Kurzgeschichten-Stories
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geschrieben 2026 von Markus Mahle (wheely02).
Veröffentlicht: 19.08.2026. Rubrik: Persönliches


Autobiografie z.Thema Beziehnungen, Trennungen, Psychologie, Spritualität und meine diesbezügliche Entwicklung.

Naja… wieso schreibe ich diesen Text? Muss ich mich dafür rechtfertigen? Ja ich glaube schon -
zumindest vor mir selbst. Wir sind ja wohl hier als Menschen um Erfahrungen zu sammeln. Und
von diesen Erfahrungen möglichst viel „mit zu nehmen“. Ich glaube dass man viel mehr mit
nehmen kann wenn man möglichst bewusst lebt! Oder aber auch das Gelebte auf eine Art
aufarbeitet, vielleicht Revue passieren lässt, womöglich in der Form dass man ein Buch schreibt.
Zumindest fühlt es sich für mich im Moment so an. Und es fühlt sich gut und richtig an. Das
erlebte durch das Schreiben andern Menschen zugänglich zu machen fühlt sich auch gut an. Es
wird wahrscheinlich viele Menschen geben die das weniger interessant finden, aber manche wird
es vielleicht geben die es inspirierend finden und das ist schon eine sehr schöne Sache, die
einerseits mich beglückt und vielleicht manchen Menschen auch helfen kann, vielleicht auch nur
weil sie sich durch das geschriebene verstanden fühlen, weil es Ihnen ähnlich geht oder ging…
Mein Schreiben ist konzepltlos- ja Planlos, genau das ist es! Ich mache es nur aus einer
spontanen Intention heraus und habe keinerlei Ahnung was je daraus entstehen könnte oder auch
nicht.
Das Schreiben selbst ist der Weg. Und ich weis auch noch nicht wo er mich hin führt.
Es hat glaube ich auch mit einem gewissen Mitteilungsbedürfnis zu tun. Wahrscheinlich ist das bei
allen Autoren oder Schreibern der Fall…
Ich weis natürlich auch überhaupt nicht ob da jemals ein Buch daraus wird, aber ich schreibe jetzt
einfach mal drauf los … ich finde das momentan befreiend :)
Es geht eigentlich erstmal nur um mich und meine Erfahrungen ( oh Gott wie egozentrisch… ;)
Naja, wen es nicht interessiert, der muss es ja nicht lesen.
Und dann soll es auch noch um meine Beziehungen gehen, um meine „Frauengeschichten“ 😅
Aber tatsächlich habe ich diesbezüglich möglicherweise ein Mitteilungsbedürfnis, ja eine Art
Aufarbeitungsnotwenigkeit, vielleicht um inneren Frieden zu finden.
Zumindest hat sich mir dies in verschiedenen meditativen Sitzungen aufgedrängt und ich wusste
nicht genau wie ich damit umgehen sollte. Die frühkindlichen Traumata, die wahrscheinlich jeder
hat, habe ich schon vielfach aufgearbeitet und nun soll es vielleicht eher um die Erfahrungen
meiner Jugend und meinem Erwachsenenleben gehen.
Dies alles in meditativen Sitzungen und Seelenreisen noch einmal zu durchleben, sich noch
einmal ganz hinein versetzen und die „Gefühle zulassen“ und nochmals durchleben um sie dann
zu wandeln? Habe ich teilweise schon gemacht und kann auch sehr hilfreich sein, ist aber sehr
aufwändig und anstrengend.
Schreiben hat mich schon immer befreit.… also los… ;)
Ich überlege mir im Moment ob ich das chronologisch von vorne oder von hinten, also von jetzt
anfangen soll. Hm? Natürlich kann ich sowieso nicht alle Begegnungen und Begebenheiten
aufschrieben, aber vielleicht zumindest die Dinge die mir im Nachhinein am relevantesten
erscheinen.
Ich glaub ich fange mal von vorne an, also in meiner Jugend.
( Spoileralarm: es gibt ein Happy End, aber vielleicht wird es ja auch durch die Aufarbeitung und
die Mitteilung erst wirklich happy, Ihr dürft also, an meinem inneren Wachstum mitwirken und
teilhaben, einfach durch´s lesen falls Ihr dies möchtet )
( Vorab bemerkt sei auch noch, dass manche Namen aus persönlichkeitsrechtlichen Gründen
geändert wurden )
Nun- ich war ein Spätzünder, soviel kann man sagen, wobei- gezündet habe ich eigentlich schon
sehr früh, nur leider traf der Funke anfangs nie ein entflammbares Herz.
Von frühen kindlichen oder frühjugendlichen Schwärmereien, Doktorspielen oder
gleichgeschlechtlichen ersten sexuellen Erfahrungen möchte ich gar nicht groß berichten, ich
denke, das mag vielleicht nicht uninteressant sein, aber trägt nichts zu meiner Aufarbeitung bei.
Denn das kam mir alles leicht und unbeschwert vor. ( wobei dies wahrscheinlich auch nur
teilweise wahr ist, denn das war natürlich auch alles heimlich, weil es ja „verboten“ war und daher
auch schambehaftet, aber das ist ein anders Thema )
Aber ich denke, ich sollte erst einmal bei meiner ersten großen Liebe beginnen, die ich im Alter
von 18 Jahren erfahren habe. Davor schon hatte ich jahrelang eine Sehnsucht nach Liebe,
Beziehung und Zweisamkeit, die aber immer unerfüllt blieb.
Nici war Teil unserer damaligen Clique. Sie ging auf die gleiche Schule wie ich und sie war die
Freundin eines Klassenkameraden und Kumpels von mir, bei dem wir abends immer regelmäßig
rum hingen und irgend was geglotzt haben, Musik gehört und gequatscht haben und natürlich
auch Bier getrunken.
Sie war eigentlich das einzige Mädel in dieser Clique ( ich gehörte teilweise auch noch zu anderen
Cliquen ) und ich fand sie so toll weil sie so burschikos war. Irgendwie ein richtiger Kumpel aber
auch in einer Weise kommunikativ wie die anderen Kumpels eben nicht waren. Auf eine weibliche
Art kommunikativ. Wo es eben auch um die emotionale Seite und um Gefühle ging.
In meiner andern Clique kannte ( und kenne ich immernoch ) auch männliche Freunde mit denen
ich auf ähnlicher, gefühlsmässiger Ebene kommunizieren konnte ( und kann ) aber die
Kombination von Kumpel und Frau, so glaube ich, hat damals die so starken Gefühle für sie in mir
ausgelöst.
Ich war hals über Kopf verknallt und konnte an nichts anderes als an sie denken. Dass Sie
eigentlich bereits „vergeben“ war änderte daran nichts.
Über Monate sah ich jeden Tag überall Ihr Gesicht und ich konnte mich in der Schule nicht mehr
konzentrieren und schrieb nur noch 0 Punkte-Arbeiten weil ich leere Blätter abgab.
Wenn ich jetzt ein richtiger Schriftsteller wäre, könnte ich sie vielleicht beschreiben, ich weis nicht
ob ich es versuchen soll…
Mittelgroß, blond, nicht ausnehmend hübsch aber so eine gewisse görenhafte Frechheit und
Offenheit und Lustigkeit. Jeden hat sie angequatscht und es war ihr scheißegal wie der ihr
„rüberkam“. Das habe ich bewundert. Ja eine gewisse Derbheit könne ich ihr auch noch
bescheinigen aber trotzdem halt irgendwie süß- jedenfalls war ich hin und weg :)
Nun, es gab eine Situation als ich sie an einem Abend von Ihrem Freund mit dem Auto nach
Hause fuhr. Sie hatte sich mit ihm gestritten und sie meinte ob wir nicht einen Umweg zu einem
kleinen See machen könnten. Ein See, mitten im Nichts abseits einer Landstraße an dem ab und
zu verliebte Paare oder betrunkene Teenies ( wie wir ) hin gingen um zu chillen ( auch wenn es
dieses Wort damals in unserem Sprachgebrauch noch nicht gar nicht gab 😅 )
Wir gingen also vom Parkplatz zu dem See und lehnten uns an einen Baum. Sie umarmte mich
und so standen wir eine Weile. Ich dachte immer ob ich sie vielleicht nun küssen sollte, aber ich
konnte irgendwie nicht, ich glaube ich war einfach zu schüchtern. In meiner Erinnerung hatte sie
eigentlich alle Signale dafür gesetzt aber selbst hat sie diesen Schritt auch nicht getan.
Danach fuhr ich sie nach Hause.
