Veröffentlicht: 01.10.2026. Rubrik: Menschliches
„Thank you for travelling with Deutsche Bahn“
„Thank you for travelling with Deutsche Bahn“
Verspätungen und Pannen mit der Deutschen Bahn sowie die wahren Hintergründe.
Sätze wie „Typisch Deutsche Bahn“ hören die Kundenbetreuer jeden Tag, doch was, wenn man einmal die Rollen tauscht und der Fahrgast zum Schaffner wird? Wenn er auf einmal durch den Zug laufen muss, um beim Auslösen der Brandanlage den Übeltäter, Raucher, zu jagen, welche Zigarette vorher in seiner Rolle als Fahrgast ihm gehörte und er heimlich sich eine anzündete. Oder was ist, wenn ein Fahrgast ihn plötzlich bespuckt oder verbal angreift? Wo er vorher still auf seinem Sitz saß, mit gesenktem Kopf, nicht bereit einzuschreiten.
Oder was ist, wenn eine Meute von Fahrradfahrern ins falsche Abteil steigt und du keinen Platz mehr für Kinderwagen und Rollstuhl hast? Wo er doch früher einer dieser Radfahrer war, mit vier Taschen zusätzlich am Rad befestigt, uneinsichtig und diskutierend.
Wie wäre es mit Verständnis und Aufklärung, mit Ruhe und Rücksichtnahme?
Die Bahn kommt 20 Minuten zu spät, alle Fahrgäste in Aufruhr. Was ist nur mit ihren Anschlüssen, ihrem pünktlichen Feierabend?
Ja, liebe Fahrgäste, und was ist mit den vielen Reisenden, die alle vier Koffer dabei haben, stur alle in eine Tür rennen und dadurch die Abfahrt verzögern?
Ein Zug ist 110 Meter lang und doch stehen alle am Bahnsteig an einer Stelle, schieben und drücken sich hinein, sitzen in den Gängen, auf den Treppen, auf der Gepäckablage, nur weil sie keine fünf Meter nach einem Platz suchen wollen.
Wie also würdest du, lieber Fahrgast, in deiner neuen Rolle als Schaffner agieren und reagieren?
Sätze sagen wie:
„Sie können ja nichts dafür.“
„Ich muss aber meinen Anschluss kriegen.“
„Gibt es hier WLAN?“
Usw., usw.
Was würdest du tun, wenn der Zug voll ist und ein Fahrgast umfällt, aber alle anderen ihre Anschlüsse kriegen müssen?
Gibst du der Frau Wasser, ein Stück Zucker und weiter geht’s?
Niemand weiß, wie viel Verantwortung in diesem Job steckt, wie viele Meldeketten und Planung hinter einer Verspätung stecken. Es ist eine Verkettung von so vielen Dingen, und schuld ist nicht immer die Bahn.
Im Winter bei Minusgraden sind die Züge geöffnet, weit vor Fahrtbeginn, damit du nicht frierst. Kann ich auch in dein Geschäft 20 Minuten vor Ladeneröffnung kommen?
„Na toll, Baustelle! Wie komme ich jetzt zur Arbeit? Ich hab doch das D-Ticket und der Sprit kostet 2,45 Euro pro Liter.“
Genau 63 Euro fürs D-Ticket und dann noch daran den höchsten Anspruch haben, auch wenn du damit bis nach München fahren könntest, jeden Tag.
Also, warum Baustelle?
Die Infrastruktur wird genau deswegen ausgebaut, damit du nicht mit dem Auto fahren musst und sicher ans Ziel kommst. Und genau wie dein Auto müssen auch Strecken repariert werden.
Ja, das ist ärgerlich. Und das für 63 Euro, was?
Und nun, wo wir die Rollen getauscht haben und du bei einer Streckenlänge von 3:15 h auf Toilette musst? Da geht das Elend los.
Vollgeschissene Toiletten, Papierhandtücher in Hülle und Fülle herausgerissen. Da sitzt du nun und musst dir auch das verkneifen.
Was glaubst du, woher dieser Unrat kommt? Von der Deutschen Bahn?
Nein, von den Fahrgästen.
Nun stelle dir vor, ich würde eine Reinigung veranlassen und dadurch eine Verspätung des Zuges verursachen, damit du aufs WC kannst. Hättest du Verständnis?
Was, wenn der Zug so voll ist und du weißt, wenn du jetzt durchgehst, werden Hunderte Menschen auf dich einströmen? Bleibst du sicher in deinem Abteil oder stellst du dich der Situation, wohlwissend, dass die Menschen dich anschreien und kein Verständnis zeigen?
Wusstest du, dass ein Lokführer gar nicht aufs WC kann zwischendurch, nur um dich pünktlich ans Ziel zu bringen? Welch körperliche Schäden das mit den Jahren macht?
Wusstest du, wie viel Zeit ich jeden Tag von meiner Pause opfere, nur um deine Fragen am Bahnsteig zu beantworten, nur weil du nicht richtig informiert bist?
Dass wir jeden Tag im Jahr, 365 Tage, arbeiten, während du zu Hause Weihnachten feierst.
Der Spott der Menschen ist groß, doch keiner macht sich die Mühe, zu hinterfragen. Niemand beliest sich. Es werden Fahrkarten gekauft: „Viel zu teuer“, obwohl die Alternative wäre, 2,45 Euro für 1 l Benzin auszugeben.
Weißt du eigentlich, dass, wenn du zu spät kommst, wir im selben Boot sitzen? Denn auch ich muss ans Ziel, genau wie du.
Eröffne dir mal deine Alternativen, wenn die DB dir zu unpünktlich ist. Was ist dein Plan B?
Wir geben Taxi-Gutscheine, Hotels usw., usw., auch wenn die Verspätung durch dich ausgelöst wurde. Was gibst du mir?
Bist du schon mal im Winter mit offenen Augen gelaufen? Ist dir aufgefallen, dass viele Menschen weniger als nichts haben und voller Leid sind, und genau diese beenden ihr Leben auf den Schienen, auf denen du für 63 Euro im Monat sicher und trocken fährst.
Du hinterlässt deinen Müll im Zug und regst dich auf, dass alles klebt und dreckig ist. Wie passt das zusammen?Du kannst auf dem Weg zur Arbeit schlafen warm und sicher denke also immer an die Alternative.
Du reist mit Fahrrad und Anhänger, voll beladen, als wären wir ein Umzugsunternehmen, ganz ohne Scham, und das für 63 Euro im Monat.Du besprayst meinen Zug ,den Zug der dich Tag täglich zur Schule bringt damit du wenigstens ein bisschen Hirn mitbekommst,deine Schmiererei ist nicht mal gut anzusehen und trotzdem machst du es ,wenn du mal in dem alter bist deine Fahrkarte allein zu bezahlen kostet sie wahrscheinlich das doppelte wegen solcher Aktionen.
Was würdest du also tun? In Zukunft verständnisvoller sein oder meinen Job übernehmen?Wenn alle zusammenarbeiten würden wäre die Welt im Zug um einiges Glücklicher.
„Thank you for travelling with Deutsche Bahn“
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