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2xhab ich gern gelesen
geschrieben 2026 von Doris Fischer.
Veröffentlicht: 06.01.2026. Rubrik: Menschliches


Zwei Leben

Max hetzte in das Zimmer, stürzte zum Tisch, griff hastig in das Frühstückskörbchen und riss ein Croissant an sich. Er schaute sich kurz um und ließ sich keuchend in den Sessel fallen, der in der Nähe des Fensters stand. Erneut ließ er seinen erschrockenen Blick durch das Zimmer schweifen, um ganz sicher zu sein, dass sonst niemand da war. Erst als er sich nochmals vergewissert hatte, entspannten sich seine hochgezogenen Schultern und seine angespannten Gesichtszüge, und er sank tiefer in den Sessel und ein gurgelndes Seufzen kroch aus seinem halb geöffneten Mund. Das Croissant hielt er noch immer in der Hand, ohne bisher einmal hineingebissen zu haben. Er war so sehr mit sich und seinen Gedanken beschäftigt, dass er das Gebäck völlig vergessen hatte.
Doch plötzlich fiel sein verwirrter Blick auf das Croissant in seiner Hand, und ohne zu überlegen, stopfte er gierig das ganze Teilchen, bis auf einen kleinen Rest, in seinen weit aufgerissenen Mund hinein. Laut schmatzend erhob sich Max ruckartig aus dem Sessel, stürzte mit drei Schritten an den Tisch, auf dem gebrauchtes Frühstücksgeschirr, eine Kaffeekanne, eine Butterdose, ein kleines Töpfchen mit Marmeladeresten und ein Körbchen mit zwei übriggelassenen Croissants stand. Er bediente sich eifrig und goss Kaffee in eine Tasse, die einzige, die noch unbenutzt auf dem Tisch stand. Mit der Kaffeetasse in der einen Hand und dem angebissenen Croissant in der anderen, blieb er in der Nähe des Tisches stehen, schaute gelangweilt aus dem Fenster und hing weiterhin seinen Gedanken nach, die wie kleine bunte Bilder einen kurzen Moment bei ihm verweilten, um dann weiterzuziehen….
Wie immer kam Max zu spät zum Frühstück, natürlich auch an diesem Morgen. Wie immer waren die anderen Mitbewohner der WG schon längst fertig mit dem Frühstück und bereits auf dem Weg zu ihren Vorlesungen und Seminaren an der Uni. Er stand zu seiner Schwäche, dass er ein Langschläfer war und dadurch oft viel zu spät zu den Vorlesungen kam. Wie immer musste er sich mit den Resten begnügen, die die anderen übrig gelassen hatten. Aber er war ja schon seit jeher ein anspruchsloser Mensch und gab sich mit Wenigem zufrieden.
Das war auch schon früher so, als Max noch ein Kind war. Er durfte immer nur die abgelegten Hosen, Pullover und Jacken seines älteren Bruders anziehen, selbst dessen ausgelatschte Schuhe gingen irgendwann in seinen Besitz über. Er hatte keine andere Wahl, denn das Tragen der abgelegten Klamotten seines Bruders war ein ungeschriebenes Gesetz. Selbst durch Meckern erreichte er nichts- im Gegenteil, er provozierte dadurch nur noch mehr die ablehnende Haltung seiner Eltern. Ob er sich dabei wie ein Kind zweiter Klasse – wertlos, ausgegrenzt, ungeliebt – fühlte, interessierte niemanden.
Damals in der Schule wurde Max deshalb von seinen Mitschülern oft verächtlich angestarrt und gehänselt. Aus purer Verspottung wurde ihm dann der Spitznamen „Lumpensack“ verliehen. Das verletzte ihn so sehr, dass er es unter Tränen seinen Eltern erzählte; aber nicht einmal sie hatten Mitleid mit ihrem Sohn. Er erntete von seinen Eltern nur Kritik, Unverständnis und Ablehnung, obwohl er sich so sehr neue und moderne Klamotten wünschte. Nur um wenigstens einmal von seinen Freunden akzeptiert zu werden. Stattdessen wurde er jeden Tag von ihnen immer nur ausgegrenzt und verspottet.
