Kurzgeschichten-Stories
Autor
Schreib, wie du willst!
Startseite - Registrieren - Login - Kontakt - Impressum
Menu anzeigenMenu anzeigen
6xhab ich gern gelesen
geschrieben 2026 von Angricolan (Angricolan).
Veröffentlicht: 04.09.2026. Rubrik: Nachdenkliches


Eigentlich Wahnsinn

Wir müssen die Preise so gestalten, geht nicht anders.
Ich sah die Verkäuferin, gleichzeitig Inhaberin ernst an. „Gut, sie verlangen Summen, die ich nicht bereit bin zu bezahlen, geben mir also keinen Rabatt oder Preisnachlass“.
Was folgte war ein Vortrag über ihre Nebenkosten und so ahnte ich gleich fließen noch Tränen von ihr. Sie kamen nicht, weil ich nun Luft für sie war, da eine Kundin das Geschäft betrat. Abwartend was nun kommt schaute ich in eines der Regale mit Brotaufstrich in kleinen Gläsern.
Die erwähnte Dame grüßte freundlich zurück, schaute sich um, drehte sich um zu mir und trat an ein Verkaufsregal. „Sie haben ja hier die reinsten Apothekenpreise, ich dachte aber scheinbar kennen sie keine Hemmungen im Vergleich zum Supermarkt schräg gegenüber“.
„Alles Bio bei mir, einheimische Waren frisch von Julias Bio-Hof, den sie wohl kennen nehme ich an“.
„Stimmt, liegt nur etwas außerhalb und der Hofladen hat nur samstags geöffnet“. Sie griff zu einem Bund Möhren, legte sie aber wieder zurück. Ich sah die 100 Gramm Preise vom Käse, zuckte zusammen da alles über 3 Euro war. Ein Regal war in Augenhöhe mit Bienenhonig im Glas. 8 Euro 50 für ein kleines Glas und der Lindenblütenhonig sah wie Puderzucker aus. Alle wollen verdienen so viel wie geht. Ich nahm ein kleines Glas mit Tannenhonig in die Hand. Die Haltbarkeit fehlte aber der Preis von 11,50 Euro war nicht zu übersehen.
„Ich biete selbstgekochte Suppen an, jeden Tag eine andere in der Woche. Die Portion kostet 9 Euro, bei eigener Dose sind es 8,50 Euro“. Die Dame zeigte sich interessiert wollte zwei Portionen und nahm noch ein Bio-Brot mit Körner für 7 Euro mit.
So ist das heute, du zahlst 4 Euro für einen Kaffee und erinnerst dich an deinen Urlaub in Bulgarien am Schwarzen Meer, wo es den für 1 Euro gab. Die BRD ist ein teures Pflaster dank den Steuern auf alles und dem Mindestlohn.
Ohne etwas zu kaufen, verließ ich den kleinen Laden und ahnte lange hält er sich nicht hier bei den Preisen. Der Staat zerstört und die Bundestagsmitglieder vergessen schon lange die Realität im Lande. Ihre Diäten, Zulagen, später Pensionen für nur 4 Jahre schenken ihnen ein Leben, wo sie alles locker bezahlen können. Sie haben es anderen abgenommen mit neuen Gesetzen, Steuern auf alles, was möglich ist, viel davon verschenkt ohne Hemmungen und sich bereichert da, wo es ging. Zählen die Menschen im Land noch oder sind sie nur Quellen, die den Staat bereichern damit Almosen an fremde Gäste verteilt werden können.
Eine Antwort wird nicht erwartet, ihr schweigen kennt man längst.

counter6xhab ich gern gelesen

Kommentare zu dieser Kurzgeschichte

Einen Kommentar schreiben

geschrieben von Catarina am 04.09.2026:
Kommentar gern gelesen.
Hallo Angricolan
dieses Beispiel hinkt - und zwar massivst. Wenn ich die Preise eines Hofladens hernehme, statt denen von Discountern ( die übrigens auch Bioware zu erschwinglichen Preisen anbieten ) dann ist das der berühmte Vergleich von Äpfeln mit Tropenfrüchten. Dallmeyer und Käfer Feinkost sind auch nicht meine Preisklasse aber auch kein Massstab.






