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geschrieben 2026 von Rika.
Veröffentlicht: 25.06.2026. Rubrik: Fantastisches


Die Macht des Hasses, Teil 3

Kapitel 5: Skaras Magie

Skara landete in einem tiefen, hellen Wald. Viele Engel schwebten an ihr vorbei, und sie fühlte sich wohl. "Was ist meine Magie?", fragte sie an Octavio gewandt. Der Engel lächelte. "Du hast zusätzlich zu unserer Magie noch die Blitz- und Wolkenmagie in dir. Es ist Drachenmagie, du bist also ein Himmelsdrache." Skara riss ihre Augen weit auf vor Staunen. "Ich wusste nichts von Drachen", antwortete sie. Der Engel nickte. "Niemand von uns hat bisher einen Drachen gesehen, jedoch gibt es eine Sage, wonach ein Himmelsdrache existieren soll, welcher den Himmel und diese Welt bewacht, jedoch ohne sichtbar zu sein. Jetzt wissen wir, dass du es bist. Nur du kannst den Dämon wirklich aufhalten, wir Engel alleine reichen dafür nicht aus. Dennoch haben wir es versucht und einige Engel dabei verloren, da der Dämon ihnen die Lebensenergie entrissen hat." "Und das kann mir nicht passieren?", fragte Skara ängstlich. "Jedenfalls nicht so leicht wie den Engeln. Drachenenergie ist deutlich widerspenstiger." Er hielt einen Moment inne, bevor er fortfuhr. "Versuche, dich in deine Drachenform zu verwandeln", befahl er, und sie konzentrierte sich ganz auf ihre Magie. Plötzlich passierte es, ihr Körper begann sich zu verändern. Flügel wuchsen ihr, und ihre Haut wurde schuppig. Ihr Körper war nun teilweise grün, teilweise weiß. Skara war wahrhaftig zu einem riesigen Drachen mutiert und blickte zu dem im Vergleich winzigen Engel herab. "Am besten, wir fliegen gleich los", meinte Octavio zufrieden. "Wir haben keine Zeit zu verlieren."

Kapitel 6: Der Dämon des Hasses

Noch etwas unsicher schlug Skara mit den Flügeln, denn sie musste sich noch an ihre neue Form gewöhnen. Mit jedem Flügelschlag wurde es immer einfacher, und schließlich flog sie so schnell, als hätte sie niemals etwas Anderes getan. Bald hatten sie den Himmel hinter sich gelassen und flogen auf einen sehr düsteren Wald zu. Plötzlich jedoch hielt Skara inne, da sie einen ihr bekannten Jungen sah, welcher mit ausgebreiteten Armen nach oben schaute. Etwas regte sich in ihr, es fühlte sich an wie eine Verbindung. War Silvio dazu auserkoren, ihr Drachenreiter zu werden? Skara wollte diesen Gedanken ignorieren, denn sie wollte Silvio nicht in Gefahr bringen, doch etwas sagte ihr, dass sie ihn für diese Mission brauchte. Also landete sie neben dem Jungen. "Keine Angst", sagte sie in Gedanken, denn sprechen konnte sie in dieser Form nicht. "Ich bin es nur, Skara. Steig auf meinen Rücken, Silvio. Wir werden jetzt gemeinsam den Dämon vernichten." Ungläubig blickte der Junge die Drachin an. "Ich soll ... dein Drachenreiter werden?", fragte er. Skaras Drachenkopf senkte sich zur Bestätigung, und er stieg auf, als hätte er dies schon viele Male getan. Sofort verfestigte sich die Verbindung zwischen den Beiden noch, und Silvios Augen leuchteten für einen Moment grün auf. "Ich habe nun auch Magie!", rief er freudig, während Skara wieder in die Höhe stieg.

