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3xhab ich gern gelesen
geschrieben 2026 von Christina Kopany.
Veröffentlicht: 03.11.2026. Rubrik: Persönliches


Naivität gepaart mit pragmatischer Denkweise in perfekter Balance...

...das bin ich:

Ja, ich persönlich sage von mir, dass ich mir meine kindliche Naivität sehr lange beibehalten konnte. Vor nicht allzu langer Zeit, dachte ich darüber noch Kopf schüttelnt: „OMG, was war ich naiv!“ Nicht immer ist dies vorteilhaft...
Heute sehe ich das ganz anders.
Ich kann mich heute nicht mehr daran erinnern, dass ich als Kind zuhause vor „bösen Menschen“ gewarnt wurde. Daher gab es für mich auch keine „bösen Menschen“. Kein live-Tracker hat meinen Standort jemals als Kind ermittelt.
Nun ist das schon über fünfzig Jahre her, damals gab es einfach noch keine Handys oder Überwachungssysteme für Kinder...
Ich wurde nie vor bösen Menschen gewarnt, bis auf einmal: Mein Opa sah es nicht gerne, dass ich ein bestimmtes Nachbarpärchen besuchte.
Er versuchte mich davon abzubringen, doch ich hörte nicht auf ihn.

Die Folge:
Ich hatte einmal in meiner Kindheit ( ich war damals ca. 11 Jahre alt ) eine kurze, unangenehme Situation mit einem älteren Mann, welcher ich mich aber auch sofort entziehen konnte, ich hatte einfach keine Angst vor ihm. Ich habe in den Menschen immer nur das Gute gesehen. Er ( ich hatte ihm gegenüber immer ein leicht ungutes Gefühl) war ein Nachbar und wohnte mit einer älteren Dame ( sie mochte ich sehr ) zusammen vier Häuser von uns entfernt. Beide hatten ein Klavier und freuten sich, wenn ich sie als Kind besuchte um darauf etwas zu spielen. Eines Nachmittags ging ich wieder einmal zu ihnen, die ältere Dame war nicht zuhause. Er bot mir an, dennoch zu bleiben und etwas auf dem Klavier zu spielen. Ich setzt mich an das Klavier und der Nachbar griff mir von hinten in den Ausschnitt meines Pullovers an meine Brust. In einem Reflex stand ich sofort auf und lief, durch die an das Zimmer angrenzende Terrassentüre, davon.
Ich ging nie wieder zu den beiden, aber es ließ sich nicht vermeiden, ihm ab und zu auf der Straße zu begegnen. Wenn wir uns sahen versuchte er immer wieder, auf eine penetrante Art, mich zu sich einzuladen.
Als es mir zu viel wurde, wünschte ich mir, er wäre tot...
Ich sah ihn damals auf der Straße an und dachte dabei:
"Ich wünsche mir, dass du tot bist, ich will, dass du an Krebs stirbst!"
Einige Zeit später erfuhr ich, dass er an Krebs verstorben war.

Auch in meiner Ausbildung und in den Anfangsjahren meiner beruflichen Laufbahn ( im Angestelltenverhältnis ), behielt ich meine Gutgläubigkeit gegenüber anderen Menschen. Ich sah was um mich herum passierte, konnte dieses aber von mir abgrenzen, mich davon abschotten, ich war einfach ein stiller Beobachter und ließ die anderen ihr Ding tun, ohne mich über meine Beobachtungen mit anderen auszutauschen. Ich sah was andere taten, registrierte dies und hakte es ab, dann verschob ich diese Beobachtung in das hinterste Kästchen meines Denkapparats.
Diese Dinge betrafen mich einfach nicht, es waren die Dinge der anderen. Es waren ihre Angelegenheiten, nicht meine.