Ich habe mich hinterher, ich weis nicht wie lange, dafür verflucht, verdammt, verurteilt oder sonst
was , dass ich in diesem Moment einfach zu blöd war den richtigen Schritt tu tun! Zumindest
dachte ich, dass dieser Schritt der richtige gewesen wäre.
Aus heutiger Sicht stellt sich mir dies natürlich wieder völlig anders dar. Zum einen weis ich ja gar
nicht wie sie darauf reagiert hätte, zum Andern glaube ich auch nicht dass wir auf Dauer
überhaupt zusammen gepasst hätten ( aber wer weis, auch das kann man nicht wissen 😅 )
Jedenfalls bleib mir damals aus meiner Sicht nichts anders übrig als sie mir komplett aus dem
kopf zu schlagen. Und das war wirklich schwer. Ich sah sie auch immer wieder in der Schule, aber
die Clique mied ich fortan und mischte mich eher unter die andern Freunde die ich hatte.
Ich versuchte sie zu ignorieren und ihr aus dem Weg zu gehen. Und dann kamen auch
Hassgefühle gegen sie in mir auf, das war alles nicht sehr schön. Insgesamt dauerte es ca. 1 Jahr
bis ich darüber weg war.
Und es war seltsam… Hatte ich wirklich in den vergangenen Monaten jede Stunde und Minute an
sie gedacht und überall ihre Gestalt und Gesicht gesehen wo gar nichts war, völlig vereinnahmt
von der Kombination aus Verliebtheit, Abgelehntheit, Einsamkeit, Trauer und Selbstmitleid, so war
ich an einem schönen Ostermontagmorgen auf dem Hundespaziergang plötzlich davon befreit!
Plötzlich nahm ich die Veränderung wahr. Die Gefangenheit in diesen Gefühlen war plötzlich weg.
Mit einem mal konnte ich auch wieder meine Umwelt wahr nehmen, das Wetter, den Hund, die
Gerüche, ich war plötzlich wieder präsent im Leben und nicht mehr gefangen.
Ich weis nicht was damals diesen Wandel ausgelöst hat, aber es war natürlich sehr wichtig für
mich und das Leben ging weiter.
Ich möchte auch noch erwähnen, dass ich auch ein sehr eindrückliches Erlebnis hatte bei dem ich
vielleicht ein halbes Jahr später, nachdem mein Liebeskummer eigentlich schon vorbei war, ich
mich bei meinem Kumpel ( der Freund von Nici ) ins Auto setzte in dem ich früher auch öfters
saß. Plötzlich kam die ganze Intensität der damaligen, inzwischen vergangenen Verliebtheit und
den damit zusammenhängenden Gefühlen des Schmerzes und allem was damit zusammen hing
überwältigend zurück, und es lag an dem Geruch in dem Auto! Ich habe das als absolut krass und
spannend empfunden! Es dauere wenige Minuten an und ich stieg wieder aus dem Auto aus.
Danach wollte ich wissen ob sich das eventuell wiederholen ließe und ich bin wieder in das Auto
eingestiegen. Dann ist das Gleiche nochmal passiert, aber nicht mehr in der gleichen Intensität
und es dauerte auch weniger lange.
Ich bin dann noch ein paar mal ein und ausgestiegen, bis es nicht mehr funktionierte. ( ich glaube
meine drumrum stehenden Kumpels haben sich ziemlich gewundert, was ich da veranstalte ;)
Wie gesagt, das Leben ging weiter und auch die Beziehungskiste, allerdings ließ dies noch
ziemlich lange auf sich warten.
Wieder kamen Jahre der Liebssehsucht und der Einsamkeit. Ich hatte zum Glück viele Freunde
mit denen ich mich sehr gut verstand und mit denen ich immer meinen Spaß hatte und die
Lebensfreude kam nicht zu kurz, ausserdem tröstete ich mich ein wenig mit Sonja, eine von Nicis
besten Freundinnen die aber auch ihre Konkurrentin war. Wir sahen uns sehr häufig und
unternahmen viel zusammen, aber trotzdem nagte immernoch diese - ja ich kann’s nicht anders
ausdrücken- Liebessehnsucht- an mir.
Mein höchstes Ziel war in dieser Zeit eine Freundin zu finden.
In dieser Zeit gab es wieder ein süßes Mädel, eine Schulfreundin, die auch Nicki hieß ( allerdings
eben mit „ck“ ) mit der ich eng befreundet war und mit der ich eine unheimlich gute und tiefe
Kommunikationsebene hatte und die mir durch unsere Gespräche auch immer wieder das Gefühl
gab, dass ich selbst eine feinsinnige und intelligente Person wäre, was mir zu dem Zeitpunkt noch
nicht so ganz vollkommen klar war. Durch diese tiefe freundschaftliche Ebene die wir hatten in
Verbindung mit meiner Liebessehnsucht kamen dann auch hier irgendwelche Begehrlichkeiten in
mir auf, im Sinne von… ich wollte einfach viel mehr Zeit mit ihr verbringen. Die Begehrlichkeiten
waren eigentlich überhaupt nicht sexueller Natur oder ähnliches sondern eher der Wunsch nach
mehr Kommunikation und der dadurch entstehenden Nähe. Sie hatte aber einen Freund und sie
hatte nicht so viel Zeit wie ich gerne mit ihr verbracht hätte.
Als ich sie von zuhause aus mal angerufen hatte um mit ihr darüber zu reden, hat sie mich quasi
„zusammen gefaltet“ Ich sei überhaupt nicht mehr so cool drauf wie früher und sei überhaupt
nicht mehr Lustig und man könnte gar nicht mehr viel mit mir anfangen…. ( ja tatsächlich waren
zu dem Zeitpunkt meine Depressionen ziemlich ausgeprägt und ich fühlte mich wie in einer
Sackgasse aus der ich keinen Ausweg fand )
Jedenfalls sagte sie noch, ich hätte gar kein Selbstbewusstsein und solle irgendwie „mehr mein
eigenes Ding machen“ oder so ähnlich.
Diese Aussage hat mich besonders verletzt und nach dem Telefonat ging es mir erstmal total
dreckig!
Dann stellte ich mir die Frage, wieso mich gerade diese Aussage mit dem Selbstbewusstsein so
getroffen hatte. Die Antwort kam mir dann sehr schnell in den Sinn. Weil es die Wahrheit war!
Diese Erkenntnis hat mich dann mental irgendwie aus dieser Sackgasse katapultiert und ich sah
mich geistig tatsächlich erstmals irgendwie wie aus einer übergeordneten Dimension. Es war als
schwebte ich über meiner Mentalität- über meinen Gedanken und konnte plötzlich ein Labyrinth
überblicken in dem ich zuvor drin war und in die Sackgasse geraten war. Ich sah das Labyrinth
von oben und sah quasi den Ausweg. ( Von oben betrachtet ja kein Problem- wenn man drin
steckt jedoch schon! ) Es war ein Moment der absoluten Klarheit. Ich habe dies damals als ein
psychologisches Phänomen interpretiert. Heute denke ich, dass es schon spirituell war, aber
natürlich hängt dies ja sehr eng miteinander zusammen.
Ich habe es damals als „meinen Flash“ bezeichnet, denn tatsächlich war ich danach aus dieser
Sackgasse befreit und konnte total erleichtert und viel zwangloser leben. Ich habe der Nicki
danach davon erzählt ( sie war erst skeptisch ) aber der Zustand hielt an und es ging mir wieder
richtig gut. Ich habe Nicki noch Jahre später dafür gedankt für ihre klaren und ehrlichen, wenn
auch krassen Worte, die mich wach gerüttelt hatten.
Nina, meine erste Freundin lernte ich kennen als ich 23 Jahre alt war. Sie war echt eine Süße - ich
fand sie süß und sie war glaube ich ganz in mich verliebt. Das war schon sehr schön und toll, aber
die Gefühle von meiner Seite waren lange nicht so intensiv wie ich sie bei Nici erlebt hatte und ich
wusste nicht genau was ich davon halten sollte.
Wir hatten eine schöne Zeit und wir hatten auch beide zum 1. Mal Sex ( sie war 6 J jünger als ich )
und das Ganze war etwas unbeholfen ;) aber es war schön 😊
Leider ging sie wenige Wochen später für 1 J. Nach Amerika und wir hatten dann quasi nur eine
Telefonbeziehung ( damals kostete telefonieren ins Ausland noch richtig Geld und meine Eltern
durften sich über Telefonrechnungen von 500,- DM und mehr im Monat „freuen“ )
Ich hatte das Gefühl, dass ich mich dann in der Zeit während sie weg war immer mehr in sie
verliebte und war wahnsinnig gespannt auf unser Wiedersehen! Zumal, oder obwohl, sie in den
letzten Wochen ihres Amerikaaufenthalts anscheinend immer weniger telefonieren wollte.