geschrieben von Angricolan am 04.09.2026:

Den Vergleich mit einem Discounter habe ich bewußt nicht gewählt. Ich bezog mich auf den kleinen Bio-Laden der mittlerweile sein Geschäftsende angekündigt hat. Hofladen und Bio-Laden sind preislich ohne Unterschied. Nach diesem Ladenbesuch und später wissend über Miete und Nebenkosten, verstand ich rechnerisch nicht warum die Dame dieses Risiko einging. Diese Suppen gibt es Samstags auf dem Markt für 4 Euro die Portion. Dazu kommt die Preise für Gemüse und Obst waren überteuert im Vergleich. So ein Bio-Laden braucht ein Konzept um feste Kunden zu behalten, es fehlte. Die Erwähnung Bulgarien und seine Preise zu denen hier, die nach Ort unterschiedlich sind, lassen einen ein Leben in der BRD überdenken, wenn man kein Millionär ist und eine hohe Miete hat.
Danke für deine Kommentarworte
Angricolan




geschrieben von Karolina Ka am 04.09.2026:
Kommentar gern gelesen.
hallo ihr Beiden,

auf den ersten Blick mag der Vergleich mit dem Supermarkt oder dem Discounter hinken. Da ist es zwar billiger, aber die Qualität ist nicht immer gut. Gerade in den kleinen Gläschen mit dem Brotaufstrich ist oft sehr viel Bindemittel enthalten. Auch wenn Bio draufsteht. Das Obst schimmelt am nächsten Tag, das auch dem Bioladen übrigens auch. Es ist insgesamt ein Drama. Nicht nur der Kaffee für vier Euro, den ich mir schon lange nicht mehr leiste. Es ist das Gleichgewicht verloren gegangen und niemand profitiert davon. Auch nicht die arme Frau, die den Bioladen bewirtschaftet.

Deine Geschichte, lieber Angricolan, spricht mir aus dem Herzen.

Herzliche Grüße von Karo




geschrieben von Catarina am 05.09.2026:
Kommentar gern gelesen.
Hallo Karolina Ka
ich weiss nicht wo Du wohnst, aber ich gönne mir nach wie vor meine Tasse Kaffee auf dem Viktualienmarkt in München für 1,50€ . Ich könnte auch einen Kaffee für 4,50 bekommen, aber wozu? Und so ist es auch beim Einkaufen. Ich kaufe und konsumiere dort, wo Preis-Leistungsverhältnis zum Budget einer Rentnerin passen. Und da gibt es Möglichkeiten ohne Ende. Ich lehne auch dieses überteuerte Biozeugs ab. Regional ist mir wichtig - aber nicht Bio, das oft auch noch aus dem Ausland stammt.
LG Catarina





geschrieben von Angricolan am 05.09.2026:

Ich danke euch beiden für eure Worte und sehe ihr schaut genauer hin so wie ich von der alten DM-Garde, die den Euro verflucht hat, weil in unseren Köpfen die DM noch lebt, wenigstens bei mir. Ich zähle zu den hartnäckigen Hinterfragern, mache es mir nicht leicht trotz Freunden die selbstständig sind, eine im BIO-Bereich.
Meine frischen Walnüsse verkaufe ich seit Jahren für 4 Euro das Kilo. Im BIO-Laden oder Hofladen nimmt man 10 Euro. Was sich im BIO-Brotaufstrich befindet weiß ich, warum die Gemüse oder Obstpreise so hoch sind allerdings nicht da ich selbst Gewächshaus und Garten zum Ausgleich habe, mich etwas selbst versorge. Der Prada-Kaffeemann mag mich nicht, weil ich ihn so bezeichne, niemals bei ihm den teuren 400g Kaffee kaufe oder trinke.
Bei Denn´s Bio-Markt kaufe ich keine Tomaten für 5 Euro oder Brot das plötzlich fast 50% preiswerter ist. Nebenbei die Rette mich Tüte, sollte sie bei LIDL stehen nehme ich mit, wenn der Inhalt noch für mich verwendbar ist, kostet 3 Euro.
Ich muss die hohen Preise nicht bezahlen also lasse ich es. Bin ich nun anders wie Ihr?
Liebe Grüße Angricolan