Eine kleine Anekdote möchte ich aber doch teilen:
Ich saß in der Mittagspause oft in einer kleinen Filiale meiner Arbeitsstelle und hatte mein Essen dabei, sodass ich mir es in dieser Filiale währen der Pause manchmal gemütlich machte. Wir waren zu zweit, meine Chefin ( eine sehr resolute Frau, verheiratet, mit einem super sympathischen, freundlichen Kollegen, welcher in einer anderen Filiale der gleichen Firma arbeitete) und ich. Meine Chefin blieb auch während dieser Pausen meist in der Filiale und hatte in ihrem separaten Büro regelmäßig während dieser Pausen mit einem Kunden dieser Filiale ein „Meeting“.
Sie sagte dann immer zu mir: „Bitte nicht stören, ich habe ein wichtiges Meeting!“ Während beide grinsend in das Büro eintraten und die Türe hinter sich schlossen.
Nein, ich Naivchen dachte mir nichts dabei!
Erst später, als es hieß, meine Chefin und ihr Mann lassen sich scheiden, wurde mir doch der Zusammenhang klar, während die Gerüchteküche unter den Kollegen schon mächtig brodelte...
Und ich machte mir einfach keine Gedanken darüber, was in Büros so abläuft.

Ich konnte nach den täglichen Arbeitsstunden generell abschalten. Ich verließ die Firma und ließ meine Gedanken an die Firma in der Firma zurück. Meist machte ich auf meinem Nachhauseweg noch einen Abstecher zu meinen Großeltern um mich, in der warmen Jahreszeit, in deren Garten zu legen oder im Garten zu helfen. Ich war und bin schon immer ein Naturkind und spürte und spüre diese Erdung im Freien.
An die Firma dachte ich erst wieder am kommenden Morgen, wenn ich die Firma betrat.
Zum Glück gab es damals noch keine Handy-Whatsapp- Gruppen...
Auch heute bin ich in keiner Handy-Whatsapp-Gruppe.

Meine naiv/ pragmatische Denkweise hat mir geholfen, im Alter von 43 Jahren mein eigenes Unternehmen, ganz ohne Startkapital, zu gründen und sehr erfolgreich zu führen. Trotz vieler zu Anfang belächelnder, spottender Blicke und Einwände anderer, zog ich einfach mein Ding durch, realisierte einen Kindheitstraum und machte mein Hobby zum Beruf.
Mein Plan war damals:
-Ich will Null Risiko
-Ich will kein Geld bzw. nur sehr wenig Geld vorab in das Projekt stecken, ich ziehe das von unten hoch.
-Ich will keine Miete und Nebenkosten zahlen
-Ich will meine Zeit frei einteilen können
-Ich will von überall arbeiten können

und konnte dies alles realisieren. Ich ließ mich nicht von anfänglichen, doch erheblicher Schwierigkeiten unterkriegen, zog mein Ding zielorientiert durch und schaffte es. Schon immer war es bei mir so: Wenn ich es richtig wollte, so wirklich richtig wollte, dann schaffte ich es auch. Aufgeben kam nicht in Frage!

Heute weiß ich, das die kindliche Naivität ein sehr großes Gut ist. Ich war und bin noch immer anderen Menschen gegenüber vollkommen unvoreingenommen, ich ließ mich noch nie durch so genannte Lästereien anderer über andere beeinflussen, sondern machte mir immer selbst ein Bild von den Menschen. So kann ich auch heute noch ganz ohne Vorurteile anderen Menschen begegnen. Oder besser ausgedrückt, wieder begegnen.
Mit wieder begegnen meine ich, dass ich mich heute, wegen meiner Gutgläubigkeit nicht mehr ausnutzen lasse. Dies war ein Lernprozess, welchen ich sehr erfolgreich abschließen konnte.
Heute ist es mir egal, wie andere Menschen mich beurteilen oder über mich denken, denn ich weiß, was ich weiß und was ich kann, das reicht mir völlig und ich bin sehr froh darüber, dass ich mir meine kindliche Naivität so lange bewahren konnte und noch immer bewahre.
Ich konnte all meine Ziele erreichen und werde auch meine zukünftigen Ziele erreichen.

