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4xhab ich gern gelesen
geschrieben 2026 von Herbstsonne.
Veröffentlicht: 03.09.2026. Rubrik: Unsortiert


Johanna auf der Hinmelsbank

Ich sah mich auf einem Bänkchen sitzen. Sie stand wohl über den Wolken, und während ich so saß, blickte ich in die leere Weite der Wolkensphäre.

Ich war schon länger völlig ausgepowert gewesen, unnachgiebig, gereizt, unachtsam. Unachtsam vor allem mir selbst gegenüber. Ich erkannte meine Signale, dass ich nun dringend Pause brauchte. Doch das Teufelchen auf meiner Schulter, das mir stets einflüsterte, wie sehr ich überall unentbehrlich sei und dass man nur etwas zähle, wenn die eigene Person auch schafft, gewann stets.

So tief die Narbe aus frühester Kindheit, in der mir stets vermittelt wurde: Wer leistet, zähle.

Sie blickte nach rechts. Sanftes Sonnenlicht brach sich ganz leicht den Weg durch graue Wolkenfelder. Das Licht beruhigte sie.

Johanna zog ihren Pullover aus, legte ihn zu einem kleinen Päckchen zusammen, bis daraus ein professorisches Kopfkissen wurde. Dann zog sie sich ihre Schuhe aus, die leicht unter der Bank auf der Wolke Platz fanden, und legte sich schließlich auf die Himmelsbank.

Sie hatte sich nicht gewundert, hier zu sein. Ihr Inneres kreierte Möglichkeiten, Rückzug zu halten, sich zu erfrischen und zu erholen. Natürlich reichte ein Besuch auf dieser Bank nicht. Natürlich brauchte es inzwischen mehr! Aber um wieder bei sich selbst etwas anzukommen, war es hier ein guter Anfang.

Doch während sie über die Wirksamkeit von Orten nachdachte, fielen ihr sanft die Augen zu.

Wenig später kam der altehrwürdige Engel Augustus angeschwebt und deckte sie mit einer aus Sternen gewebten Decke zu. Dabei summte er die vier Wörter: „Stille Nacht, Heilige Nacht.“

Nachdem Augustus davongeflogen war, kam schon bald Jesus mit einem Klappstuhl vorbei. Er klappte ihn auf, direkt neben Johannas Bank, betrachtete zärtlich ihr schlafendes, erschöpftes Gesicht, strich über ihr Haar und nahm ihre Hand, welche sofort warm wurde, hielt sie, spendete Trost, Kraft und Nähe.

Als Johanna schließlich wieder aufwachte, befand sie sich in ihrem Bett auf Erden. Die Nachtbeleuchtung war an. Gierig trank sie vom Wasser, das auf ihrem Nachttisch stand. Dabei fiel ihr Blick auf den christlichen Kalender über dem Nachtlicht. Tante Sophia hatte ihn ihr geschenkt.

Johanna wusste gar nicht so recht, ob sie an eine höhere Macht glaubte.

Auf dem Kalenderblatt stand: „In der Not bin ich deine Zuflucht.“

„Ist das so?“, fragte sich Johanna, und sie spürte wie ihre Hand plötzlich begonn ganz warm zu werden.


Meine Geschichten sind auf Rechtschreibung und Grammatik geprüft, mit Unterstützung von ChatGPT.

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