Veröffentlicht: 22.04.2026. Rubrik: Aktionen
Der Watzmann zu Berchtesgaden /{April-Aktion 2026}
Über Berchtesgaden ragt ein Felsungetüm hoch hinaus, in den Himmel hinein, der Watzmann.
Der Sage nach soll er einst ein wilder König gewesen sein, von dem die Alten sich erzählten, dass er als Kleines schon Blut statt Milch aus der Mutterbrust getrunken hatte. Er hatte sich dann genau so ein wüstes, furchterregendes Weib genommen und mit ihren sieben zur Wildheit erzogenen Kindern trieben sie mit Hilfe ihrer ungestümen, geifernden Hunde abends ihre wilde Jagd durch das Land, dass die Einwohner sich nur so fürchteten. Aber Gott war langmütig und ließ den König gewähren.
Eines Tages trafen sie auf ein Hirtenpaar, das brav seine Herde hütete. Die Hirtin saß auf einem Ballen frisch gemähtem Heu und wiegte in ihren Armen ihr liebreizendes Kindlein, als ihr folgsamer, treuer Hofhund aufbellte. Die bösartige Hundeschar stürzte sich sogleich auf den Hund, auf das Baby, die Hirtin konnte sich nicht wehren, auch sie erlag der bösartigen Horde. Als der Hirte aus seiner Hütte herausstürzte und das Unheil sah, konnte er den König mit seinem Gefolge gerade noch verfluchen, bevor auch er zerfleischt wurde. Diesmal war es mit Gottes Langmut jedoch vorbei.
Gott verwandelte den König und dessen Sippe zu Stein, den König rechts, die Königin links, dazwischen kann man fünf ihrer Kinder als steinerne Gipfel erkennen. Ihr Blut sammelte sich im Königsee, dessen Wasser noch heute leuchtend blau das Tal füllt.
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