Lange Rede kurzer Sinn, sie wollte nicht mehr wirklich was von mir wissen als sie zurück kam…
🤷
Wir waren zwar noch befreundet aber nicht so wie ich es mir gewünscht hätte.
Also wieder Solo… ich litt darunter wieder allein zu sein und fühlte mich trotz vieler Freunde
einsam.
Nadja war ein Mädel welches im Jugendhaus hinter dem Tresen gearbeitet hatte.
Sie schein mir immer sehr persönlich, offen, kommunikativ und lustig was mir sehr gut gefiel.
Tatsächlich weis ich nicht mehr genau die Einzelheiten wie wir zusammen kamen, aber sie hatte
sich irgendwie in mich verknallt und wir wurden ein Paar.
Quasi meine erst richtige Beziehung. Sie hielt 2,5 Jahre an und war von Höhen und Tiefen
geprägt, aber ich hatte auch hier nie so große Gefühle wie ich sie zu Nici empfand oder wie ich es
mir gewünscht hätte.
Ich dachte halt, vielleicht ist eine erfüllte Liebe einfach viel seichter als eine unerfüllte Liebe und
das hat vielleicht so seine Richtigkeit.
Aber nach 2,5 Jahren war dann schon irgendwie die Luft raus und wir haben uns auch nicht mehr
so gut verstanden und dann gab es da plötzlich so ein scharfes Mädel welches im Jugendhaus
aufgetaucht ist.
Antonia war eine Kollegin von meinem Kumpel Mirco- beide Bauzeichner und sie war dann öfters
mit dabei. Auch bei Motorradausflügen. Sie war irgendwie süß und scharf, fuhr auch selbst
Motorrad, war gleichzeitig burschikos und weiblich und sie stand anscheinend auch irgendwie auf
mich.
Eines Abends nach einem Motorradausflug nahm sie mich mit nach hause- ich hatte, nachdem
ich mein umgefallenes Motorrad ( eine Harley Sportster , die auch nicht so ganz leicht war )
aufgehoben hatte, einen Hexenschuss bekommen und Antonia wollte mich massieren…. Tja- das
war schön und so kam eines zum Andern und wir hatten eine Affäre. Zum ersten Mal im Leben
hatte ich Sex den ich als befriedigend und toll empfunden habe. Und es war ausgiebig! Fand ich
toll! 😊
Sie wollte aber auch keine feste Beziehung und ausserdem war sie zu der Zeit auch eine
wahnsinnig stressige Person, total sprunghaft und launisch und zickig, vielleicht halt einfach noch
ein wenig unreif . Sie war 21 und ich 27.
Wie auch immer, wir hatten eine wilde Zeit- Quasi Sex, Drugs, Rock and Roll, Motorräder, alte
coole Autos, Partys, um die Häuser ziehen etc. was man in jungen Jahren halt so macht und ich
hatte Nachholbedarf ;)
Immerhin 2,5 Jahre hat die Beziehung dann doch gehalten, dann wollten wir uns eigentlich
trennen weil die Leidenschaft größer war als die Alltagstauglichkeit der Beziehung…
Sie ging auch fremd, einmal auch mit meinem damaligen besten Kumpel und ich fand mich in
Situationen wieder die ich nur aus Filmen kannte. Nachspionieren, ums Haus schleichen,
inflagrantie, weg fahren, auf die Motorhaube schmeißen, quietschende Reifen, schleudern, Auto
rammen, weg rasen…
Das sind so die Stichworte… im Nachhinein finde ich das alles recht lustig- war jedenfalls nicht
langweilig 😅 , aber meine jetzige Therapeutin und Energetikerin Christina meinte, das sei damals
sicher nicht lustig gewesen und es wäre wichtig den damals empfundenen Schmerz
anzuerkennen anstatt ihn zu verdrängen bzw. zu überspielen denn der Schmerz sei in mir und
meinem Körper gespeichert.
Wahrscheinlich hat sie recht… deswegen der Versuch der Verarbeitung des Ganzen auch durch
das Schreiben und der Mitteilung….
Auch wenn ich damals vom Verstand her dachte, eine offene Beziehung sei sicher etwas gutes,
sinnvolles und wünschenswertes- mit der Umsetzung hatte ich grösste Probleme!
ein Jahr später sind wir dann erst wirklich von einander los gekommen, als sie dann jemanden
neues kennen gelernt hatte. ( mit dem sie inzwischen 25 J später übrigens verheiratet ist ;) Und
inzwischen ist sie auch eine meiner besten Freundinnen :)
Dann kam wieder das Leiden in mein Leben… Trennungsschmerz, Vermissen, Sehnsucht,
Einsamkeit im Herzen…. Auch Depression.
Zu der Zeit hatte ich eine sehr tolle und enge Freundin und Vertraute, die Ilona. Wir verbrachten
sehr viel Zeit und teilweise sogar Urlaube miteinander und wir mochten uns sehr! Alle dachten wir
wären ein Paar, was wir allerdings nicht waren- aus irgend einem Grund gab es keine sexuelle
Anziehung zwischen uns.
Immerhin gab es eine Nachbarin bei uns im Haus, bei der es diese gab und so hatte ich zu der
Zeit zumindest keinen „Notstand“;)
Ilona hatte dann aber „plötzlich“ einen festen Freund und sie beendete unsere Freundschaft
abrupt. Ich habe das zu dem Zeitpunkt nicht verstanden und ich war sehr traurig und verletzt,
aber die Intensität unserer Freundschaft hatte nun in ihrem leben natürlich keinen Platz mehr. Da
war ihr neuer Freund und sie wollten heiraten und eine Familie gründen. Er muß wohl ein
ziemlicher Idiot gewesen sein, nach allem was sie mir im Nachhinein über ihn erzählt hat und wie
er sie behandelt hat. Ich habe inzwischen wieder sehr schönen Kontakt zu ihr, von ihrem Mann hat
sie sich schon lange getrennt und anscheinend wollen nicht mal die 2 gemeinsamen Töchter
inzwischen Kontakt zu ihm haben. Ich glaube er ist ein selbstgerechter Macho. ( was ja
anscheinend auf manche Frauen zumindest initial anziehend wirkt ;)
Mir ging es zu der Zeit also gar nicht gut, ich war solo, hatte Liebeskummer und auch
Depressionen und mir fiel die Decke auf den Kopf.
Mein damaliger Heilpraktiker, ein früherer Schulkumpel von mir, sagte mir damals als ich ihm von
meinen Depressionen erzählte, ich solle mal versuchen jede sich mir darstellende Situation mit der
grössten mir möglichen Liebe zu betrachten.
An diesem Abend, es war ein schöner und sonniger Sommerabend, wollte ich in der Stadt
ausgehen, ich wollte ja auch neue Leute kennen lernen. Mit den „üblichen Verdächtigen“ wollte
ich mich nicht treffen, denn da war alles schon so festgefahren auch in den Beziehungsstrukturen
und es bewegte sich nichts. Also überlegte ich alleine in DIE In-Kneipe unserer Stadt zu gehen
und mich unters Volk zu mischen. Gleichzeitig war ich aber schlecht gelaunt und melancholisch
und leicht depressiv und als ich an der Kneipe vorbei fuhr und die mindestens 200 Leute dort
draussen sitzen und stehen sah, dachte ich mir… oh Mann so ein Auflauf, und jeder setzt seine
Maske auf und macht einen auf cool und toll nur um zu beeindrucken und am besten jemanden
abzuschleppen. Mir kam das dann so ätzend und oberflächlich vor, dass ich überhaupt keine Lust
hatte ( und mich ehrlich gesagt auch gar nicht so richtig traute ) mich dort hinein zu begeben.
Dann fielen mir Peters ( der Heilpraktiker ) Worte ein, alles mit der grösstmöglich Liebe zu
betrachten. Als ich dies dann tat vollzog sich tatsächlich ein Shift! Als ich ein paar Minuten später
wieder an der Kneipe vorbei fuhr und die ganzen Menschen sah, dachte ich plötzlich: Ach wie
schön, es ist so tolles Wetter, jeder will raus, jeder möchte andere Menschen und Freunde treffen,
sich unterhalten, vielleicht auch neue Leute treffen, was trinken und einen schönen Abend
verbringen, wie schön das doch ist!
Plötzlich wollte ich tatsächlich auch dort hin und meine schlechte Laune war weg.
