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geschrieben von Pierre 64.
Veröffentlicht: 13.10.2026. Rubrik: Unsortiert


Popey und Metaglass verteilen Geschenke

Popey und Metaglass verteilen Geschenke

Es war ein strahlend blauer Morgen auf dem Indischen Ozean, und die MS Makrele schnitt elegant durch die sanften Wellen vor der Küste von Madagaskar. Am Steuerstand stand kein Gewöhnlicher: Kapitän Popeye – in dieser Geschichte ein stolzer, stämmiger Birma-Kater mit seidigem, cremefarbenem Fell, dunklen Point-Abzeichen an Ohren und Schnauze und tiefblauen, entschlossenen Augen.

Er trug seine perfekt sitzende, weiße Kapitänsuniform inklusive einer golden verzierten Mütze, die keck über einem Ohr saß. Statt einer Pfeife im Mundwinkel kaute er genüsslich auf einem Halm frischer Katzenminze.

Popeye hatte ein Problem: Seine Ankunft sollte legendär werden. Er hatte tonnenweise feinsten Thunfisch und glitzernde Girlanden geladen. Er wollte eine epische Willkommensparty! Doch die Sirenen, die auf den Klippen vor Madagaskar lebten, waren bekannt dafür, Schiffe erst im allerletzten Moment zu bemerken, weil sie viel zu sehr mit Haarpflege und Gesangsübungen beschäftigt waren.

„Nicht mit mir, beim Klabautermann!“, schnurrte Popeye entschlossen. Er hatte einen genialen Plan.

Er steuerte die MS Makrele in eine ruhige Bucht, warf den Anker und ließ das Beiboot zu Wasser. Im Schlepptau hatte er eine wasserdichte Kiste voller Meta VR-Brillen.

Als er sich den Klippen näherte, tauchten die Sirenen aus dem türkisfarbenen Wasser auf. Ihre Schwanzflossen glitzerten im Sonnenlicht, doch sie blickten den herannahenden Kater nur gelangweilt an.

„Hey, Mädels!“, rief Popeye mit rauer, aber herzlicher Stimme und balancierte auf dem Bug des Bootes. „Schluss mit dem faden Singsang! Ich habe das Upgrade für eure Realität dabei!“

Mit eleganten Pfotenhieben warf er den Sirenen die High-Tech-Brillen zu. Neugierig setzten die Meereswesen die Geräte auf. Popeye hatte das System so programmiert, dass es sofort startete.

In den VR-Brillen der Sirenen explodierte eine bunte Cyber-Welt. Popeye hatte einen Live-Tracker der MS Makrele eingespeist, der das Schiff in den virtuellen Linsen dreimal so groß, neon-pink leuchtend und mit virtuellen Laserstrahlen ausgestattet darstellte. Egal wie weit das Schiff noch weg war: In der virtuellen Realität sah es so aus, als würde eine schwimmende Megadiskothek direkt auf sie zusteuern.

„Oh mein Gott!“, rief die Anführerin der Sirenen aus, während sie durch die Brille sah. „Das ist das coolste Schiff, das ich je gesehen habe! Es kommt direkt auf uns zu!“

Die Sirenen waren völlig aus dem Häuschen. Durch die VR-Brillen sahen sie die MS Makrele schon meilenweit im Voraus am Horizont strahlen. Das Signal für den Party-Countdown lief unübersehbar in ihren Displays ab.

Sofort brach unter Wasser wilder Trubel aus. Die Sirenen begannen, Unterwasser-Lautsprecher aus Korallen aufzubauen, trommelnde Seesterne zu arrangieren und glühende Quallen als Diskolichter aufzuhängen.

Popeye ruderte mit einem breiten, zufriedenen Katergrinsen zurück zu seinem Schiff. Als er die MS Makrele wenig später offiziell in den Hafen steuerte, wurde er nicht nur mit dem üblichen Gesang, sondern mit einer absoluten Mega-Sause empfangen. Die Sirenen tanzten, die Bässe dröhnten, und Kapitän Popeye genoss seinen Triumph – die VR-Brillen fest im Blick und den Thunfisch im Napf.

Pierre Leschek 13.10.2026

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