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geschrieben 2026 von Rika.
Veröffentlicht: 27.10.2026. Rubrik: Fantastisches


Die Magie der Wächter, Teil 4

Kapitel 7: Vorbereitungen und Übungsphase

In den nächsten Wochen übten Kaya und Lucius unentwegt ihre Magie. Da sie nun den telepathischen Kontakt zu ihren Einhörnern perfekt beherrschten, war das kein großes Problem. Inzwischen waren sie Meister darin geworden, ihre Magie zu benutzen. "Es wird Zeit", sagte Xarika eines Tages zu Kaya. "Wir müssen die anderen Wächter wecken." Als es Nacht war, gingen sie in den Tempel, wo die Statuen der Wächter standen. "Kaya, sammle deine Kraft und zieh dich vollkommen in deine Gedanken zurück. Ruf dir vorher alle Wächter ins Gedächtnis, denn du musst wissen, wie sie aussehen, um sie zu holen." Kaya nickte und holte tief Luft, dann schloss sie die Augen. Sie zog sich in ihre Gedankenwelt zurück und rief die Vorstellung jedes einzelnen Wächters hervor. Ein Vibrieren war zu spüren, als der Drachenwächter landete. Aus einer Wassersäule kam eine Nixe, landete auf ihren Beinen, die erschienen, nachdem sie das Wasser verlassen hatte. Kurz darauf landete ein mächtiger Baumgeist, und zum Schluss erschien der Greif. Sie waren alle da. "Danke, Auserwählte der Wächter!", rief der Drachenwächter, während er seine Flügel ausbreitete. "Lasst uns keine Zeit verlieren! Wir müssen die Katakomben mit unserer Energie vor Dämonen schützen."

Kapitel 8: Eine Erschütterung der Macht

Damian spürte etwas. Er fühlte zwar keine Emotionen, seit er von einem Dämon besessen worden war, aber er spürte, dass irgendetwas nicht in Ordnung war. Der Dämon in ihm wurde wütend, und auch die anderen Dämonenmagier sahen sich mit glühenden Augen um. "Die Wächter wurden erweckt!", rief einer von ihnen. "Was bedeutet das?", fragte Damian. "Das bedeutet, dass sie uns bald von der dämonischen Quelle trennen werden! Wir müssen nun endlich den Urdämon beschwören!" "Du weißt genau, dass wir dafür nicht genug Kraft haben", entgegnete ein anderer Magier mit monotoner Stimme. "Egal! Wir haben nichts zu verlieren! Trefft die Vorbereitungen!" Jeder musste sich mit einer nadel in den Finger stechen, und mit dem Blut wurde ein kleiner Kreis gemalt. "Jetzt gebt auch eure Magie in den Kreis!" Jeder legte seine Hand auf den Kreis, um noch mehr Magie in ihn zu leiten. Es würde sich nur noch um Minuten handeln, bis der Urdämon Gestalt annehmen und die Katakomben für immer korrumpieren würde. Dann würden die Wächter samt ihrer Auserwählten sterben, wenn sie den Raum betraten.

Kapitel 9: Ein Wettlauf gegen die Zeit

Kaya saß auf Xarikas Rücken, während das Einhorn schnell durch die Wolken glitt. "Wir müssen uns beeilen. Sie sind kurz vor der Beschwörung des Urdämons!", rief der Drachenwächter. Der Greif kontrollierte den Wind und gab der Gruppe noch mehr Auftrieb. Endlich erreichten sie die Katakomben und flogen hinein. "Kaya, du musst dich jetzt konzentrieren! Du musst die Magie von uns kanalisieren und in den Kreis leiten! Der Ursprung der Dämonenmagie muss vernichtet werden!" Kaya schloss die Augen und rief die Magie der fünf Wächter hervor. Sie konzentrierte die gesamte Macht auf den Kreis, der langsam bedrohlich zu verschwimmen begann. Der Urdämon war bereit, auf diese Welt zu kommen, doch Kaya würde dies verhindern. Mit einer geballten Ladung aus purer Magie kämpfte sie gegen den Kreis an. Der Kreis hielt der Energie nur einen Moment stand, dann zersplitterte er. Das dämonische Leuchten in den Augen der Menschen verschwand, und sie fielen keuchend auf den Boden. Kaya rannte zu ihrem Zwillingsbruder, der einige Male blinzelte. "Was ... ist passiert?" Er konnte sich nicht mehr genau erinnern, nur ein fernes Gefühl, dass er noch vor kurzem von einem bösen Wesen besessen war, war geblieben. "Du hast dich mit Dämonen eingelassen", sagte seine Schwester. Kein Vorwurf lag in ihrer Stimme, nur Freude darüber, ihn wieder zu haben. Damian betrachtete Kaya etwas genauer. Sie hatte sich vollkommen gewandelt. Aus dem Mädchen, welches wegen ihrer geistigen Zurückgebliebenheit so zerbrechlich gewirkt hatte, wurde eine junge Frau. Er war sich sicher, dass die Magie sie dazu gemacht hatte.

Ein Monat später waren die dunklen Stunden vergessen. Die Katakomben wurden versiegelt. Niemand würde hier jemals wieder Dämonen beschwören. Die ehemaligen Dämonenmagier wurden für die Beschwörung der Dämonen insofern bestraft, dass ihnen die Magie weggenommen wurde. Die Menschen, welche von ihnen in die Irre geführt worden waren, wurden nicht bestraft, sondern wieder in die Gemeinschaft integriert und erhielten eine Beschäftigung, wodurch sie auch trotz fehlender Magie wertvoll wurden.

Ende

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Geschichte Nummer 11188

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