Es wurde wirklich ein schöner Abend und ich traf dort einen Bekannten der mir berichtete er
würde morgen nach Berlin gehen. Und ich so: echt? Cool, wie lange? Er so: keine Ahnung,
vielleicht für immer…. Ich stand mit meiner herunter geklappten Kinnlade da und empfand
spontan einen abgrundtiefen Neid! Wie geil ist das denn?? Und was für ein Mut! Das möchte ich
auch!!! Ich brauche frischen Wind in meinem Leben!!
In der selben Nacht noch als ich zuhause war entschied ich, dass ich mir ein WG-Zimmer in Berlin
suchen würde um zumindest partiell in Berlin sein zu können. 100% weg konnte und wollte ich
auch nicht, weil ich mir das was ich mir hier als selbständiger Fotograf aufgebaut hatte nicht
kicken wollte, schliesslich musste ich ja auch Geld verdienen.
Gedacht-getan, ich flüchtete also nach Berlin. Ich wollte ein neues Umfeld, neue Leute, neues
Potenzial.
Das war am Anfang natürlich nicht leicht, ich kannte dort kaum jemand, allein in einer fremden
Stadt und dann auch noch mit Liebeskummer und teilweise Depressionen… Aber naja, nach
einiger Zeit… ich habe mich extra in eine 6er-WG eingemietet, habe ich mich dort gut eingelebt,
wobei ich sowieso immer zwischen Stuttgart und Berlin pendelte.
Es sollte eine Art Selbstfindungstrip werden, was es dann tatsächlich auch absolut wurde!
Ich habe dort viele schöne Erfahrungen gesammelt und viele tolle Leute kennen gelernt, was mir
in meinem gewohnten, ja fest gefahrenen Umfeld in Stuttgart nicht möglich gewesen wäre.
Annette war dann in Berlin meine erste Beziehungskiste.
Sie war Floristin und ein Bekannter von mir, mit dem ich inzwischen gut befreundet bin und mit
dem ich in Berlin später auch eine WG hatte, hatte mir Annette als Mitfahrgelegenheit vermittelt
und ich nahm sie mit nach Berlin. Sie wollte ebenso wie ich nach Berlin „flüchten“ weil ihr
bisheriges Leben in Stuttgart unerträglich geworden war. Ich kannte sie schon von früher, denn sie
war die Freundin meiner ersten Freundin Nina. Annette fand ich auch damals, Jahre zuvor schon
sehr attraktiv.
Es war Sommer und ich fragte sie ob sie lieber 6 Std. mit einem Kombi über die Autobahn nach
Berlin fahren würde oder lieber mit einem alten englischen Roadster über Landstraßen, was
mindestens 10 Std dauern würde. Sie sagte: Was für eine Frage: Natürlich mit dem Roadster :)))
So kam es dass wir insgesamt 14 Std. im Triumph TR 6 über Landstraßen nach Berlin gefahren
sind, mit offenem Dach, bei schönstem Sommerwetter und in die laue Sommernacht und dann
auch noch bei Vollmond :))
Wir kamen nachts um 2:00 an und sie kam noch mit zu mir. Wir machten ein Feuer auf der
Dachterrasse an und tranken 2 Flaschen Wein… und dann noch 2 Enzian… keiheiner weis was
dahann geschehenen ist…🎶 ( Heino ;)))
Mit Annette hatte ich eine schöne und aufregende Zeit in Berlin. Unsere Beziehung war sehr
leidenschaftlich aber auch sehr unharmonisch. Sie war selbst erst vor Kurzem aus einer
langjährigen Beziehung gegangen und war glaube ich noch nicht wirklich bereit für eine neue,
feste Beziehung. Ich hingegen wünschte mir das sehr.
Als ich mal wieder nach 3 Wochen Stuttgart nach Berlin kam und mich mit ihr und anderen
gemeinsamen Freunden in einem Club traf musste ich fest stellen, dass sie nicht alleine dort hin
gekommen war sondern mit einem Typen namens Ronnie den ich als ziemlich bubihaft empfand.
Naja es stellte sich heraus, das dies wohl momentan ihr Lover war.
Ich war zutiefst getroffen und platzte fast vor Eiversucht.
Zum Glück hatte ich kurz zuvor angefangen zu meditieren und hatte ein Buch bei dem es in einer
bestimmten Meditation darum ging, Gefühle aufzulösen. Das hat hervorragend funktioniert!
Ich wendete diese Methode am folgenden und darauf folgenden Tag jeweils 1x an und die
lähmende, Herz zerfressende Eiversucht war weg.
Ich habe viele Jahre später daraus einen Text erstellt wie man mit dieser Methode starke Gefühle,
Schmerz und Trauer überwinden kann. Der Text kommt später an der Stelle im Buch an dem ich
ihn verfasst habe. Zu diesem Zeitpunkt in Berlin habe ich die Methode jedenfalls erstmals
angewandt.
Jedenfalls war ich hier mit Annette wieder bei dem Thema offene Beziehung und deren
Umsetzung welche mir grösste Schwierigkeiten bereitete. Ich wollte so etwas zu dem Zeitpunkt
eigentlich auch gar nicht mehr. Aber wie gesagt, Annette war nicht bereit für etwas Festes, das
musste ich akzeptieren. Das mit uns ging noch eine Weile, insgesamt ungefähr ein oder eineinhalb
Jahre, aber die Unstetigkeit, dieses on-off und hin und her, das hat mich irgendwann innerlich
zerfleischt und ich musste mir eingestehen, dass mir diese Beziehung nicht gut tat. Ich bin dann
„gegangen“ allerdings unter grössten Schmerzen und Liebeskummer der Monate lang anhielt und
mich auch ein oder 2 Jahre Später manchmal noch heim suchte.
Die Methode Gefühle aufzulösen fiel mir damals nicht mehr ein.
Nun kommt eine Passage, eine Begebenheit die eigentlich nicht direkt etwas mit meiner
Beziehungskiste zu tun hat, die aber für mein Leben doch eine sehr große Bedeutung hat, daher
sei sie berichtet:
Ich ging damals, ich denke, es war das Jahr 2003 mit meiner guten Freundin Natalie in den
Sommerurlaub nach La Gomera. Wir hatten dort eine schöne Zeit, bewegten uns mit dem Bus
oder per Anhalter über die Insel und wanderten viel.
Gegen Ende des Urlaubs verbrachte ich 2 oder 3 Tage und Nächte in einer Finca, wobei Natalie
es vorzog bei den Nackt-Hippies in den Höhlen zu wohnen, das fand sie interessant und
faszinierend.
Eines morgens waren wir verabredet eine gemeinsame Wanderung zu machen und durch den
Barranco de Argaga aufzusteigen. Als sie zum verabredeten Zeitpunkt nicht erschien kraxelte ich
nach hinten zu den Höhlen am Strand um nach ihr zu sehen, wir hatten ja damals noch keine
Handys. Sie hatte die Nacht durch gemacht und gekifft und war entsprechend unpässlich ;)
( Leider ) konnte sie daher nicht mit auf die Wanderung kommen.
Das "leider" steht in Klammern, denn wenn sie mit gekommen wäre, hätte ich die Erfahrung
welche ich an diesem Tag machen durfte mit Sicherheit nicht gemacht!
Ich stieg also alleine durch den schönen und beeindruckenden Barranco ( ein ausgetrocknetes
Flussbett eines einst reißenden Flusses ) auf.
Die Landschaft war so schön und beeindruckend, dass meine komplette Aufmerksamkeit
gebündelt war. Nur ausgerichtet auf diese Natur, die für mich exotisch und aufregend wirkte.
Und da ich alleine lief, gab es auch niemanden mit dem ich über irgend etwas hätte reden
können, daher waren die Eindrücke um so tiefer da es keine Ablenkung gab.
Es kamen Glücksgefühle in mir auf, je höher ich stieg umso mehr.
Man könnte sagen, meine Aufmerksamkeit oder mein Bewusstsein wurde somit geradezu
absorbiert von der Natur. So zumindest könnte ich es am treffendsten beschreiben.
Es gab kaum mehr Gedanken in meinem Kopf- nur Staunen und Wahrnehmung. Ich lebte in
diesen Stunden der Wanderung quasi total im Hier und Jetzt.
Als ich oben angelangt war, sah ich auf einer mir gegenüberliegenden Talseite ein einzelnes Schaf,
vielleicht 100m Luftlinie entfernt.
Weit und breit war kein anders Schaf zu sehen und auch sonst sah ich keine Tiere.
Das Schaf schaute zu mir herüber, und ich zu ihm.
Dann überkam mich ein tiefes Gefühl der Verbundenheit zu diesem Schaf. Schließlich schienen
wir beide hier oben die Einzigen zu sein und das verband uns irgendwie.
