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1xhab ich gern gelesen
geschrieben von Koto7001.
Veröffentlicht: 15.04.2026. Rubrik: Fantastisches


Der Splitter

Karin öffnete ihre Augen. In ihrem Zimmer war es dunkel. Merkwürdig dunkel. Für gewöhnlich gab es in ihrem Raum  immer Punkte an welchen sie sich auch in der Nacht orientieren konnte. Der schmale Lichtstreifen welcher sich durch den Spalt zwischen ihren Fenstervorhängen hindurchzwängte etwa. Es waren vertraute Punkte. Sie gaben ihr Sicherheit. Sie fehlten.
Mit einer Mischung aus Verwunderung und Angst setzt sich die junge Thronerbin auf.

Obwohl es vollkommen ruhig in ihrem Zimmer war, begann sich ein sehr ungutes Gefühl bei ihr einzustellen. Ein Gefühl welches ihr in diesem Moment nur eins sagte: Sie war nicht alleine.

Langsam schob sie ihre Beine vom Bett auf den Boden, ehe sie sich erhob.

"Was willst du hier?" Karin merkte wie die Worte ihren Mund ohne Erlaubnis verließen.


Noch einen Herzschlag lang war es still, doch dann drang das leise Echo von Schritten an ihre Ohren.

"Was für eine unhöflich Begrüßung" Osino's Worte ließen Karin innerlich zusammenzucken  "Dabei wollte ich dir nur ein kleines Geschenk überreichen."


Seine Stimme nahm einen merkwürdigen Unterton an als er das Wort Geschenk aussprach.

Langsam begann sich die  Dunkelheit in ihrem Zimmer zurück zu ziehen, wie als würde sie in einen unsichtbaren Abfluss gesaugt.


Dabei schien sich der Trichter, der Punkt an welchem sich die Dunkelheit verdichtet, weniger als 10 Schritte vor ihr zu befinden.

Doch erst nach dem sich die Dunkelheit endgültig aus ihrem Zimmer zurückgezogen hatte  wurde ihr klar wie nah er ihr in diesem Moment war.

Karin spürte wie ihr Herz zu rassen begann. Dies wurde noch schlimmer als sie sah wie er seine Hände vor der Brust zusammen faltete.

Nur eine Sekunde später öffnete er sie wieder, wobei  diesmal ein winziger, dunkelblauer Punkt zwischen ihnen schwebte. 


Ihre Angst nagelte Karin förmlich am Boden fest. Doch dann sah sie wie sich der blaue Punkt langsam in ihre Richtung zu bewegen begann.

Gerade so wich sie dem Punkt aus, als dieser sich ihr  bis auf eine halbe Armlänge genähert hatte.


Doch blieb er ihr, gelenkt durch Osino's Magie, auf den Fersen.

Der nächsten Annäherung des Punktes konnte Karin durch einen Sprung zur Seite entgehen.
Doch gerade in dem Moment als sie sich herum drehen und in die nächste Ecke des Zimmers laufen wollte, spürte sie etwas an ihrem linken Oberarm.

"Nein!" rief Karin laut, doch ihr Versuch sich aus seinem Griff zu befreien war aussichtslos.

"Halt still !" 
Erneut durchfuhr Karin der Schreck, als sie die Worte des dunklen Wächters vernahm.

Karin musste sich herum drehen, so das ihr Blick erneut auf die Kugel fiel.

In diesem Moment erkannte Karin  dass es gar keine Kugel war, sondern eine Art winziger Glassplitter, welcher eine tiefblauen Farbe aufwies. Nur die Aura in welche er gehüllt war hatte lediglich die Form einer Kugel.

Nur wenige Sekunden später berührte diese ihren Körper, an einem Punkt nur knapp unterhalb ihres  Halses.

Dann verschwand die Kugel, mit samt dem Splitter, in ihrem Körper, als bestünde dieser aus Wasser.

Das nächste was Karin spürte war ein heftiger Schlag. Es fühlte sich an als wenn ihr jemand  einen Blitz durch den Körper jagen würde.

Schließlich wurde alles um sie herum schwarz.


Karin spürte dass sie eine ganze Weile Ohnmächtig gewesen sein musste. Sie hatte Mühe die Augen zu öffnen. Erst nach einigen Versuchen gelang es ihr.

Sie lag auf ihrem Bett. In ihrem Zimmer war es dunkel. Vorsichtig blickte sie sich um, stellte jedoch erleichtert fest dass der dunkle Wächter anscheinend verschwunden war. Alles war wie zuvor.

Doch Karin war klar dass die vorangegangenen Ereignisse kein Traum gewesen sein konnten.

Sie drehte sich langsam auf die Seite und berührte einen der Kristalle, welche zu beiden Seiten neben ihrem Bett aus der Wand heraus ragten.

Der Kristall begann zu leuchten. Das Licht erlaubte der jungen Thronerbin zu sehen ob sie wirklich alleine im Zimmer war.

Zu Ihrer Erleichterung war sie es. Doch hielt dieses Gefühl nicht lange an. Den urplötzlich fiel Karins Blick auf ihren rechten Handrücken. Dort sah sie etwas was das Blut in ihren Adern zum gefrieren brachte: Ein schwarzes Dreieck. Das Symbol des dunklen Wächters.

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Kommentare zu dieser Kurzgeschichte

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geschrieben von Andy Loginius am 15.04.2026:

Hallo Koto, die Interpunktion fehlte und es war etwas schlecht zu verstehen. Aber weiter so. Übung macht den Meister. Grüße Andy

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