und der Waldgeist wandte sich an den Höhlengeist. "Ich kann dir Gold geben, damit du uns freilässt", schlug er vor, doch der Höhlengeist lachte nur. "Gold ist für mich nicht wertvoll", antwortete er, und Takaro war überrascht. "Das verstehe ich nicht! Normalerweise sind diese Geister ganz versessen darauf, Schätze in ihren Höhlen zu verstecken." "Eure Prüfung ist, herauszufinden, was ich begehre", erklärte der Höhlengeist, und die beiden Freunde begannen zu überlegen. Doch auch Essen oder Pflanzen wollte der Geist nicht. Takaro fiel nichts mehr ein, doch dann kam Tara ein Gedanke. Dieser Geist war hier ganz alleine. Vielleicht war er ja einsam? "Wie wäre es, wenn wir dir unsere Freundschaft geben", schlug das Mädchen also vor. "Freundschaft kann manchmal wertvoller sein, als Gold." Plötzlich hob der riesige Geist seinen Kopf, welcher nur aus Felsen bestand und nickte. "Ihr habt die Prüfung bestanden! Tatsächlich bin ich einsam und könnte einen Freund oder mehrere Freunde gut gebrauchen. Mein Name ist übrigens Orion." Takaro und Tara stellten sich ebenfalls vor, und am Ende beschlossen sie, einander gegenseitig zu besuchen und Freunde zu bleiben. Denn eine gute Freundschaft ist mehr Wert als alles Geld dieser Welt!

Ende

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