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geschrieben 2026 von Rika.
Veröffentlicht: 02.07.2026. Rubrik: Fantastisches


Der Drache in ihrem Geist, Teil 2

Kapitel 3: Ein unerfreuliches Ereignis

Rebecca spürte die kühle Nachtluft, als sie ihr Haus verließ. Für einen Moment blieb sie stehen und atmete ein. Noch ohne Ziel ging sie eine Gasse entlang, um ihre Gedanken zu ordnen. Plötzlich unterbrach ein Rascheln die nächtliche Stille. Rebeccas Instinkte waren sofort geweckt, und sie drehte sich um. Ihr Blick schweifte durch die Gasse, doch zunächst war da nichts zu erkennen. Gerade wollte sie sich dazu entschließen, umzukehren, da wurde sie auch schon von hinten gepackt und herumgedreht. Rebecca starrte in die Augen eines jungen, bösartigen Mannes. Ein Lachen kam aus seinem Mund, und während er sie mit einer Hand festhielt, suchte er sie mit der anderen Hand ab. "Trägst du Geld oder eine Kreditkarte bei dir?", fragte er sie. Sie schüttelte den Kopf und versuchte, sich aus seinem Griff zu befreien, doch dieser wurde nur noch fester. Als er tatsächlich keine Gegenstände fand, welche wertvoll gewesen wären, wurde er wütend und drückte ihren Hals zu. Panik überrollte Rebecca, als sie überlegte, was sie nun tun sollte. Sie vernahm ein Knurren in ihren Gedanken, welches zu Yakaru gehörte. "Was soll ich tun?", fragte sie den Drachen. Dieser jedoch hatte auch keine Idee. "Stirb, du Räuber!", dachte sie sich in diesem Moment, obwohl sie wusste, dass Gedanken hier nichts ausrichten würden. Plötzlich jedoch ließ er sie los und ging keuchend zu Boden. Für einen Moment hielt er sich noch die Brust, doch dann fiel seine Hand ebenfalls zu Boden.

Rebecca sah den Toten für einen Moment nur schockiert an. Was hatte sie getan? Konnte es sein, dass ihr Gedanke tatsächlich ... Sie wollte es sich gar nicht erst vorstellen. Obwohl die Gefahr nun gebannt war, war Yakarus Unruhe noch deutlich zu spüren. "Ruhig bleiben", sagte sich Rebecca immer und immer wieder. Plötzlich ertönte eine Sirene, und ein Polizeiwagen fuhr vor. Zwei Polizisten stiegen aus und sondierten die Lage. "Bist du in Ordnung?", sagte einer von ihnen. Rebecca konnte nur nicken, da sie ihrer Stimme nicht traute. "Was ist passiert?", fragte der Polizist. Erst nach einigen Sekunden konnte sie erzählen, was gewesen war. Nachdem sie das Aussageprotokoll unterschrieben hatte, wurde sie wieder nach Hause gebracht. Yakaru hatte sich inzwischen wieder beruhigt. "Ich hatte große Angst um dich", sagte er, als sie wieder ins Bett kroch. "Jetzt könnte ich deine Hilfe beim Schlafen gebrauchen", antwortete Rebecca darauf, und der Drache sandte seine Magie aus. Kurz darauf spürte sie, wie sie sanft ins Land der Träume entschwand.

Kapitel 4: Ein weiterer Traum

Wieder geriet Rebecca in einen Traum, in welchem sie beide Perspektiven einnahm. Zuerst sah sie einen großen Platz, an welchem mehrere Drachen versammelt waren. Es waren riesige Drachen, und sie hatten eine große Feuerwand errichtet. In der Mitte, hinter der Feuerwand lag eine Drachin in Ketten. Bevor Rebecca die Ketten genauer betrachten konnte, war sie im Körper der Drachin. Diese kämpfte gegen die Ketten an, jedoch ohne Erfolg. Ein etwas kleinerer, weniger furchterregender Drache starrte konzentriert auf die Ketten. "Du kannst tun, was du willst. Diese Ketten sind aus Magie. Du kannst sie nicht zerstören, weder durch Muskel-, noch durch Willenskraft." Die Drachin knurrte laut, denn etwas sagte ihr, dass dieser Drache in Wahrheit ein Verräter war. Als sie ihn so bezeichnete, lachte er. "Vielleicht bin ich das tatsächlich", antwortete der Drache. "Aber du wirst niemandem mehr davon erzählen können. Die Feuerdrachen werden deinen Körper töten, und ich werde deinen Geist besiegen." Schon kamen Feuerwalzen auf die Drachin zu, und Rebecca wollte die Augen schließen, um nicht beim Sterben der Drachenfrau zusehen zu müssen.

Damit endete der Traum endlich, und sie schrak hoch. Ihre Mutter stand neben ihr an ihrem Bett. "Es ist alles gut, Liebes", sagte sie und strich Rebecca über die Wange. Ihr Atem ging in abgehackten Stößen, doch langsam beruhigte sie sich wieder. Sie sah zum Fenster hinaus und stellte zu ihrer Erleichterung fest, dass die Sonne bereits aufgegangen war. Nachdem sie ihre Mutter kurz umarmt hatte, verließ diese das Zimmer. "Warum habe ich solche Träume?", fragte Rebecca ihren Drachen. "Alles zu seiner Zeit." "Nein, ich will jetzt die Wahrheit wissen!", rief Rebecca. "Die Wahrheit ist ... kompliziert", erwiderte ihr Drache. "Dann erklär sie mir!" Der Drache atmete hörbar aus, und Rebecca wartete auf seine Erklärung. "Es sind wohl Erinnerungen, die du empfängst. Erinnerungen, welche ich eigentlich tief in meinem Geist vergraben hatte. An eine Zeit, welche lange schon vorbei ist und über welche ich nie mehr sprechen will. Diese Drachin war meine Frau." Für einen Moment bekam Rebecca ein schlechtes Gewissen, weil sie so sehr nachgebohrt hatte. "Das tut mir Leid", flüsterte sie leise. "Es muss dir nicht Leid tun. Du hast ein Recht, Stück für Stück die Wahrheit über mich zu erfahren." "Kannst du dafür sorgen, dass ich diese Erinnerungen nicht mehr empfange?", fragte das Mädchen hoffnungsvoll, doch das Kopfschütteln ihres Drachen machte diese Hoffnung schnell zunichte. Sie würde sich etwas einfallen lassen müssen, um diese Träume ertragen zu können.

Fortsetzung folgt

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