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geschrieben 2025 von Thomas-A, Stoll (Thomas-A, Stoll).
Veröffentlicht: 16.05.2025. Rubrik: Total Verrücktes


Felix, das kleine Krokodil

Geht ja gar nicht! Quatschgeschichte mit Felix, dem kleinen Krokodil
Mitten im tiefen, dunklen Wald von Grönland, lebte ein kleines Krokodil mit seinem Papa. Eines Tages sagte Papa Krokodil zu Felix: „Der Winter steht vor der Tür und wir müssen hinaus und ein paar Bäume schlagen, damit wir genug Brennholz haben und nicht frieren müssen.“ „Nein Papa“, sagte das kleine Krokodil Felix. Du bleib mal schön zu Hause und werde lieber wieder gesund. Papa Krokodil hatte nämlich ganz doll Bauchschmerzen. Wahrscheinlich lag das an den vielen Erdbeeren, die er gestern gegessen hatte. Schließlich war gestern Sonntag und Sonntags geht Papa Krokodil immer zum Bananenfeld, um Erdbeeren zu pflücken. Nun lag er also mit Bauchschmerzen im Bett. „Ich gehe allein zum Holz schlagen“, sagte Felix, das kleine Krokodil. „Nein“, sagte Papa Krokodil, das ist viel zu gefährlich. Stell dir doch nur mal vor was ist, wenn du dich verläufst und dich nicht mehr nach Hause findest oder du dich beim Holz- hacken verletzt. „Papa“, sagte Felix, „ich bin schon groß und du hast mir den Weg bestimmt schon elfundzwanzig mal gezeigt.“ Während er das sagte, stand er auf den Zehen, um größer zu wirken, als er eigentlich war. Und außerdem bin ich ein Krokodil! „Na gut“, sagte Papa Krokodil. Da nahm Felix also den Holzwagen, eine große Axt, ein Seil, ein Stückchen Kuchen für die Großmutter vom Rotkäppchen, und eine Flasche Brot. Nun machte sich Felix auf den Weg in den Wald. Ein bisschen mulmig war ihm schon zumute denn schließlich war er noch nie allein von zu Hause weggegangen. Aber was sollte ihm denn schon passieren? Er war doch ein großes und von allen gefürchtetes Krokodil. Das redete er sich zumindest immer wieder ein. Allerdings redete er das auch ziemlich laut. Und zwar so laut, dass es auch die anderen Waldbewohner hörten und Felix einen Streich spielen wollten. Natürlich nur zum Spaß! So kam also das Reh, der Hirsch, das Wildschwein, der Fuchs und endlich auch der kleine Eisbär auf der Waldlichtung zusammen. Das Reh und der Hirsch kletterten auf einen großen Baum, das Wildschwein und der Fuchs versteckten sich hinter einem Brombeerstrauch und der Eisbär legte sich mitten auf der Lichtung ins grüne Gras. Mit seinem weißen Fell würde er dort am wenigsten auffallen, dachte er sich. Nach kurzer Zeit kam dann auch schon Felix mit seinem alten und klapprigen Holzwagen auf die Lichtung zu. Die anderen Tiere hörten ihn schon von weitem kommen, denn Felix sagte inzwischen schon ganz laut zu sich selbst, aber auch zu allen anderen, die es vielleicht hören könnten: „Ich bin ein großes und gefährliches Krokodil!“ Der Hirsch und das Reh sahen Felix als erstes kommen. Sie saßen oben in ihrem Baum und kicherten leise. „Sieh mal“, sagte der Hirsch zum Reh, „da kommt ein großes gefährliches Krokodil! Da musste das Reh so laut lachen, dass es sich nicht mehr auf dem Ast halten konnte, auf dem es saß, und krachend und polternd vom Baum fiel. Das hörten natürlich auch der Fuchs und das Wildschwein. Die beiden mussten da natürlich auch ganz laut lachen. Das Wildschwein musste sogar so laut lachen, dass es fast Bauchschmerzen davon bekam und den kleinen Hügel, auf dem ihr Versteck gewesen war, hinunter kullerte. Aber es kullerte nicht einfach irgendwo hin, sondern genau auf die Lichtung zu, wo sich der Eisbär ins Gras gelegt hatte und mittlerweile tief und fest eingeschlafen war. „Achtung!“ rief das Wildschwein. Aus dem Weg! Doch es war schon zu spät für den Eisbären, um wegzulaufen. Mit voller Wucht landete das Wildschwein genau auf dem Hintern vom Eisbär. „Aua“ rief dieser laut und schüttelte das Wildschwein von seinem Allerwertesten. Der Hirsch, der noch immer auf dem Baum saß, hatte natürlich alles gesehen und konnte sich jetzt auch nicht mehr vor lachen halten und fiel ebenfalls vom Baum. Und wo ist der Hirsch wohl hingefallen? Genau auf dem Holzwagen von Felix, dem kleinen Krokodil. Vor lauter Schreck vergaß Felix völlig, dass er ja eigentlich ein kleiner Angsthase war. „Tcha“ rief Felix „das habt ihr nun davon.“ „Kikerimuh-kikerimuh“ rief der Hirsch. Ich bin eine Kuh, bin eine Kuh. Felix, der für solche Fälle immer eine leere Milchflasche in der Hosentasche hatte, hielt diese dem Hirsch an das Geweih, um frische Milch zu zapfen. Nun kam auch der Fuchs hinter dem Brombeerstrauch hervor und konnte sich nicht mehr halten vor lachen. Nun standen alle Waldtiere um den Holzwagen von Felix herum und hielten sich die Bäuche vor lachen. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann lachen sie immer noch.
Doch was ist eigentlich aus Papa Krokodil geworden? Der hat sich vor lauter Sorge um Felix auf dem Weg gemacht, ihn zu suchen. Und als er dann die Waldbewohner und Felix gefunden hatte, musste er natürlich auch lachen. Und zwar so doll, dass er augenblicklich wieder gesund wurde! „Lachen ist halt immer noch die beste Medizin“ sagte er und sah hinüber zum Bananenfeld, wo die leckeren Erdbeeren wachsen. Mitten im tiefen Wald von Grönland...

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Kommentare zu dieser Kurzgeschichte

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geschrieben von Jens Richter am 17.05.2025:
Kommentar gern gelesen.
Hallo Thomas und weil Lachen die beste Medizin ist, musste ich beim Lesen Deines Märchens auch herzlich lachen.
Sehr gern gelesen.
Viele Grüße von Jens




geschrieben von Kargut am 17.05.2025:
Kommentar gern gelesen.
Lieber Thomas,
da wird man auch mit über 60 wieder zum Kind. Eine wunderschöne Geschichte.
LG Kargut




geschrieben von Babuschka am 17.05.2025:
Kommentar gern gelesen.
Eine Lügengeschichte, die es in sich hat.
LG Babuschka




geschrieben von Rautus Norvegicus am 17.05.2025:

Hallo Thomas-A,

eine sehr witzige Geschichte, immer wieder überraschend, sehr überraschend!

Liebe Grüße,
😄
Rautus Norvegicus

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