Max sah sich immer mehr in der Rolle des Mobbingopfers. Aus lauter Verzweiflung darüber versuchte er mit seiner Mutter über sein großes Problem zu sprechen, das ihn Tag und Nacht belastete und verfolgte. Wie immer hörte sie ihm zwar zu, was er zu sagen hatte, aber das war es dann auch schon wieder. Sie hatte wenig Verständnis für die Probleme ihres Sohnes und blieb hart und unnahbar. Er wurde mit dem Kommentar „ Stell dich doch nicht so dran, du bist doch ein Junge, und kannst sich doch selbst gegen ein paar dumme Schulkameraden wehren“ zurückgelassen.
Das distanzierte und gefühllose Verhalten seiner Mutter verletzte Max bis tief in seine Seele hinein. Was hatte er verbrochen, dass er so schlecht behandelt wurde? War er etwa ein Mensch zweiter Klasse? Warum verstand ihn niemand? Nicht einmal seine Mutter! Sein Vater war der gleiche eiskalte und barsche Typ, der ganz selten ein liebes Wort oder eine nette Geste für ihn übrig hatte, ganz zu schweigen von seinem Bruder Tim. Er verhielt sich Max gegenüber genauso abscheulich wie seine Eltern. Streit, Konflikte und Aggressionen waren die tägliche Normalität. Warum behandelten seine Eltern und sein Bruder ihn so schlecht? Was war los mit dieser unliebsamen Familie, in der er nicht akzeptiert wurde, sondern als Sonderling abgestempelt und von seinen Eltern und seinem Bruder bei jeder Gelegenheit ausgegrenzt wurde. War dieses Verhalten seiner Familie nicht schon Strafe genug für ihn, so musste er auch noch die alten Klamotten seines Bruders auftragen! Was für ein unerträgliches und freudloses Leben er damals hatte! Warum? Er hatte keine Ahnung! Er wusste nur, dass er den Schikanen seiner Familie hilflos ausgeliefert war. Er war schwach und dazu verdammt, dies alles zu ertragen.
Mit diesen schrecklichen Bildern im Kopf wurde Max von einer Sekunde zur anderen in die Wirklichkeit zurückgewirbelt…..Was war denn passiert? Wo war er denn? Hatte er etwa geträumt? Nein, er stand noch immer inmitten des Zimmers, in das er vor wenigen Minuten mit eiligen Schritten gehetzt war, um sich noch ein letztes Croissant aus dem Körbchen zu schnappen…. Er hatte noch immer die Kaffeetasse in der einen Hand, das angebissene Croissant in der anderen…und wie versteinert dachte er ein paar Augenblicke lang über das soeben Erlebte nach. Wahrscheinlich war es wieder eine dieser abrupten Sequenzen eines Tagtraums, in den er so unvermittelt und für ihn ohne ersichtlichen Grund abgedriftet war…naja, glücklicherweise handeln solche Träume ja immer nur von seinem früheren Leben, das er schon lange hinter sich gelassen hatte und sich von den vielen schlechten Erfahrungen , die er als kleiner Junge und als Jugendlicher mit seiner Familie durchleben musste, befreit hatte. Oder hatte er sich nur vermeintlich von diesen Erlebnissen befreit? Hatte er sie am Ende doch noch nicht richtig verarbeitet? Denn die Bilder seines jahrelang erduldeten körperlichen und psychischen Schmerzes hatte sein Gehirn anscheinend noch immer auf seiner Festplatte gespeichert. Warum sonst tauchten sie immer wieder auf und ließen ihm keine Ruhe?
