Kurzgeschichten-Stories
Autor
Schreib, wie du willst!
Startseite - Registrieren - Login - Kontakt - Impressum
Menu anzeigenMenu anzeigen
1xhab ich gern gelesen
geschrieben 2019 von CMeister.
Veröffentlicht: 06.03.2019. Rubrik: Unsortiert


Knöllchen

Endlich, die Pausenklingel läßt Ralf aus dem Dämmerschlaf während der Mathematikstunde hochschrecken. Die vierte Stunde ist vorüber und gerade berichtet der Klassenlehrer, daß heute die fünfte und sechste Stunde ausfällt, weil der Lehrer für Politik und Wirtschaftskunde erkrankt ist. Aufgeregt stürmen Berufsschüler auf den Pausenhof. Ralf schaut sich um und sucht die Kollegen seiner Fahrgemeinschaft. Plötzlich steht Jürgen neben ihm und fragt: „So, was machen wir denn jetzt mit dem angebrochenen Tag ?“ „Laß uns auf Rainer warten“ entgegnet Ralf. „Eigentlich müßten wir jetzt noch in unseren Ausbildungsbetrieb. Ist so Vorschrift, wenn die Berufsschule weniger als sechs Stunden lang ist“ sagt Jürgen. Plötzlich steht Rainer hinter ihm und sagt: „Ach Jürgen, hälst du dich immer an alle Regeln ? Laß uns lieber in die City fahren und Pizza essen“. Die drei gehen zum Auto und fahren los. Wie immer gibt es keine freien Parkplätze in der Nähe der Fußgängerzone. Und wenn Parkplätze frei sind, sind sie kostenpflichtig. „Da vorne ist noch einer“ sagt Ralf. „Aber da müssen wir bezahlen, das will doch wieder keiner“ sagt Jürgen. „Los fahr rein ich habe eine Idee“ sagt Rainer. „Schaut mal, die Autos hier haben alle schon ein Knöllchen, weil sie die Parkzeit überschritten haben. Wir leihen uns einfach ein Knöllchen von den anderen und klemmen das unter unseren Scheibenwischer. Dann sieht es so aus, als wären wir schon erwischt worden.“ Die drei parken ihr Auto in der freien Lücke und nehmen sich das Knöllchen vom Vordermann. Gut gelaunt gehen sie in die City zum Pizza essen. Nach einer Stunde kehren sie zu ihrem Parkplatz zurück. „Seht ihr, das Knöllchen ist noch dran. Hat doch super geklappt, der Trick“ sagt Rainer“. „Aber da klebt noch ein Zettel hinter dem Scheibenwischer“ sagt Jürgen. Ralf schnappt sich den Zettel und ließt vor: „Lieber Verkehrsteilnehmer, ich wäre beinahe auf ihren Trick reingefallen, aber als ich vorhin die Verwarnung verhängt habe, stand auf ihrem Platz ein roter Ferrari. An den konnte ich mich gut erinnern. Ich habe ihnen daher eine neue Verwarnung geschrieben. Mit freundlichen Grüßen, ihre Politesse“.

1xhab ich gern gelesen

Kommentare zu dieser Kurzgeschichte

Einen Kommentar schreiben

Weitere Kurzgeschichten:

An der Haustür
Gift
Der letzte Entwurf