Veröffentlicht: 29.11.2025. Rubrik: Aktionen
Schlesische Geheimniskrämerei /{Nov.-Aktion 2025}
[Ein Drabble]
Meine Mutter hatte die Angewohnheit, Rezepte nur unvollständig weiterzugeben. Ob bei der Kekstorte "Lukullus", oder ihrem geschmorten Zwiebelgulasch, immer fehlte eine Zutat, oder ein Tipp in der Zubereitungsart. "Das weß man doch", rechtfertigte sie ihre schlesische Geheimniskrämerei.
Schlesische Gerichte wurden oftmals mit ausgelassenem, fetten Speck, sowie einer Prise Zucker zubereitet. Obwohl mir der süß angemachte Kopfsalat nie so gut schmeckte, wie der bayerische, sauere.
Den Schlesischen Kartoffelsalat dagegen liebte ich, dem Kartoffeln, Speck, saure Gurken, ein Stück Apfel, ein Stück Tomate, Salz, Pfeffer und Essig zugegeben wurden. Dass hierbei die Prise Zucker fehlte, verriet mir mein Mütterlein erst im Altersheim.
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