Max träumte nicht nur nachts von diesem Martyrium, nein, auch tagsüber tauchte er hin und wieder in die Welt des Traumes hinab, was ihm aber erst hinterher bewusst wurde. So wie es vor wenigen Augenblicken erneut mit ihm geschah. Deshalb versuchte er mit aller Kraft, diesen jüngsten Traum aus seinem Gedächtnis zu streichen. Es ist wie es ist! Ein Traum ist zum Glück nur ein Traum, und die Realität ist jetzt eine andere. Und zwar die wunderbare Realität, in der er nach all den schrecklichen Jahren in seinem jetzigen Leben angekommen und glücklich war.
Hastig trank Max den letzten Schluck des abgestandenen Kaffees aus, und quetschte das letzte Stück des etwas zerdrückt aussehenden Croissants zwischen seine Zähne…! So, das Frühstück hat er nun auch hinter sich gebracht! Er atmete tief durch und stellte die leere Tasse zurück auf den Tisch. Er sah auf die Uhr und wusste, dass er heute schon wieder zu spät zu der Vorlesung kommen würde. Er schaffte es nicht, auch nur einmal pünktlich zu sein. Das musste sich unbedingt ändern, denn nächste Woche stand bei ihm das Abschlussexamen auf dem Programm. Bei diesem Gedanken wurde es ihm ganz flau im Magen, aber er war froh darüber, dass er dieses anstrengende Studium der Medizin und Psychologie nach vielen Jahren endlich zum Abschluss bringen konnte. Denn er freute sich schon seit langem darauf, bis er endlich in seinen lang ersehnten Traumberuf einsteigen konnte.
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Seit einigen Jahren lebte und arbeitete Max nun schon als Arzt und Psychologe in einer renommierten Praxis in einem kleinen verträumten Dorf an der Ostsee. Er freute sich jeden Tag auf die interessante Arbeit und auf neue Begegnungen mit Menschen, die ihn respektierten und ihm dankbar waren, dass er sich selbstlos und aufopfernd um sie kümmerte und ihnen in ihren oft unüberwindlichen Ängsten und Schicksalen Mut und Hoffnung zusprach. Er liebte seinen Beruf leidenschaftlich und diese wunderbare Landschaft am Meer mit den feinsandigen , dünengesäumten Stränden, den wildromantischen Steilküsten, den wogenden Feldern und schattigen Wäldern nahm ihn immer wieder aufs neue gefangen und löste jedes Mal ein intensives Gefühl von Heimat in ihm aus, verbunden mit dem Erleben von unermesslichem Glück und Dankbarkeit.
Nach einem anstrengenden und langen Arbeitstag in der Praxis genoss Max nun mit großer Zufriedenheit seinen abendlichen Spaziergang am Strand und marschierte mit weit ausholenden Schritten dem Sonnenuntergang entgegen. Eine steife Brise wehte ihm um sein Gesicht und fuhr ihm durch seine lockigen Haare. Er genoss dies in vollen Zügen und ließ sich seinen Kopf frei blasen, bis alle störenden Gedanken verschwunden waren und er sich leicht fühlte wie eine Feder, die im Wind auf und ab tanzte. Er marschierte immer weiter, mit kräftigen Schritten, den weiten Strand entlang und bemerkte gar nicht, dass die Sonne schon lange untergegangen war und bereits die Dunkelheit hereinbrach. Denn trotz dem angenehmen Gefühl der Leichtigkeit war er an einem Gedanken hängengeblieben und obwohl er mit aller Kraft versuchte, diesen hartnäckigen Gedanken loszulassen – es gelang ihm nicht! Abrupt blieb er stehen und schaute sich um! Es schob sich nur das Rauschen des Meeres und die Weite des menschenleeren Strandes in sein Bewusstsein. Max erschrak, dass er sich so weit vom Dorf entfernt hatte, und die Häuser in der Ferne nur noch als schwache Umrisse zu erkennen waren. Inzwischen legte sich die Dunkelheit wie eine schwere Decke über das Meer und den Strand und am Himmel sah er schon die ersten Sterne aufblitzen. Plötzlich spürte er, wie die Nacht ihn plötzlich umklammerte und in ihm ein merkwürdig unbehagliches und fremdes Gefühl auslöste, das er nicht zuordnen konnte. Von einem Augenblick zum anderen wurde er von Panik ergriffen und er begann zu rennen, mit weit aufgerissenen Augen, und keuchendem Atem… er rannte und rannte, bis er schweißgebadet und mit angstverzerrtem Gesicht das Dorf erreichte. Er schleppte sich mit letzter Kraft in sein Appartement, wo er sich erschöpft auf sein Bett fallen ließ und in einen tiefen und traumlosen Schlaf versank.
