Veröffentlicht: 03.02.2026. Rubrik: Menschliches
Was sich nicht festhalten lässt
Man hat etwas geschaffen und abgegeben.
Nichts lässt sich mehr ändern, nichts verbessern, nichts nacharbeiten – jede Korrektur würde das Geschaffene nur entwerten.
Die Last ist spürbar leichter, und doch bleibt man stehen:
zwischen Anspannung und Loslassen.
Etwas hält fest, ohne greifbar zu sein.
Die Gedanken beginnen zu kreisen und rauben die Entspannung.
Bis gegen 23 Uhr stellt sich weder Schlaf noch Erholung ein.
Zu dieser Zeit ist klar: Es gibt nichts mehr zu entscheiden.
Der Geist ist erschöpft, die Konzentration verbraucht.
Dann kommt die Einsicht.
Still, ohne Drama.
Die beste Vorbereitung liegt darin, morgen bei Kräften zu sein.
Mehr als eine Eingebung – eine Gewissheit.
Mit ihr darf losgelassen werden.
Körper, Geist und Seele finden wieder zueinander.
Der Körper wird schwer, der Atem ruhig.
Und innerhalb weniger Minuten schläft man ein.
Diese Erkenntnis hat schon oft geholfen.
Und doch scheint sie jedes Mal neu erlernt werden zu müssen.
Vielleicht lässt sie sich nicht festhalten, sondern nur erleben.
2x



