Veröffentlicht: 24.09.2026. Rubrik: Unsortiert
Ein unfreundlicher Mensch
Unfreundlicher Mensch
Ein unfreundlicher Mensch dieser Hansen, rief die Frau ihrem Mann zu, als sie das Haushaltswaren Geschäft Hansen verließen. Doch ein Sturm verzerrte ihre Worte, bevor sie sein Ohr erreichten. Er hätte sowieso nichts verstanden, denn er war soeben von diesem Hansen tief beleidigt Worden. Das dieser Mensch, sein Geschäft,
„Haushalts Waren und mehr“
in dritter Generation betrieb, war nicht nur ihm ein Rätsel.
Der Hansen allerdings, konnte sich Tierisch daran erfreuen, diesem „Opa“ klargemacht zu haben, dass seine Waren die besten der Besten wären, und das das Internet mit dieser Qualität nicht mithalten könne.
Was die meisten Kunden nicht wussten, viele seiner Produckte, stammten aus dem Internet;- so konnte er noch billiger einkaufen, um es dann teurer, mit dem Hinweis auf gute Qualität, so wie „Vor Ort Begutachtung“ zu verkaufen
Außerdem hätte er (der Opa), ja eine Verkrümmung des Gehörgangs, mit so einer furchtbaren Behinderung, wäre es gar nicht möglich, sich einen Kopfhörer im Internet zu bestellen, denn das Gerät müsste selbstverständlich angepasst, sowie Fachmännisch eingestellt werden. Hierbei handelte es sich lediglich um einen mit dem Fernseher verbundenen Kopfhörer, mit dem man die Lautstärke auf seiner individuellen Lautstärke einstellen konnte.
Personal gab es hier schon lange nicht mehr. Nur einmal in der Woche kam Minna, die ihm den Laden durchwischte, wobei sie auch sonst noch allerhand andere arbeiten verrichtete.
Sie konnte so gut mit ihrem Chef, weil sie seine Oberflächliche beleidigende Art, ignorierte.
Heute würden wegen des starken Sturms, nicht allzu viele Kunden kommen, ging es Hansen durch den Kopf, und konnte sich köstlich darüber amüsieren, wenn jemand am Schaufenster, mit einem vom Wind verbogenen Regenschirm vorbeikam.
Auch er verkaufte Schirme.
Minna hatte schon früh am Morgen das Schaufenster, mit Schirmen dekoriert.
Noch eine Stunde, vor Ladenschluss. Der Sturm wurde immer stärker, weit in der Ferne grollte, ein Gewitter.
Plötzlich wurde die Ladentür mit einem kräftigen ruck geöffnet, zwei ältere Damen traten, begleitet von wehenden, wirbelnden Blättern, ein.
Obwohl Hansen die Frauen mit einem unfreundlichen Grinsen begegnete, erwähnte einer der Damen, die eine vom Wind und Regen rot scheinende Warze, auf der Nase trug, sie hätte gerne einen Regenschirm, worauf Hansen grinsend sagte „haben sie etwa ihren Besen verloren?
Fragend schauten sich die beiden Damen an, gingen aber nicht auf seine Anspielung ein.
Sie nahmen sich eins der Schirme, betätigte diese, durch auf und zu bewegungen, um die Funktionalität zu testen.
Das bezahlen folgte ohne weitere Bemerkungen von Hansen, der immer grinsend sowie ungeniert, auf die knall rote Warze blickte.
Beim öffnen der Ladentür jedoch rief er noch hinterher;
„mit dem Schirm, fliegen sie bestimmt besser, wie mit einem Besen.“
Plötzlich gab es einen lauten Knall, der Sturm hatte der Kundin die Tür aus der Handgerissen, wobei der Wind jetzt mit viel Laub und Regen durchs Geschäft heulte.
Darauf folgte noch ein plötzlich auftretendes Gewittergrollen, die von mehreren Blitzen begleitet, für eine Gespenstische Atmosphäre sorgte.
Eine der Damen versuchte gleichzeitig trotz des Sturms und Donnergrollens, mit lauter Stimme dem Hansen, der sich inzwischen in einem sich vom Wind drehenden Blätterhaufen befand, noch zu zurufen, dass er irgendwann in seinem Leben, sein verhalten den Kunden gegenüber, Bereuen würde.
Diese vom Sturm verzehrte Äußerung, kam beim völlig erschrockenen Verängstigten Hansen, wie ein Fluch rüber. Nach erneutem blitzendes Donnergrollen, schloss sich die Ladentür mit einem Knall, wobei sich die altmodische Jahrzehnte alte Türklingel, aus der Verankerung löste, und laut scheppernd, zu Boden viel.
Minna die sich im hinteren teil des Gebäudes aufhielt, eilte zu Hilfe.
Sie fand einen völlig verstörten Chef vor, der sich bewegungslos krampfhaft an der Verkaufs Teke festhielt.
Auch mit gutem Zureden, so wie an Hansens Jackett ziehen, um ihn von der Stelle zu bewegen, war nutzlos. Hansen reagierte nicht.
Sein Blick richtete sich immer, auf den jetzt nicht mehr drehenden kleinen Blätterhaufen, zu seinen Füßen; - als wäre er darin gefangen.
Der Notarzt stellte einen schweren Schock fest. Hansen wurde, ohne es selbst zu bemerken, ins Krankenhaus eingeliefert.
Erst sechs Wochen später ging es ihm wieder besser. Doch in seinem Laden, wolle er nie wieder zurückkehren. Also überschrieb er das Geschäft seinem Neffen, Anton Hansen.
Somit also, „Hansen in vierter Generation.“
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