Max wurde erst wach, als die Sonnenstrahlen in sein Zimmer drangen und ganz vorsichtig sein friedlich schlummerndes Gesicht kitzelten. Der abrupte Blick auf seinen Wecker beförderte ihn sekundenschnell in die Wirklichkeit zurück und ließ ihn mit einem Satz aus dem Bett springen. Er riss die Vorhänge zurück und schaute schlaftrunken und ein wenig verstört aus dem Fenster. Was war denn passiert? Warum hatte er den Wecker nicht gehört?
Es ist schon spät am Morgen, Max müsste längst in der Praxis und bei seinen Patienten sein…! Er war verärgert und angespannt. Der Tag fängt ja heute gut an! Tausende von Gedanken jagten durch seinen Kopf, aber er konnte sich nicht daran erinnern, was gestern Abend passiert war…..wo war er gewesen? Hatte er etwa zu viel getrunken? Nein, sein Gedächtnis spielte ihm gerade einen Streich. Er wurde immer unruhiger… so etwas war ihm noch nie passiert! Er grübelte und grübelte und versank dabei für einen kurzen Augenblick in einen traumähnlichen Zustand, als es ihm wie Schuppen von den Augen fiel. Gestern Abend war er am Strand spazieren gegangen. Er war dann plötzlich von der Dunkelheit überrascht worden und dabei in Panik geraten…..er rannte um sein Leben…..er erreichte wohl irgendwie sein Appartement und sein Bett! Max war zwar froh, dass die Erinnerung an gestern Abend wieder zurückkam, aber er verstand andererseits nicht, warum er durch diesen Spaziergang am Strand derart in Panik geraten war! Etwa durch die hereinbrechende Dunkelheit? Oder wurde er von irgendjemandem verfolgt? Oder ging nur wieder einmal seine Fantasie mit ihm durch? Nein, er war sich ganz sicher, dass irgendetwas anders war als sonst! Dieser Gedanke blieb hartnäckig in seinem Kopf hängen und begleitete ihn heute durch den ganzen Tag. Sogar die Arbeit in der Praxis und der Umgang mit seinen Patienten wurden durch sein unkonzentriertes Verhalten und seinen zunehmenden Missmut ziemlich beeinträchtigt. Heute war nicht sein Tag!!!!!
Deshalb verließ Max die Praxis heute früher als sonst und trat schnellen Schrittes und gedankenversunken den Heimweg an. ‚Irgendetwas war anders als sonst ‘. Blitzartig schob sich dieser lästige Gedanke erneut in sein Bewusstsein. Er musste unbedingt nochmals in Ruhe darüber nachdenken, was gestern Abend am Strand passiert war. Zuhause angekommen nahm er sich ein erfrischendes Getränk aus dem Kühlschrank und ließ sich erschöpft in seinen bequemen Sessel auf dem Balkon fallen. Er versuchte zu entspannen, atmete tief durch und ließ dabei seinen Blick in Richtung Meeresstrand streifen. Er genoss die frische Brise, die ihn an der Nase kitzelte und sog dabei den herrlichen Duft von Kräutern und Blumen aus dem vor seinem Balkon liegenden Garten in seine Lungen. Das kühlende Getränk brachte seine Lebensgeister wieder in Schwung und seine trübe Stimmung verflog. Auch die belastenden Gedanken, die ihm heute den Tag verdarben und auf seine mentale Ausgeglichenheit drückten, rückten glücklicherweise immer mehr in den Hintergrund.