Ich sehe generell nie das Problem, sondern immer die Lösung.
Mein Glas ist nie fast leer sondern immer noch voll.
Ich rede nicht über Menschen, ich rede lieber mit ihnen!

counter3xhab ich gern gelesen
Geschichte Nummer 11272

Kommentare zu dieser Kurzgeschichte

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geschrieben von Angricolan am 03.11.2026:
Kommentar gern gelesen.
Liebe Christina, nachvollziehen ja, aber allem zustimmen nein. Jeder wächst auf in einer anderen Umgebung. Mit Menschen reden kann ich, konnte ich in meiner Jugendzeit weniger, bis ich auf meine spätere Frau traf. Über Menschen muss man reden und deren Verhalten, damit andere, mit Blick zur eigenen Familie, daraus lernen können und Illusionen die sie haben, überdenken. Erlebt habe ich einiges Unangenehme, daraus gelernt allerdings nicht so wie du es schilderst. Bei mir war es mehr die brutale Arbeitswelt voller Falschheit, Intriegen und mehr. In so einem Umfeld beobachtet man schweigend Menschen, zieht seine Konsequenzen im richtigen Augenblick.
Balancieren wir halt weiter so lange es geht.
Auf in den Tag. Angricolan




geschrieben von Christina Kopany am 03.11.2026:

Hallo mein Lieber,
genau, du bringst es auf den Punkt:
Jeder wächst in einer anderen Umgebung auf, ich bezeichne dies als: Jeder wächst in seiner eigenen Welt auf. Ich lasse mich nicht durch (negative)Erlebnisse anderer beeinflussen, weil ich genau weiß, wenn ich dies täte, ich dies auch selbst erleben/erfahren würde.
Da ich von klein auf ein Optimist bin und positiv denke, habe ich von klein auf auch fast nur positive Erfahrungen machen dürfen.
Ich weiß, dass es schwer ist, wenn man ein bestimmtes Alter erreicht hat, noch einmal sich die "Mühe" zu machen und umzudenken. Aber ich weiß auch, dass dies einfacher ist als man sich das vorstellt.
Wenn man 60 Jahre lang sein Leben lebt und denkt: So ist das Leben halt, ja, was solls, ich mache halt weiter, denn was bleibt mir sonst übrig...Was sollte das eigene Leben denn dann für einen Sinn gehabt haben?

Ich bin als Optimist geboren und habe aber auch die Phase des Pessimismus erlebt, indem ich mich selbst darauf einließ. Ich hatte die Wahl und ließ mich darauf ein. Das war nicht die Schuld anderer, sondern alleine meine.
Und daher weiß ich, wie einfach es ist umzudenken und ein wirklich positives Leben führen zu dürfen und zu können.
Ich wünsche dir einen ganz wundervollen Tag mit viel positiver Energie,
ganz viel Licht und Liebe sende ich dir
Vielen Dank für deinen inspirierenden Text
☼♥





geschrieben von Angricolan am 03.11.2026:
Kommentar gern gelesen.
Da möchte ich doch gleich drauf antworten. Mit Schmerzen erwachen, vorsichtig aufstehen und... nein, man kann auch schon am Abend etwas dagegen tun so wie Andere die begeistert(ist übertrieben) davon berichten unter vier Augen. Wir haben es ausprobiert, nun bin ich begeistert, verzichte auf andere Schmerzmittel, bin also optimistisch. Nur bei Nachfrage ergänze ich meine Aussage. Es ist ein natürlicher Wirkstoff den der Körper braucht. Ein empfohlenes, freies Medikament, von einer Schmerzklinik, das wirkt.
Wichtig ist für mich, ich will hier keine Produktwerbung machen, es ist nur ein Hinweis auf etwas das wir bisher von keinem unserer Ärzte bekamen die doch nur die bekannten Schmerzmittel verordnen, helfen auf dauer allerdings wenig.




geschrieben von Rika am 03.11.2026:
Kommentar gern gelesen.
Ich sehe, wir sind uns da sehr ähnlich. Wobei ich weniger eine Optimistin bin sondern eher eine Realistin. Aber ich bin dabei umzudenken. Ich bin ja schon die letzten Tage dabei, nur noch Positives zu denken. Das Interessante dabei: Jedes Mal, wenn ich ins alte Muster zurückfalle oder fast zurückfalle und dann eine deiner Geschichten lese, schaffe ich es wieder, auf dem positiven Weg zu bleiben.

