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geschrieben 2026 von Silbermöwe (silbermöwe).
Veröffentlicht: 03.10.2026. Rubrik: Persönliches


Schwebetürenschrank 01

Im Schlafzimmer, wo sich seit 30 Jahren immer noch derselbe Kleiderschrank befand, musste etwas Neues her. Denn beim Auffüllen der sauberen Wäsche, hatte ich die Schranktür dessen Funktionalität schon sehr eingeschränkt war, ein bisschen zu schwungvoll geöffnet, wobei sich dann einer der beschädigten Scharniere, völlig aus dem Holz löste. Jetzt war die Schranktür eindeutig kaputt.
Mein Mann hatte jedoch eine Phobie gegen alle Neuanschaffungen, welches Möbel, oder auch neue Kleidung für sich selber, betraf.
Ich hingegen, wäre seiner Meinung nach, nie zufrieden und musste andauernd etwas Neues haben.
Dabei handelte es sich vermutlich um die Wohnzimmergarnitur, die ja Schließlich, wiederum, seiner Meinung nach, noch nicht so alt war. Denn diese wäre ja jünger, wie das Schlafzimmer. Genauer gesagt, 5 Jahre jünger.
Für mich gab es da nur eine Erklärung: Er liebte den auf seinem Hintern ausgesessenen Lieblings Sessel, der außerdem korrekt auf den Fernseher ausgerichtet war.
Kaum hatte ich diesen Verdacht ausgesprochen, machte er mir klar, dass er nicht gewillt sei, ein noch Funktionsfähiges Möbelstück, wegen einigen vom Sonnenlicht Verblichenen stellen,
die seiner Meinung nach, nicht einmal Auffielen, zu entsorgen, um dann, für eine neue Garnitur wieder viel Geld auszugeben.
Dafür, gab es von mir als Rückantwort, er solle sich doch wenigsten eine neue Brille anschaffen, die gäbe es schon für wenig Geld im Drogeriemarkt, denn diese würden mehr taugen, wie seine jetzige alte Brille. -führten genau wie immer, wenn er etwas nicht akzeptierte, zu der Tür auf, Tür zu, -raus geh Effekt,- „Problem gelöst.“

Doch diesmal ließ ich nicht locker. Denn ich hatte mir schon überlegt Das es ein Schwebetürenschrank werden sollte.
Kurz nach dem Mittagsessen konfrontierte ich ihm damit, dass wir doch eigentlich am Nachmittag losfahren könnten, um sich schon einmal einen Schrank aussuchen. Das Wort Schwebetürenschrank, wurde absichtlich von mir vermieden, denn ich war mir nicht sicher, ob er so etwas überhaupt verkraftete.
Leider hatte mein Mann keine Zeit.
Kurzer Hand telefonierte ich mit meiner Freundin, wobei wir uns am folgenden Tag, zum Frühstück mit anschließendem Möbelkauf verabredeten. Mit viel Elan und Freude, auf meiner Seite, fuhren wir los.
Bei der erst besten Gelegenheit, sprach ich eine Verkäuferin an, bei der ich meinen Wunsch äußerte. Diese wollte uns direkt dorthin begleiten. Nach einer weile jedoch hatte ich das Gefühl wir sollten den ganzen Laden kennen lernen.
Nun Ja, ich hatte schon davon gehört, dass man sich in diesen Läden alles selber zusammensuchen musste. Wozu auch das mitnehmen, und zusammenbauen gehörte. Dadurch konnte ich auch viel günstiger einkaufen, somit konnte ich meinen Mann auch noch eine Freude machen. Einen Anruf und er machte sich auf den Weg.
1Std. später hatte ich alle Teile des Schrankes gefunden. Es war schon erstaunlich, alle Teile waren nach Nummern, wie bei einem Baukastensystem gelagert, das einzige man musste seine eigenen Nummern, die netterweise von der Verkäuferin notiert worden waren, selber zusammen suchen, um diese dann, in einen Überdimensionalen Transporter zuladen, denn konnte man dann von Regal zu Regal schieben, bis alle Teile gefunden waren. Danach ab zur Kasse.
Hinter der Kasse wartete schon mein Mann. Da alle Teile schön in Pappe eingepackt waren, musste nur noch umgeladen werden.
Natürlich währe ich jetzt am liebsten mit meinem Mann mitgefahren doch zunächst wollte Erika noch einen Kaffee trinken. Beim zusammensuchen des Schrankzubehörs war sie nicht gerade die große Hilfe gewesen. Ich musste unbedingt wissen warum sie so Teilnahmslos gewesen war. Dieses klärte sich zum Glück als harmlos auf, sie wollte nur noch etwas Zeit mit mir verbringen.
Zweiter Teil Folgt!

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