Unten am Strand spielten Kinder, die eifrig damit beschäftigt waren, eine Sandburg zu bauen. Ihr Lachen und ihr Stimmengewirr drangen bis zu ihm herauf auf den Balkon und interessiert verfolgte er das Spiel der fröhlichen Kinderschar.
Plötzlich fiel sein Blick auf eine junge Frau, die sich etwas abseits der spielenden Kinder, im Schutz einer Düne, auf einer Decke sitzend und in einem Buch blätternd, aufhielt. Sie hatte dunkelbraune, schulterlange Haare, eine schlanke Figur, die in einem dunkelroten Bikini steckte. Ununterbrochen hatte Max die junge Frau im Visier und sein Blick war wie elektrisiert auf sie gerichtet. Sie blätterte interessiert in ihrem Buch und ließ sich durch nichts aus der Ruhe bringen.
Max dagegen rutschte unruhig in seinem Sessel hin und her und kämpfte mit sich, ob er zum Strand hinuntergehen sollte und die Frau einfach ansprechen sollte. Seine Unruhe wurde von einem Augenblick zum anderen größer, seine Hände wurden feucht und seine Gedanken und Gefühle fuhren Achterbahn. Sein Blick hing wie fixiert an der Frau am Strand und er spürte regelrecht, wie die Luft plötzlich zu vibrieren begann. Er vergaß alles um ihn herum, schnellte blitzartig aus seinem Sessel hoch, rannte hinaus in den Garten und hinunter an den Strand geradewegs auf die Düne zu, wo die junge Frau auf ihrem Handtuch inzwischen das Buch aus der Hand gelegt hat und nun träumend aufs Meer hinaussah. Max blieb abrupt in einigen Metern Entfernung stehen und beobachtete die Frau gedankenversunken.
Gerade in diesem Augenblick drehte sie sich um. Wie vom Blitz getroffen, wurde Max aus seinem Tagtraum gerissen. Ihre Blicke trafen sich und verschmolzen für einen Augenblick lang miteinander. In seinem Kopf verspürte er ein Tosen und Toben wie der Wellenschlag der Meeresbrandung. Eine kribbelnde Erregung durchströmte seinen Körper, sein Herz hämmerte wie wild und er erlebte ein noch nie dagewesenes intensives und unbeschreibliches Gefühl, das ihn völlig aus der Spur warf.
Plötzlich erhob sich die Frau, warf ihre dunklen langen Haare in den Nacken und kam schnellen Schrittes direkt auf Max zu gelaufen. Er stand noch immer wie erstarrt an derselben Stelle und brachte keinen Ton über seine Lippen. So standen sie sich eine gefühlte Ewigkeit wortlos gegenüber und schauten sich minutenlang in die Augen. Diese flirrende Stille wurde plötzlich durch ihre weiche und sanft klingende Stimme unterbrochen: „ Ich bin Alina – und wer bist du?“ Max brachte zunächst keinen Ton heraus, denn er hing noch immer wie elektrisiert an ihren dunklen, Funken sprühenden Augen. Er war wie hypnotisiert und flüsterte ihr ins Ohr: „ Ich bin der Max!“ Da umschlang sie auch schon seinen Hals und sie küssten sich mit einer wilden Leidenschaft, dass sie alles um sich herum vergaßen und in den Strudel einer erotischen Welle hineingezogen, in den warmen Sand sanken, wo sich ihre beiden erhitzten Körper ineinander vergruben.
Am Horizont verabschiedeten sich die letzten Sonnenstrahlen und der inzwischen menschenleere Strand wurde in ein warmes Licht getaucht, das den hereinbrechenden Abend ankündigte. Eine leichte Brise kam auf und streifte das in liebevoller Umarmung im warmen Sand liegende Liebespaar, das sich tief in die Augen blickte und tief verbunden in unermesslichem Glück wie auf einer der zarten Wolken am Himmel schwebte.
Max und Alina haben sich zwar nicht gesucht, aber der Zufall wollte es so, dass sie sich finden - und es war „Liebe auf den ersten Blick“!

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