Man liest sich,
Rika




geschrieben von Christina Kopany am 03.11.2026:

@Angricolan:
das ist es, was ich hier vermitteln möchte, andere haben dich inspiriert an dieses Medikament zu glauben, weil du siehst, es wirkt bei ihnen. Sie haben dich dadurch positiv beeinflusst.
Hätten sie das Gegenteil behauptet, hätte das Medikament eher nicht gewirkt.

Wenn du den positiven Weg einschlägst, benötigst du keine Medikamente mehr, du lebst automatisch schmerzfrei.

Ich konnte meine Schilddrüsenunterfunktion, welche ich ca. 20 Jahre lang mit starken Medikamenten hormonell behandeln musste, allein durch die Kraft meiner Gedanken, nur durch positives Denken, heilen. Ich lebe heute gänzlich ohne Medikamente. Symptomfrei. Schmerzfrei. Vollkommen Gesund.
Du benötigst keine Schmerzklinik, du kannst dir selbst helfen.





geschrieben von Christina Kopany am 03.11.2026:

@Rika,
danke für deinen Beitrag
ja, man "ertappt" sich automatisch dabei, wenn etwas negatives in einem hochkommt und kann es dann auch wieder ins positive umkehren, je mehr man darauf achtet und positiv denken will.
Es ist nur eine Sache des eigenen Willens.
Schön, dass meine Texte dir helfen.
Ich schicke dir viel positive Energie, ganz viel Licht und Liebe
hab einen schönen Tag
☼♥





geschrieben von Angricolan am 03.11.2026:
Kommentar gern gelesen.
Das ist zu einfach gedacht. Du bist... wir sind und ich spüre, versuche alles und greife eher wenig zu helfenden Medikamenten. Allerdings, sei froh du hast da so etwas nicht, lebe ich noch weil..
Es gibt Grenzen, ich sah so einige langsam sterben oder halt schnell und dann denkt man darüber nach.
Vielleicht spielt unser beider Altersunterschied eine Rolle und wie unser Leben verläuft, oder verlief bisher.
Meine Frau war im medizinischen Bereich tätig, nur so nebei, habe also meine **Ärztin an der Seite.





geschrieben von Christina Kopany am 03.11.2026:

Ich sah viele mir nahe stehende Menschen langsam sterben ( ich weiß heute, den Tod, wie wir ihn zu kennen glauben gibt es nicht),
irgendwann gab ich auf ihnen zu vermitteln, dass sie sich nur selbst helfen können. Kein Arzt kann heilen, er kann dich nur gedanklich darin unterstützen dich zu heilen, nur heilen kann er dich nicht. Das kannst nur du selbst. Ich gab irgendwann auf, denn ich merkte, dass sie mir nicht glaubten und starben...
Jeder darf selbst entscheiden, wann er geht und wann er kommt, ich stehe hier und sehe mir das alles mit an und denke: Macht ihr nur, ihr werdet spätesten, wenn ihr diesen Planeten wieder verlasst, das große Erwachen erleben...
☼♥





geschrieben von Butterblume am 03.11.2026:
Kommentar gern gelesen.
Diese Geschichte gibt auch mir das Gefühl,
dass ich auf den richtigen Weg bin.

Deine letzten drei Sätze sehe ich genauso.

Gern gelesen, liebe Christina.

Herbstliche Grüße
Butterblume

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