Veröffentlicht: 20.08.2026. Rubrik: Lustiges
Herr Weber bei Gynäkololgen
„Herr Weber beim Gynäkologen“
Franz Weber bekam Besuch von seinem Enkel.
„Hi Opa! Alles gut? Warum bist du so gruftig? Die Sonne lacht und du… Was geht ab bei dir?“, fragte sein Enkel Kevin besorgt.

„Ach, mein Junge, ich ärgere mich. Letzte Woche rief ich meinen Urologen wegen eines Termins an, und die Sprechstundenhilfe gab mir einen Termin erst in sechs Monaten. Ich kann doch nicht so lange warten. Du kennst doch meine Situation“, beklagte sich der Alte.
„Ach, mach dir kein Ding, Opi. Wir kriegen das hin. Heutzutage muss man improvisieren und flexibel sein. Sei cool, Opilein“, ermunterte ihn Kevin.
Er erklärte seinem Opa das Selbstbestimmungsgesetz. Am Ende sagte er:
„Also, du kannst dein Geschlecht selber bestimmen. Wenn du eine Frau sein möchtest, stellen wir einen Antrag beim Standesamt, und in zwei bis drei Monaten bist du offiziell eine Frau. Beim Gynäkologen ist die Wartezeit wesentlich kürzer.“
Opa nickte und sagte: „Mach es, Junge.“
Heute sitzt Franz – oder besser: Franzi Weber – im Wartezimmer einer Frauenarztpraxis.
Nach einer Stunde ruft die Schwester:
„Frau Weber, bitte!“
Franzi und eine junge Frau stehen gleichzeitig auf und gehen zur Anmeldung.
„Gehören Sie zusammen?“, fragt die Sprechstundenhilfe irritiert.
„Nein“, sagt die junge Frau.
„Nicht dass ich wüsste“, sagt Franzi.
Die Schwester weist die junge Frau in Zimmer 2. Dann dreht sie sich zu Franzi und sagt:
„Ich glaube, Sie haben etwas verwechselt. Das hier ist eine Frauenpraxis. Soll ich Ihnen ein Taxi rufen?“
Franzi bleibt ganz gelassen und cool, wie sein Enkel immer sagt, und antwortet mit gehobener Stimme:
„Nein, ich brauche kein Taxi. Ich bin hier richtig. Da ist meine Terminbestätigung.“
Er zeigt sein Handy.
Die Schwester, verwirrt und rot im Gesicht, murmelte:
„Aber da steht Franzi Weber…“
„Seit zwei Wochen bin ich nicht Franz, sondern Franzi Weber“, kontert er stolz.
„Ich bin jetzt eine Frau. Und ich meine: Ein Arzt ist ein Arzt, und ich benötige die Konsultation sehr dringend. Es ist für mich wichtig.“
„Warum denn so dringend? Sie liegen ja nicht im Sterben“, fragt die Schwester bissig.
Franzi lächelt verträumt.
„Ich werde in drei Wochen heiraten.“
Die Helferin schaut ihn an, als hätte sie der Blitz getroffen.
„Wie alt sind Sie denn, wenn ich fragen darf?“
Franzi richtet sich auf.
„75.“
„Und da wollen Sie noch heiraten?“
Er hebt das Kinn, voller Stolz:
„Wollen nicht — aber ich muss.“