Dann sah ich die Bäume an und die anderen Pflanzen und Gräser und fühlte plötzlich auch zu
ihnen eine tiefe Verbundenheit.
Das Verbundenheitsgefühl dehnte sich immer mehr aus und erstreckte sich auf den ganzen Berg
und die ganze Umgebung bis hin zu dem Bewusstsein, dass ich selbst mit dem ganzen Planeten
verbunden bin und nicht von ihm getrennt, denn schliesslich bin ich aus ihm entstanden und lebe
durch ihn und von ihm und bin letztlich ein Teil von ihm.
Dann schaute ich meinen nackten Arm an und sah und spürte wie die Sonne auf meiner Haut
angenehm warm brannte. Dadurch wurde mir bewusst, dass ich ebensowenig von der Sonne
getrennt bin, denn schliesslich lebe ich nur durch die Sonne und durch alles welchem sie das
Leben ermöglicht, wie die ganze Natur, Pflanzen, Tiere und alles wovon ich mich auch ernähre
und woraus letztlich mein Körper auch besteht.
Dann hatte ich das Gefühl, dass ich mich nackt ausziehen müsse, damit nichts mehr zwischen mir
und der Sonne ist, was ich dann auch getan habe. Ich habe dann die Sonne intensiv überall auf
dem ganzen Körper gespürt.
Dann wurde mir bewusst, dass es sich ebenso mit dem ganzen Universum verhält, und dann kam
ich plötzlich in einen Zustand den ich nur mit Erwachen beschreiben kann.
Ich habe mich zum 1. Mal in meinem Leben richtig wach gefühlt, was so viel heisst, dass dieses
Erlebnis sehr viel realer und intensiver war als alles was ich je zuvor erlebt hatte.
Als wäre ein dichter Schleier von mir genommen worden.
Ich verstand plötzlich alles- und es war eigentlich sehr viel mehr als verstehen- es war eine
Bewusstheit, eine bisher ungekannte Klarheit, eine absolute Gewissheit und ein tiefes Gefühl des
Friedens und der Verbundenheit mit allem was existiert. Und auch mit allem was je existiert hat
und existieren wird.
Es war nicht so dass ich auf alles eine Antwort bekommen hätte, sondern es existierten einfach
keinerlei Fragen, es war einfach alles nur klar! So klar wie Kloßbrühe!
Und nicht nur eine tiefe Geborgenheit und Verbundenheit habe ich dabei empfunden sondern ich
hatte das tiefe Bewusstsein, ja die Gewissheit, dass ich ein Teil dieses Ganzen bin. Ich BIN das
alles... also zumindest ein untrennbarer Teil dieser Einheit. Ein untrennbarer Teil Gottes.
Es war ein Bewusstseinszustand den ich nur als Erleuchtung bezeichnen kann.
Man könnte es vielleicht auch Gotteserfahrung nennen.
Ich möchte es nicht als ausserkörperlich bezeichnen, aber mein Bewusstsein hatte sich extrem
ausgedehnt und fühlte sich frei und grenzenlos an. Meinen Körper sah ich jedoch nicht von
aussen.
Wie lange dieser Zustand anhielt kann ich nicht sagen, aber jedenfalls war es nicht sehr lange.
Danach bin ich wieder in mein normales Alltagsbewusstein gekommen. Dieses hat sich dann im
Vergleich zu dem zuvor erlebten irgendwie flach und stumpf angefühlt und ich versuchte
irgendwie wieder in diesen wunderbaren Erleuchtungszustand zu gelangen, was jedoch leider
nicht gelang.
Später hatte ich die Möglichkeit in manchen Meditationen einen ähnlichen Zustand zu erreichen,
aber das gelingt mir nur recht selten.
Ich weiß jedoch seither noch sicherer als es zuvor mein Glaube war dass die geistige Welt existiert
aus der wir kommen und in die wir auch wieder zurück gehen und dass wir hier nur als Gast in
einem menschlichen Körper auf der Erde sind um Erfahrungen zu sammeln.
Eine Angst vor dem Tod habe ich seither nicht mehr und ich kann mein Leben seither sehr viel
leichter nehmen
Es war ein tief spirituelles Erlebnis und seither befasse ich mich viel mit diesem Thema - mit der
geistigen Welt die mir seit dem immer wieder sehr viel realer vorkommt als das irdische Leben
welches wir nur vorübergehend erleben.
Nichtsdestotrotz kommt und kam mir auch das irdische Leben immer wieder ziemlich real vor, vor
allem in Verbindung mit der Beziehungskiste ;) Aber ich habe den Eindruck, dass ich mein Leben
seit dem sehr viel leichter nehmen kann.
Es gab danach auch noch einen Moment an dem meine jahrelang immer wieder kehrenden
Depressionen ein endgültiges Ende fanden. Mein Leben wurde also seither immer leichter für
mich.
Der Moment in dem meine Depressionen ein jähes und endgültiges Ende fanden stellt für mich
auch einen absoluten Wendepunkt dar. In den Jahren zuvor ( mindestens 12 Jahre o.ä. ) war es
wirklich so, dass es mir höchstens in der Hälfte meiner Lebenszeit normal oder gut ging. Die
andere Hälfte war geprägt von Selbstzweifeln, Düsternis, Melancholie, Energielosigkeit und
irgendwelchen Gefühlen, die ich sehr schwer beschreiben kann, die sich einfach nur schrecklich
schwer und fast unerträglich angefühlt haben. Offensichtlich war es jedoch so, dass diese
Gefühlsschwankungen nichts mit meiner äusseren Situation zu tun hatten, denn ohne dass sich
irgend etwas verändert hätte, konnte es mir an einem Tag hundeelend gehen und am nächsten
Tag wieder ganz normal bzw. gut.
Immer wenn ich mir mal überlegt hatte einen Therapeuten aufzusuchen war das schlimme Gefühl
dann erstmal wieder weg und ich habe dann doch nichts unternommen. Ich kannte zu dem
Zeitpunkt in dieser Hinsicht auch absolut niemanden und es kam mir unendlich schwierig vor
überhaupt jemanden zu finden mit dem ich diesbezüglich hätte arbeiten können.
Aber dann in Berlin habe ich mich einmal an einem Abend einem Kumpel und Mitbewohner
anvertraut. Wir waren mit unserer Berliner Clique auf einem Tanzschiff ( die Hoppetosse ;) und
hatten unseren Spaß! Überhaupt hat Alkohol und Party meine Depressionen oft ganz gut auflösen
können. ( Vielleicht bin ich deswegen auch zu einer Art Hedonist geworden )
Jedenfalls habe ich dem Mato von meinen Depressionen erzählt. Vielleicht möchte ich noch kurz
erwähnen, dass Mato in unserer Clique der absolute Party-Löwe war. Hat manchmal 3 Tage und
Nächte am Stück durch gemacht und danach 3 Tage und Nächte geschlafen 😅
Was er sich ausser Alkohol noch alles eingebaut hat weis ich nicht.
Jedenfalls erzählte ich ihm von meinen immer wiederkehrenden Zuständen und er sagte: „Das
kenne ich auch, so ging es mir früher auch oft. ES KOMMT NUR DARAUF AN OB DU DEN
DÄMON IN DIR LEBEN LASSEN WILLST ODER NICHT.“
Ich konnte mit der Aussage nicht viel anfangen, denn ich glaube nicht wirklich an so etwas wie
Dämonen oder Ähnliches. Trotzdem war es ein schönes, persönliches und offenes Gespräch und
es war ein toller Abend auf der Hoppetosse und wir hatten alle viel Spaß!
Am nächsten Tag ging ich in der 6-er WG in die Küche welche auch gleichzeitig der
Gemeinschaftsraum mit Sofas und Fernseher und so war, und es war niemand da. Vielleicht
schliefen die andern noch, ich weis es nicht. Jedenfalls fielen mir Matos Worte vom gestrigen
Abend wieder ein mit dem Dämon. Und dann überkam mich ein Gefühl von…. ich weis im
Moment noch nicht wie ich es ausdrücken soll… ja… als ob diese Depression tatsächlich mit
irgend einer Wesenheit zu tun hätte, die mich besetzt, quasi wie hinten auf meinem Rücken sitzt,
grauschwarz und eklig und matschig aussieht und mich aussaugt! Meine ganze Energie aussaugt
und negative, schrecklich düstere und schwere Energie in mich einbringt… oder so ähnlich… ist
wirklich nicht leicht zu beschreiben.
Auf jeden Fall hatte ich zum ersten Mal den Gedanken oder das Gefühl, dass diese Depression
oder diese Empfindungen und Energien nichts mit mir zu haben bzw. nicht zu mir gehören.