Bald landete Octavio neben einer unheimlich aussehenden Höhle, und Skara tat es ihm gleich. "Hier ist er. Viel Glück." Skara hielt einen Moment inne, um sich für diese Mission vorzubereiten, und auch der Junge bereitete sich auf seine Weise vor. Er wirkte plötzlich reifer, kriegerischer. Nun tat Skara den Schritt in die Höhle, welche ziemlich dunkel war. Mit der Magie der Engel schuf sie eine kleine Lichtkugel, welche sie vorausschickte. Langsam bewegte sie sich immer tiefer in die Höhle, und Silvio sah sich immer wieder um. Plötzlich war ein lautes Lachen zu hören. "Da ist sie also, die Drachin des Himmels!", rief eine düstere Stimme. "Zeig dich, Dämon!", rief Skara in Gedanken durch die Höhle. Schon bald hörten sie trampelnde Schritte näher kommen. Dann erschien ein Wesen, welches sich Skara nicht einmal in ihren Alpträumen vorstellen konnte. Es hatte acht riesige Arme und sechs Beine, seine Haut war steinhart und von schwarzer Farbe, und seine Augen waren feuerrot. Das Wesen fixierte erst Skara, dann den Reiter. "Sieh an, sieh an. Ihr habt die Drachenreiterbindung vollzogen. Aber das wird euch auch nicht viel nützen." Donner grollte, als Silvio einen ersten Blitz auf den Dämon abschoss. Er traf den Dämon zwar, verletzte ihn jedoch nicht sonderlich. "Ah, du hast bereits herausgefunden, wie du die Drachenmagie von Skara nutzen kannst", stellte der Dämon fest. "Dann wird der Kampf noch viel lustiger." Skara spürte plötzlich einen dunklen Windhauch über sich und Silvio, und sie wusste, dass dies der Hass war, welchen der Dämon aussandte. Der Windhauch traf die Beiden jedoch nicht, sondern prallte an dem Schutzzauber ab, welchen Skara erschaffen hatte. Ein weiterer Blitz von Silvio erhellte die Höhle. Der Dämon schleuderte schwarze Schatten auf die Angreifer, doch diese prallten ebenfalls am Schutzschild ab. Skara bündelte nun die Engels- und Wolkenmagie. Sie ließ einen gewaltigen Regenguss auf den Dämon los, welcher zusätzlich mit heiligem Licht verstärkt war. "Aufhören!", rief er und wand sich unter dem Zauber, jedoch ohne Erfolg. Der Regen prasselte unerbittlich auf ihn herab, und seine Haut bekam langsam Risse. Silvio und Skara ließen weitere Blitze auf den Dämon niedergehen. "Ihr bekommt mich nicht! Niemals!" Der Dämon wollte sich unsichtbar machen, das spürte die Drachin plötzlich. Dies musste sie um jeden Preis verhindern, nur wie? Da kam ihr eine Idee. Sie konnte seine Magie spüren und schleuderte Engelsmagie in seinen Geist. Der Zauber, welchen er gerade ausführen wollte, brach ab, da seine Magie neutralisiert worden war. "Nein!", rief der Dämon und versuchte weitere Angriffe, doch mit jeder Sekunde zerfiel er immer mehr in seine Bestandteile. Mit einem weiteren Schrei wurde er zu Asche. Plötzlich kam ein Ächzen von den Höhlenwänden, und Skara sah, wie diese zu bröckeln begannen. So schnell, wie sie ihre Drachenbeine trugen, rannte sie hinaus ins Freie. Octavio wartete noch immer. "Ich habe es gespürt", sagte er freudig. "Die Herrschaft des Dämons ist beendet." Skara nickte, und der Junge lächelte voller Stolz. Nun flogen sie gemeinsam mit dem Erzengel zu einem Tempel. Boten wurden ausgesandt, um alle Menschen von Paradisia zusammen zu rufen. Skara stand mit Silvio auf dem Rücken in der Mitte des Tempelvorplatzes, als immer mehr Menschen hereinströmten. Als Skara ihre Mutter erkannte, tat ihr Herz einen Satz. Silvio stieg von ihrem Rücken, sodass sie sich in ein Mädchen zurückverwandeln konnte. "Mama!", rief sie, und ihre Mutter umarmte sie fest. "Es tut mir so Leid", sagte sie leise, doch das Mädchen schüttelte den Kopf. "Dir braucht nichts Leid zu tun. Du warst vom Hass befallen und wusstest nicht, was du da tust." Schnell verwandelte sie sich wieder in die Drachin, und ihre Mutter staunte. "Du bist die Himmelsdrachin!", rief sie, und Skara nickte mit ihrem Drachenkopf. Nun landeten auch mehrere Engel, und Octavio stellte sich an die Spitze dieser Gruppe. "Wir sind hier heute zusammengekommen, um den sagenumwobenen Himmelsdrachen willkommen zu heißen. Genauer gesagt ist es eine Drachenfrau. Skara hat gemeinsam mit ihrem Drachenreiter Silvio alles dafür getan, um diese Welt zu retten", sagte der Erzengel. "Ein Hoch auf die Drachin!", riefen die Menschen und verbeugten sich vor der Drachengestalt. "Ich freue mich, dass ihr so zahlreich erschienen seid", sagte Skara in Gedanken zu den Menschen. "Wir werden ab jetzt dafür sorgen, dass euch niemals wieder ein Leid geschieht." Alle Menschen jubelten, und so kam es dann auch. Skara und Silvio errichteten ein Quartier im Wald, wo sie nun leben wollten, und sie hatten den Engeln versprochen, bei Gefahren aller Art diese Welt zu beschützen.

Nachwort

Manchmal wünschte ich, ebenfalls so ein Drache zu sein, welcher die Erde vom Hass befreien kann. Ich wünsche mir eine Welt, wo alle miteinander in Frieden leben können. Es ist schade, dass die Menschen nicht erkennen, dass sie mit ihrem Tun diese Welt immer mehr zerstören.

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Kommentare zu dieser Kurzgeschichte

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geschrieben von Butterblume am 25.06.2026:

Liebe Rika, ja das wäre auch mein Wunsch.
Eine Welt ohne Hass und Neid.

Gern gelesen.
Gute Nacht
Butterblume

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