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3xhab ich gern gelesen
geschrieben von die Juditha.
Veröffentlicht: 15.04.2020. Rubrik: Kinder und Jugend


Mama und das rote Kleid

„Am liebsten probiere ich Mamas Kleider an, wenn sie nicht da ist.“ „Das spielte ich auch gerne. Aber jetzt lebe ich mit meinem Papa allein. Aber in seiner Werkstatt gibt es immer was zu entdecken. Hast du was, was du am liebsten anprobierst?“ So unterhalten Anna und Louise, nachdem sie auf ihrem Lieblingsbaum, jede ihren Ast erklommen haben. Anna antwortet: „Ja. Mama hat so ein rotes Sommerkleid. Darin sah sie wunderschön aus. Ich verstehe gar nicht, warum sie es nicht mehr trägt. Jedenfalls hat sie es seit der Scheidung nicht mehr angehabt. Nur noch schwarz, manchmal lila...“ „Ich finde deine Mama echt hübsch... auch ziemlich cool.“ „Ich bin gern bei dir und deinem Papa. Der hat manchmal ganz verrückte Ideen.“ Dann schwiegen die beiden Mädchen eine Weile und schaukelten mit den Beinen. Mit einem Mal meinte Louise mit einem Lächeln, das Anna sofort ansteckte: „Wollen wir uns für Samstag, 11:00 Uhr verabreden und in den Trampolin Park gehen? Mein Papa hat so was angedeutet.“ „Ich glaub, ich könnte meine Mama überreden. Sie kann mir eh nichts abschlagen.“

Louise konnte tatsächlich ihren Vater noch am selben Abend zwei Plätze für 11 Uhr am Samstag zu reservieren. Auch Anna gelang es ihre Mutter vor den Laptop zu setzen und zwei Plätze für 11 Uhr am Samstag zu reservieren. Ziemlich gehetzt kamen zuerst Anna und ihre Mama an. Sie schob Anna in die Umkleidekabine. Eher ruhig und routiniert betreten Louise und ihr Papa die Halle, zeigen ihre Eintrittskarten und gehen zur Umkleidekabine. Von dort bereits auf dem Rückweg sind Anna und ihre Mama. Die beiden Mädchen begrüßten sich herzlich, halten sich an den Armen fest und hopsen. Die beiden Erwachsenen schauen irritiert erst auf ihre Mädchen, dann sich an und begrüßen sich freundlich. „Komm Louise, wir wollen uns warm hopsen.“ Anna schnappt Louises Hand und beide laufen los. Die Erwachsenen hinterher. „Komm Anna, hops mir nach!“ ruft Louise und los geht es. „Oh komm, dass uns in diesem Parcour um die Wette laufen!“ „Du gegen mich?“ „Ja. Dann ich gegen Mama!“ „Dann ich gegen Papa.“ „Und dann ich gegen deinen Papa, oder was?“ Mädchen. Das könnt ihr vergessen! Nicht so schnell!“ Aber das hörte keiner. „Oh ja.“ ruft Anna. „coole Idee.“ sagt Louise. „oh je.“ Sagt René. „och nö.“ sagt Nadine. Aber beide Erwachsene mussten lachen und selbstverständlich machen sie den Spaß mit. Und los geht es. Anna gewinnt gegen Louise. Nadine gegen Anna. Louise gegen René. Nadine und René waren lang auf gleicher Höhe, lachten dabei die ganze Strecke. Um Armeslänge war René schneller am Buzzer. Beide völlig aus der Puste verabschiedeten sich erstmal von den Mädchen und suchten sich eine gemütliche Matte. „Anna, wir sind da drüben.“ sagte Nadine und zeigte hinter sich auf einen unbesetzten Ruhebereich. Anna und Louise beobachteten, wie sich die alten hinsetzten und die ganze Zeit vertieft in ein Gespräch waren. Nadine strich sich die Haare zurück. René redete mit Armen und Beinen. Die beiden jungen verdrehten die Augen und suchten sich ein paar Trampoline in der Nähe aus. Sie gingen immer wieder zur Trinkflasche, die bei Nadine stand. Ansonsten waren sie beschäftigt. Als die Zeit abgelaufen war, gingen alle vier zusammen Mittagessen und schmiedeten Pläne für das nächste gemeinsame Wochenende.

Als Anna zur folgenden gemeinsamen Zeit wieder bei ihrer Mutter ist, trägt Nadine das rote Kleid.

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Kommentare zu dieser Kurzgeschichte

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geschrieben von die Juditha am 15.04.2020:
Liebe junge Leser, die aktuellen Corona Maßnahmen verlangen euch viel ab. Das sehe ich an meinen Kindern. Sie müssen schneller, früher mit ängstigenden Eindrücken, seltsamen Regeln, Verzicht und Disziplin umgehen als ihnen lieb ist. Denen fühlen sie sich noch nicht gewachsen. Vielleicht geht es euch auch so. Wir Erwachsene fühlen ähnlich - wie ihr lesen könnt. Mit der Geschichte möchte ich euch einen kleinen Moment leichter machen.




geschrieben von Dan Prescot am 16.04.2020:
Gefällt mir.




geschrieben von RudiRatlos am 16.04.2020:
Hab's meiner Geliebten Schwester vorgelesen, die ist dabei eingeschlafen. Mir hat es gut gefallen ...




geschrieben von die Juditha am 20.04.2020:
das freut mich

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