Was dann passierte war folgendes: Ich habe diesem „Wesen“ oder dieser Energie gegenüber
plötzlich einen abgrundtiefen Hass empfunden und eine absolut krasse Aggression entwickelt,
und ich sagte zu diesem Wesen oder der Energie sinngemäß: WENN DU DICH NOCH EINMAL
BLICKEN LÄSST, MICH NOCH EINMAL HEIMSUCHST - ICH DREHE DIR DEN HALS UM UND
QUETSCHE DICH AUS!!! WAGE ES NICHT!!!
Hört sich irgendwie scary an finde ich, aber das war der absolute Endpunkt meiner Depressionen!
Sie waren einfach weg und sind nie wieder zurück gekehrt- was für eine Befreiung!!! Das war vor
nunmehr ca. 25 Jahren.
Suse war ein Mädel aus meinem Stuttgarter Umfeld und wir lernten uns auf einer
Schulabschlussfete kennen auf der wir rum knutschten. Ich schätze mal ich war zu dem Zeitpunkt
ungefähr 32, Suse war 22. Wir fanden uns süß, wir hatten eine wirklich schöne Zeit, machten
Ausflüge, fuhren Motorrad, gingen in Kneipen und hatten guten Sex. Sie arbeitete auch in einer
Esslinger Kneipe als Bedienung, hauptberuflich arbeitete sie als Betreuerin in einer
Behindertenwohngruppe. Ich fühlte mich von ihr irgendwie angehimmelt, was ich zwar schon
auch genoss, mir aber auch manchmal komisch vor kam, weil ich nicht das Gefühl von „auf
Augenhöhe“ hatte. Das Gefühl hatte sie wahrscheinlich auch, trotzdem war ich dann sehr
überrascht als sie unsere Beziehung abrupt und ohne Angabe von Gründen beendete.
Ich hätte unserer Beziehung noch viel mehr Zeit zur Entwicklung gegeben, aber, vielleicht spielte
da auch der Altersunterschied eine Rolle, sie wollte wohl eher auf zu neuen Ufern….
Ich war schon verletzt und auch traurig, aber zu dem Zeitpunkt hatte ich bereits den Eindruck,
dass ich, nach all dem was ich zuvor erlebt hatte, sehr viel besser mit einer Trennung umgehen
konnte, was sicher auch der Fall war.
Melanie sah ich zum ersten mal als ich mit meinem guten Kumpel Ebsen in Berlin beim Thai
Imbiss war. Sie kam mit ihrer Schwalbe angerauscht, nahm ihren Helm ab und enthüllte dadurch
ihre langen Rastalocken. Das gefiel mir richtig gut und ich wollte sie kennen lernen! Sie war eine
Freundin von Ebsen. Leider berichtete er mir, sie würde in Kürze für ein Jahr nach Indien zum
studieren gehen, das fand ich blöd!
Zu einem späteren Zeitpunkt hatte ich aber dann doch noch die Gelegenheit sie kennen zu lernen,
auch wenn sie da leider keine Rastas mehr hatte, aber ich fand sie trotzdem süß. Auf unserer WG-
Party kamen wir uns näher.
Ich stellte mir in der Zeit immer wieder, wenn etwas mit einer Frau begann die Frage, ob wir auf
Dauer zusammen passen würden oder nicht. Mit Melanie konnte ich mir das anfangs eigentlich
schon gut vorstellen, wir hatten uns auch schon darüber unterhalten, dass wir beide Kinder
wollten und solche Dinge, aber irgendwie war unsere Beziehung relativ leidenschaftslos und wir
trennten uns einige Zeit später wieder. Inzwischen lebt sie mit einer Frau zusammen und hat 2
Kinder von 2 schwulen Männern… Tja- was es alles gibt :) Ich finde es gut, dass so etwas heute
möglich ist! Als ich sie das letze Mal traf, das war vor ein paar Jahren, da hat sie einen sehr
zufriedenen und in sich ruhenden Eindruck auf mich gemacht, das hat mich sehr gefreut!
Ulrike…. Das ist ein längeres Kapitel, welches ich allerdings hier nicht in proportionalem Umfang
behandeln möchte. Mit ihr war ich 9 Jahre zusammen und die meiste Zeit der Beziehung war eine
Katastrophe.
Kennen gelernt haben wir uns durch die Vernissage bei der Eröffnung ihres Designbüros in
Stuttgart auf der ich einige meiner Fotos ausstellte. Die Connection kam über einen Kumpel der
sowohl sie als auch mich kannte. Durch die Arbeit an der Vernissage kamen wir uns näher und
fanden uns irgendwie gegenseitig gut. Wir stellten auch fest dass wir gemeinsame Ziele hatten
wie z.B. eine Familie zu gründen und aufs Land zu ziehen.
Wir wurden also ein Paar und setzen unsere Pläne tatsächlich um. Das war natürlich auch alles
sehr schön und spannend, ich erinnere mich noch gerne daran wie wir jedes Wochenende los
gezogen sind um uns auf dem Land Häuser anzuschauen, die wir eventuell kaufen wollten.
Wir fanden nicht rechtzeitig ein Haus zum Kauf, sie musste aus Ihrer Wohnung raus und
ausserdem war sie schwanger. Also mieteten wir vorerst ein Haus im Nordschwarzwald.
Nachdem wir zusammen gezogen waren und unser 1. Sohn auf die Welt gekommen war, wurde
unsere Beziehung allerdings immer schwieriger. Kurze Zeit später konnten wir dann in der Nähe
wo wir wohnten dann doch noch ein tolles altes Schulhaus von Bj. 1846 kaufen, welches wir nach
einigen Renovierungsarbeiten dann auch bezogen haben. Es war eine tolle Gegend, ein tolles
Haus und es war unheimlich schön ein Kind zu haben und aufwachsen zu sehen! Das hatte ich
mir immer gewünscht und das war soo schön!
Das Landleben gefiel mir auch sehr gut. Ich war allerdings auch regelmässig in Stuttgart wo ich
mein Büro hatte. Ulrike war auch selbständig und wir teilten uns die Erziehung und
Kinderbetreuung 50-50 auf. Eigentlich ja alles sehr schön, das ganze wurde jedoch getrübt von
unserer sehr unharmonischen Beziehung und selten konnte ich das alles so genießen wie ich es
gerne getan hätte. Emotional war ich zu der Zeit allerdings so stabil dass ich das alles aushalten
konnte und natürlich wollte ich wegen unserem Kind auch nicht abhauen.
Ulrike wurde dann gut 5 Jahre später zum 2. Mal schwanger und wir bekamen unseren 2. Sohn.
Wir freuten uns beide sehr, auch wenn unsere Beziehung nach wie vor eher katastrophal war. Wir
stritten jeden Tag und das wurde nicht besser.
Als ein Streit mal wieder eskalierte warf sie mich aus dem Haus- ich solle verschwinden- 9 Jahre
seien genug! Da konnte ich ihr nur beipflichten und 5 Minuten später war ich verschwunden und
auf dem Weg in meine Stuttgarter Wohnung. Ich erinnere mich noch ganz genau an das Gefühl
was ich dabei hatte. Ich wusste genau, dass ich diesmal nicht wieder zurück in diese Beziehung
gehen würde und war so unglaublich befreit, ja so froh- geradezu glücklich diesen
Lebensabschnitt nun beenden zu können. Ja, ich war ihr auch wirklich dankbar für diesen Schritt,
denn ich hätte mir nicht erlaubt meine Familie sitzen zu lassen, auch wenn mir schon lange zum
davon laufen zumute war!
Gleichzeitig war ich zuversichtlich dass wir das mit den Kindern hin bekommen würden ohne dass
sie Schaden nehmen würden.
Wie das im Einzelnen verlief soll jetzt hier gar nicht Thema sein aber ich bin sicher wir haben es
tatsächlich hin bekommen, die Kinder sind großartig geraten und sind tolle Jungs, inzwischen 13
und 18 Jahre alt. Es war mit 100%iger Sicherheit besser dass wir uns getrennt haben, anstatt die
Kinder unserem ständigen Stress auszusetzen.
Jedenfalls im Jahr 2014, nach unserer Trennung hatte ich Lust nochmal ein wenig die Frauenwelt
abzuchecken sozusagen, auch wenn ich auf keinen Fall gleich wieder in eine Beziehung gehen
wollte. Ich meldete mich ein paar Monate später auf anraten einer Freundin auf einem Dating-
Portal an. Sie sagte, zu verlieren gäbe es ja nichts. Im schlimmsten Fall hätte man vielleicht einen
Abend mit jemandem verbracht den man nicht so toll fände, aber zumeist hätte man doch
mindestens einen interessanten Abend. Und wer weis, vielleicht würde ja auch mehr daraus
entstehen. Diese Argumentation fand ich überzeugend.
