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geschrieben 2026 von Rika.
Veröffentlicht: 30.04.2026. Rubrik: Fantastisches


Die Feinde der Drachen, Teil 4

Kapitel 7: Feinde oder Verbündete

Als Tyran noch immer überlegte, ob er sich auf Kyrayas Rücken setzen und sich von den Magiern endgültig abwenden sollte, wurden Schritte laut. Er drehte sich um und erkannte in einiger Entfernung Laurin, seinen besten Freund unter den Magiern. Sein Herz krampfte sich zusammen, denn er wollte ihn nicht angreifen müssen. An seinem wütenden Ausdruck erkannte Tyran, dass dieser Magier ihn suchte. "Steig schnell auf", befahl Kyraya. Tyran überwand seine Ängste und stieg auf den Rücken der Drachendame. "Wir greifen erst an, wenn wir es müssen", befahl er ihr, als sein bester Freund langsam näher kam. Als er Tyran auf einem Drachen erblickte, weiteten sich seine Augen. "Ich hätte nicht gedacht, dass du die Magier verrätst, um auf einem Drachen zu reiten!", rief er. Seine Stimme war voller Abscheu, und dies schmerzte Tyran mehr, als es ein feindlicher Zauber getan hätte. "Lass dir erklären, wieso ..." "Ich will keine Erklärungen von dir hören!", schnitt ihm Laurin das Wort ab. "Sag mir nur, ob dir unsere Freundschaft so wenig Wert war, dass du es fertigbringst, einfach so zu verschwinden und mich darüber in Unkenntnis zu halten. Ich kann daher nur vermuten, dass du Tarlyn etwas Böses willst!" Er hob eine Hand, und Blitze zuckten bedrohlich in Tyrans Richtung. Dieser erschuf eine schützende Barriere um sich und Kyraya. "Bitte, Laurin. Hör mir wenigstens einmal zu." Sein Freund hielt inne und ließ die Blitze verschwinden. "Du bekommst genau fünf Minuten, um mich davon zu überzeugen, dass ich dich nicht töten sollte", warnte er. Der abtrünnige Magier atmete einmal tief durch und sammelte sich. Er wusste, dass sein bester Freund Tarlyn ergeben war, daher würde es schwierig werden, ihn davon zu überzeugen, dass Tarlyn kein guter Mann war. Dennoch musste er es versuchen, ihrer Freundschaft Willen! "Du und alle anderen Magier glauben, dass Drachen den Riss zwischen den Welten erschufen", fing Tyran mit seiner Erklärung an. "Das entspricht aber nicht der Wahrheit. Tarlyn hat uns ganz bewusst in diesem Glauben gelassen, damit wir einen Groll gegen Drachen hegen und ihm zu Füßen liegen. Er will der Herrscher bleiben, daher muss er alles tun, um seine Macht zu sichern. Verstehst du das?" Ein ungläubiger Gesichtsausdruck huschte über Laurins Gesicht, was Tyran ein wenig Hoffnung machte, doch diese Hoffnung wurde sogleich zerschlagen, als Laurins Augen vor Wut zu funkeln begannen. "Wie kannst du es wagen, unseren Meister und König zu verunglimpfen!", rief er, und seine Stimme überschlug sich regelrecht. "Ich will ihn nicht verunglimpfen, verdammt noch mal! Es ist die pure Wahrheit! Ich konnte es selbst kaum glauben, als ich das Gespräch belauscht habe, welches er mit dem engsten Kreis seiner Vertrauten führte. Es war ein Zufall, dass ich gerade in der Nähe war, und ich war schon immer etwas neugierig und wollte wissen, was der König mit seinen engsten Vertrauten bespricht." Er hielt inne, um seinem Freund ein wenig Zeit zum Verarbeiten dieser Informationen zu geben. Kurz darauf antwortete dieser. "Ich weiß nicht, was ich denken soll, aber ich will dir erst einmal keine böswillige Lüge unterstellen. Ich muss über diese Informationen nun gründlich nachdenken und recherchieren, bevor ich eine Entscheidung treffe. Bis dahin werde ich niemandem sagen, was du gerade auf dem Rücken eines Drachen machst." Ein wenig Erleichterung durchströmte Tyran, auch wenn er seinen Freund nicht dazu bewegen konnte, auf seiner Seite zu stehen. Aber ganz wollte er die Hoffnung nicht aufgeben, vielleicht würden die beiden Magier doch bald als Verbündete in den Kampf gegen Tarlyn ziehen. "Pass auf dich auf", flüsterte Laurin noch, bevor er sich entfernte und Kyraya abhob.

Kapitel 8: Syras Magie

Als Syra wieder erwachte, war es dunkle Nacht. Als sie sich streckte, spürte sie etwas Hartes unter sich und riss die Augen auf. Erst jetzt realisierte sie, dass sie auf Kitarions Rücken lag. "Guten Morgen, Drachenreiterin", drängte sich seine Stimme in ihr Bewusstsein. "Oder soll ich eher sagen, gute Nacht?" Syra lachte auf. "Wir sind bald in meinem Quartier." Syra sah sich um und entdeckte einen sehr hohen Turm, welcher immer näher kam. Scheinbar war dies Kitarions Behausung. Als sie auf der Höhe des Turms waren, landete der Drache sanft auf der Aussichtsplattform. "Darf ich vorstellen, dies ist der Turm und ehemalige Sitz der Luftdrachen. Allerdings sind sie fast ausgestorben. Nur meine Partnerin und ich sind noch übrig." Syra bewunderte die Aussicht auf einen dichten Wald. "Wir sollten darüber sprechen, wie du im Kampf gegen die Magier hilfreich sein kannst", erklärte der Drache. Flügelschläge wurden laut, und eine Drachendame landete neben ihnen. "Das ist Asira", erklärte Kitarion, und sie nickte mit dem Kopf. "Ich habe gesehen", dass du Magie in dir trägst", fuhr Kitarion fort. Syras Herz setzte einen Schlag aus. Sie sollte Magie besitzen? Den einfachen Bürgern wurde stets vermittelt, dass sie keine Magie besaßen. "Das kann nicht sein, ich ... Die Magie hätte sich bei mir doch längst zeigen müssen!" Sie dachte daran, was sie im Unterricht gelernt hatte. Bei Magiern zeigte sich Magie etwa im Alter von zwölf Jahren, und sie mussten lernen, sie zu kontrollieren. Allerdings gab es schon seit Jahren keine neuen Magier. "Wenn die Magierzeremonie stattfindet, wird auch jedes Mal die Magie der sogenannten einfachen Bürger unterdrückt. Damit will der Herrscher sicherstellen, dass die Macht bei den derzeitigen Magiern bleibt. Schließ die Augen und konzentriere dich. Stell dir deine Energie als Lichtkugel vor und versuche, einen Teil davon herauszunehmen." Syra konnte den Worten des Drachen kaum glauben, dennoch tat sie, was er gesagt hatte und fand eine große Kugel aus Energie. Sie wollte nur einen Teil davon nehmen, doch zuerst klappte es nicht. Erst als sie ihre gesamte Willenskraft auf dieses Ziel richtete, gelang es endlich, und sie rief ein wenig Wind herbei, welcher ihre Haare zerzauste. "Du siehst, es funktioniert", meinte Kitarion. "Wir werden ein wenig miteinander üben müssen."

Fortsetzung folgt

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