Tina- eine Heilpraktikerin aus einer hübschen Kleinstadt nicht weit von Stuttgart. Wir trafen uns in
einem dortigen, sehr schönen Biergarten und verbrachten einen wunderschönen, großartigen
Abend dort zusammen. Wir unterhielten uns prächtig, lachten viel und waren uns überaus
sympathisch. Erstes Date und gleicht der Jackpot!
Das war schon krass.
Wir waren beide Hals über Kopf verliebt und schwebten 3 Jahre lang auf Wolke 7 bis die
Beziehung dann irgendwann „normaler“ wurde. Aber hier war alles da was ich mir immer
gewünscht hatte, Liebe, Leidenschaft, Familie ( sie hatte auch 2 Kinder ), wenn auch Patchwork
aber das fand ich super, sie war ein super Kumpel eine super Liebhaberin auch sehr sensibel und
liebevoll und sehr spirituell was mich auch sehr faszinierte.
Sprich- es war die bis dahin schönste Zeit meines Lebens und das gleiche empfand auch sie.
Die Trennung kam dann nach gut 5 Jahren. Bis zum Schluß lief die Beziehung sehr gut und wir
waren ein glückliches Paar.
Bis auf die letzten paar Wochen, da wurde Tina immer unentspannter und aggressiver und
irgendwann schlug die Aggression auch in meine Richtung. Sie regte sich plötzlich über Dinge an
mir auf, die schon immer so waren und war zunehmend schlecht gelaunt, irgendwie auch
überheblich und griff mich immer wieder wie aus heiterem Himmel an. Natürlich ist mir bewusst,
dass zu einem Streit immer 2 gehören, und dass ich sicher meinen Anteil daran hatte. Darum soll
es jedoch hier gar nicht gehen…
Es war einfach nur so, dass wir quasi in eine Krise gerutscht waren und ich einfach immer dachte-
ok- hier gibt es Probleme- lass uns irgendwann mal bald in Ruhe über alles reden und die Dinge
aufarbeiten. Irgendwie passte der Zeitpunkt aber anscheinend nie, manchmal sagte sie einfach,
heute wolle sie nicht darüber reden oder Ähnliches. Also wartete ich ab.
Nach einer kurzen Geschäftsreise in die Schweiz fuhr ich zurück nach Hause. An dem Abend war
ich mit Ihr und ihren Kindern zum Raclette-Essen verabredet.
An dem Tag der Heimfahrt geschah etwas Seltsames:
In dem Moment in dem ich mich ins Auto setzte kam mir plötzlich der Gedanke „Trennung“ in den
Kopf. Trennung, Trennung, Trennung…
Ich dachte: „was soll der Gedanke, will sie sich von mir trennen?“ „So ein Quatsch, das kann ja
gar nicht sein, wir haben seit Kurzem eine Krise und man muß mal über alles reden und die Dinge
aufarbeiten!“
Ich habe versucht, die Gedanken weg zu drücken und an etwas anderes zu denken, aber es
gelang nicht! Stunden lang, gingen mir die Gedanken um unsere Trennung nicht aus dem Kopf, so
sehr ich das auch probierte.
Das ging so weit, dass ich mir schon bildlich vorstellte, wie die Trennung vonstatten gehen sollte
und was danach sein würde… Würde ich weiterhin in dem Ort wohnen bleiben, in den ich
ihretwegen hin gezogen war? Würde ich weiterhin bei ihr arbeiten? ( ich half ihr 2 Vormittage in
der Woche in Ihrer Naturheilpraxis ) Würde ich solo bleiben? Mir eine andere Frau suchen….?
Würden wir Freunde bleiben? Alles Mögliche ging mir visionär durch den Kopf- bis hin zu einer
erhabenen Sichtweise unserer ganzen Beziehung und einem in dem Moment entstehenden
Wissen: Wir waren für einander bestimmt einen gewissen Teil unseres Lebens als Paar zusammen
zu gehen, es war eine wunderschöne Zeit, vielleicht die schönste Zeit unseres Lebens, aber nichts
währt ewig und nun ist die Zeit einfach vorbei und es darf etwas Neues kommen.
Es breitete sich ein gewisser Frieden in mir aus und das Bewusstsein, dass alles seine Richtigkeit
hat.
Das Ganze wechselte sich ab mit Gedanken wie: „was denkst Du nur für einen Schwachsinn,
niemals wird Sie sich von Dir trennen, man kratzt doch nicht bei den ersten aufkommenden
Problemen in der Beziehung die Kurve- nach allem was zwischen uns war!! Das kann unmöglich
sein.“
Ich fragte mich einfach, warum ich nicht davon ablassen konnte so zu denken.
Als ich nachmittags bei mir zuhause ankam, bekam ich eine SMS von Ihr, dass sie mich heute
Abend lieber bei mir besuchen wolle, als bei ihr Raclette zu essen, sie wolle mit mir reden…
Zu dem Zeitpunkt war ich bereits zu 100% sicher, dass sie sich von mir trennen würde.
Wenn Sie es nicht getan hätte, hätte ich es als absolut seltsam empfunden…
Und so war es dann auch… Sie besuchte mich, wir setzten uns ans Feuer, assen eine Kleinigkeit
und dann fragte ich, was anliegen würde.
Dann sagte sie, dass sie unsere Beziehung so nicht mehr wollen würde. Ich fragte: „so nicht mehr
oder überhaupt nicht mehr“ Sie sagte: „überhaupt nicht mehr“
Ich konnte darauf nur antworten, dass ich es wusste und erzählte ihr von meinen Visionen, die ich
den ganzen Tag über hatte. Und da sagte sie: „Ja, das waren Deine geistigen Helfer, die haben
Dich darauf vorbereitet“ Und ich sagte: „Ja, ich weis“
Für jemanden der nichts von Spiritualität weis oder nichts davon hält, ist so etwas wahrscheinlich
„Schmarrn“ oder so ähnlich, aber ich möchte weiter erzählen, was danach passiert ist und wie ich
mit der Trennung umgehen konnte.
An dem Abend verzichteten wir jedenfalls darauf uns gegenseitige Vorwürfe zu machen oder uns
zu streiten, sondern sie sagte mir, es wären die glücklichsten Jahre ihres Lebens gewesen, und
dass sie mich in Zukunft sicher vermissen würde…
Nun, das konnte ich nur zurück geben…
Wir tranken ein Glas Wein zusammen und redeten ein Bisschen über uns aber nicht tiefgehend.
Der Grundtenor war der, dass wir einfach zu unterschiedliche Vorstellungen von Beziehung
hatten…
Mit der Aussage konnte ich leben, auch wenn ich zu dem Zeitpunkt vom Kopf her durchaus noch
der Ansicht war, man hätte vieles einfach besprechen und aufarbeiten können und auch sollen um
die Beziehung zu retten.
Ich dachte auch, vielleicht würde dies zu einem späteren Zeitpunkt noch stattfinden.
Was sie allerdings auch sagte, war, dass sie aus der geistigen Welt die Information bekommen
hätte, sie müsse sich von mir trennen weil wir uns andernfalls auf unserem Lebensweg ab jetzt
gegenseitig im Wege stehen würden.
Ehrlich gesagt, konnte ich die Trennung auf dieser Ebene tatsächlich am leichtesten akzeptieren!
Wir verabschiedeten uns mit einem Küsschen und den Worten: „Bis morgen in der Praxis“
Einerseits sahen wir uns nach wie vor regelmässig in der Praxis und da fühlte sich alles
erstaunlich neutral und richtig an. Andererseits überkamen mich natürlich auch immer wieder sehr
schlimme und intensive Gefühle der Trauer, des Schmerzes und der Verletztheit über das
spontane Verlassenwerden ohne einen einzigen Versuch der Aufarbeitung.
Intuitiv wusste ich, dass es falsch wäre, die Gefühle zu verdrängen oder mich abzulenken oder
Ähnliches.
vermitteln würde:
Statt dessen machte ich genau das Gegenteil und das ist etwas was ich allen Menschen gerne
Ich legte mich hin und gab mich den Gefühlen hin. Ich spürte intensiv hinein. So intensiv wie
möglich, so schlimm es sich auch anfühlen mochte. Ich atmete in das Gefühl hinein mit jedem
Atemzug, das Bewusstsein ganz und ausschliesslich darauf konzentriert, wie es sich anfühlt, wo
es sitzt, wie es aussieht, sich bewegt oder nicht etc…
Schliesslich löste ich die Geschichte meiner Trennung von Tina von dem Gefühl ab und ich nahm
das Gefühl nur noch als eine Art von Energie wahr, die sie ja nunmal auch ist….
Jedenfalls- während dieses Prozesses passierte etwas mit dieser Energie: Sie fing an sich zu
bewegen- zu fliessen… sie floss durch meinen ganzen Körper, von der Mitte ausgehend, nach
oben und nach unten, bis in die Fingerspitzen und die Kopfhaut. Es prickelte intensiv und wurde
heiß!
Dann geschah es, dass ich das Gefühl bekam, die Energie würde abfliessen. Sie floß ab nach
oben in die spirituelle Welt, sie floß einfach ab ins Universum und zurück floß eine andere Art von
Energie, die sich ganz anders anfühlte ( hochschwingender, heller, positiver )
Diese neue Energie breitete sich in meinem ganzen Körper aus vom Kopf bis in die Fußspitzen.
Nach diesem Prozess fühle ich mich komplett anders als davor. Es blieb ein intensives Gefühl von
Frieden, Akzeptanz, Zuversicht und Geborgenheit. Es war ein intensives Glücksgefühl!
Seit dem weis ich was spirituelle Menschen mit dem Wort „Transformation“ meinen!
Ja- es war eine Transformation des Bewusstseins und der Wahrnehmung! Oder eine
Transformation der Energie von tiefschwingend zu hochschwingend.
Ich fand es unglaublich!
Es ging mir danach nicht mehr hundeelend sondern blendend!! Und dieser Zustand dauerte nicht
nur 1 oder 2 Stunden an sondern jeweils ca. 1-2 Tage.
Wenn die schlimmen Gefühle zurück kamen, begab ich mich wieder erneut in diesen Prozess und
wieder und wieder, bis die Gefühle immer schwächer wurden und immer seltener kamen.
Dies ist in 6 - 8 Wochen vielleicht 20-30 mal geschehen.
So kam es, dass es mir in meiner gesamten Trennungs-Phase die vielleicht insgesamt ein halbes
bis dreiviertel Jahr dauerte, zu 90% wirklich gut ging und die Leidensphasen sehr kurz waren.
Und das ohne die Gefühle zu verdrängen, denn das hätte mich früher oder später eingeholt…
Dadurch war ich auch schon sehr früh bereit ( nach 8 Monaten ) mich für eine neue Beziehung zu
öffnen, und zwar zu der Frau mit der ich inzwischen verheiratet und sehr glücklich bin.
Ich habe das Gefühl, seit dem eine viel engere Verbindung zu meinem höheren Selbst oder
meinen geistigen Helfern oder Engeln oder wie man es auch ausdrücken mag zu haben. Ich fühlte
und fühle mich von ihnen aufgefangen und getragen! Ich war und bin dafür unendlich dankbar!
Diese Art, Gefühle zu Transformieren ist eine unglaublich kraftvolle Meditation, die einen weiter
bringt auf dem Weg zu Weisheit und Bewusstseinserweiterung.
Ich finde, es ist ein gutes Beispiel von dem schon fast abgedroschenen Satz: „Jede Krise birgt
eine Chance in sich!“
Ja, jede Krise ist dazu da uns zu entwickeln, die Frage ist nur ob wir die Chance nutzen und wie
wir damit umgehen.
Das ist natürlich nicht meine Weisheit die ich hier verbreite- mir wurde diese Gnade zuteil, dass
sich meine spirituellen Helfer bei mir gemeldet und sich so intensiv um mich gekümmert haben.
Und ich hatte die Offenheit, die Intuition und somit die Möglichkeit darauf einzugehen und mich
dem hinzugeben.
Dem hin zu geben was das Leben mit mir vor hat. Denn da gibt es einen Plan. Er ist vielleicht
anders als der, den man sich selbst im Kopf gemacht hat. Aber gegen diesen Seelenplan
„anzukämpfen“ führt immer zu Leid. Sich ihm hinzugeben führt zu Befreiung und zu dem was wir
uns eigentlich alle wünschen: Im Flow zu sein, die Dinge sich ergeben lassen, zu geniessen, froh
und dankbar zu sein und einfach unbeschwert zu leben!!
Was mir im Moment in den Sinn kommt ist… vielleicht braucht es manchmal einen Punkt im
Leben an dem man nicht mehr „sinken“ kann, weil man schon „ganz unten ist“…
Vielleicht kann man sich erst dann ( oder zumindest fällt es dann leichter ) wirklich hingeben und
komplett los lassen, denn man hat ja nichts was man dadurch verlieren könnte.
Durch das Loslassen und sich komplett hingeben wird man letztendlich reich beschenkt.
Vielleicht müssen wir lernen, nicht nur in solchen Extremsituationen „los zu lassen“ und sich „hin
zu geben“ sondern auch in normalen Lebenssituationen und im Alltag!
Los lassen und sich hin geben bedeutet für mich auch soviel wie sich nicht zu sehr zu
identifizieren mit Dingen und Situationen…
Das also war die Geschichte meiner letzten Trennung, welche hoffentlich tatsächlich die letzte
bleibt. Inzwischen bin ich ja wie erwähnt glücklich verheiratet ( und das obwohl ich eigentlich nie
heiraten wollte ;)
Marie- eine süße, hübsche und zarte Kunstschaffende aus einer hübschen Kleinstadt ca. 100 km
von meinem Wohnort entfernt. Ich lernte sie auch wieder über eine Dating-Plattform kennen.
Diesmal brauchte es allerdings mehrere Anläufe. Die letzte Begegnung die ich Wochen zuvor über
die Plattform hatte, war so, dass ich mir sagte- nein ich möchte keine Beziehung mehr. Es wurden
so deutliche Vorstellungen geäussert, Forderungen und Ansprüche formuliert, dass mir klar war,
nein das hat nichts mit mir zu tun und ich möchte so etwas einfach nicht! Ich bleibe Solo! Und ich
freute mich sogar darauf.
Jetzt mit Marie war das alles anders, da gab es all dies nicht, keine Vorstellungen, keine
Forderungen, keine Ansprüche sondern einfach nur sein lassen, geschehen lassen was
geschehen will und einfach abwarten was daraus wird, genau so wie ich mir das auch immer
gewünscht hatte.
Wir bezeichneten das ganze immer als „schwerelos“ und so fühlte es sich auch an. Das war sehr
erfrischend! Ich hätte zu Anfang jedoch nie gedacht, dass wir mal heiraten würden. Es war mehr
wie so eine Art Daueraffäre. Als ich sie nach ca. einem Jahr mal fragte, wie sie sich wohl die
Zukunft unserer Beziehung vorstellen würde und sie dann sagte: „dass wir mal heiraten“ da fiel
ich buchstäblich aus allen Wolken! Ich war zwar irgendwie gerührt aber gleichzeitig auch
überrascht und auch leicht gescared. Aber immerhin wusste ich nun dass sie dies wohl wollte.
Ich habe dann noch 2 Jahre gebraucht bis ich ihr einen Heiratsantrag gemacht habe. Und ich
habe es nicht getan, weil ich dachte sie würde darauf warten sondern ich habe es getan weil ich
es selbst wollte! Ein Grund dafür ist der, dass es in unserer Beziehung emotional anders herum
verläuft wie ich es bisher kannte. Nicht die grossen Gefühle die dann langsam abnehmen sondern
die Gefühle werden langsam aber sicher immer tiefer je länger wir uns kennen. Dazu das Gefühl,
dass wir uns gegenseitig so annehmen wie wir sind ohne den anderen verändern zu wollen. Das
ist überhaupt das aller Wichtigste. Und auch das Gefühl immer gegenseitig zueinander zu stehen
und füreinander da zu sein.
So machte ich ihr also 2023 im Urlaub den Heiratsantrag und exakt ein Jahr später heirateten wir
und das fühlt sich super an :)
Seit dem haben wir mit einigen Herausforderungen gesundheitlicher Natur zu tun, sowohl ich als
auch sie und hier bewahrheitet sich nun auch unser Commitment. Wie die Herausforderungen
auch sein mögen, wir stehen zusammen und sind für einander da.
Wie es sich dann nun weiter entwickelt bleibt wiederum spannend! Vielleicht wäre es ohne
Herausforderungen ja langweilig ;)

counterhab ich gern gelesen

Kommentare zu dieser Kurzgeschichte

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geschrieben von Angricolan am 20.08.2026:

Deinen Text hier zu lesen in die Form ist schier unmöglich, normal zusammengeführt wäre es leichter für Alle.
Darum ein gefällt mir, kann ich nicht erteilen.


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