geschrieben von Rika am 06.09.2026:
Kommentar gern gelesen.
Hallo Angricolan, zwar spät aber heute auch noch ein Kommentar von mir. Zu den Preisen in Hof- und Bioläden kann ich zwar wenig sagen, aber weil du das mit den Mark und Euro erwähnt hast. Als Österreicherin hatte ich vorher den Schilling und war noch klein, als der Euro eingeführt wurde, aber von anderen weiß ich, dass man auch beim Schilling nicht mehr umrechnen sollte, zumindest, wenn man sich nicht ständig aufregen möchte. Auch wenn dies den meisten Menschen bewusst ist, wissen sie eine Sache oft nicht: Jede Währungsreform bedeutet gleichzeitig Geldentwertung, und das wird deshalb gemacht, damit auch die Staaten sich etwas entschulden können.

Ich frage mich allerdings auch, wo das mit den Preisen noch hinführt. Von einem guten Freund weiß ich, dass man 1958 mit 14 Schillingen, das sind jetzt umgerechnet ein Euro, 20 Kugeln Eis bekommen hätte. Heute zahlt man für eine Kugel oft schon 2,50 oder sogar 2,90 Euro. Und da spricht man von einer Inflation von zwei bis drei Prozent ...




geschrieben von Catarina am 07.09.2026:
Kommentar gern gelesen.
#Rika,
bei dem Beispiel mit den Eispreisen sträuben sich mir die Haare. 1958 musste man noch 45 Stunden pro Woche arbeiten und ein Azubi verdiente gerade einmal 5 Mark ! Es gab einen Urlaubsanspruch von max. 10 Tagen pro Jahr usw. Das Durchschnittsgehalt lag bei 227 Mark brutto - davon wurden nochmals knapp 20% abgezogen für Steuern und Sozialabgaben. Ach ja, und gearbeitet wurde an 6 Tagen die Woche.
Wer diese Fakten ignoriert, sollte nicht über Inflation und / oder Preise reden.
LG Catarina




geschrieben von Rika am 07.09.2026:

Hallo Catharina, ich kenne diese Fakten nicht, weil ich da noch gar nicht auf der Welt war und wie gesagt mich mit Mark nicht auskenne, da ich in Österreich lebe. Ich will nicht behaupten, dass früher alles besser war. Mein Kommentar bezog sich rein auf die Entwertung des Geldes, welche mit jeder neuen Währung stattfindet. Mehr wollte ich damit nicht ausdrücken.




geschrieben von Rika am 07.09.2026:
Kommentar gern gelesen.
@Angricolan: Dieser Kommentar von Catharina galt eher mir.




geschrieben von Angricolan am 07.09.2026:

Na gut Rika, ich habe ihn gelöscht, hoffe dich damit erfreut zu haben, smile.
Augenzwinkernd Angricolan




geschrieben von Rika am 07.09.2026:
Kommentar gern gelesen.
*grins*. Mir ist es egal, du hättest ihn auch stehen lassen können. Ich wollte nur klarstellen, dass der Kommentar mir gegolten hat. Grundsätzlich hat Catharina schon Recht, wenn man die Fakten nicht kennt, sollte man nicht zu viel darüber sprechen. Ich hab nie in Deutschland gelebt und wie viel Schilling Österreicher damals für ihre Arbeit bekamen, weiß ich nicht. Also kenne ich tatsächlich die Fakten nicht und habe sie somit unwissentlich ignoriert.




geschrieben von Angricolan am 08.09.2026:

Liebe Rika, der Mensch, besonders der junge heute kann nicht, muss nicht, alles wissen. Ich sprang mit rein trotz nur deiner Anrede, ahnte wie du reagieren wirst. Ein kleines Spiel zwischen uns begann.
Die Preisgestaltung in der BRD, an Österreich erinnere ich mich da weniger, ist hier unterschiedlich je nach Bevölkerungsschicht. Wo alles einfach bezahlt wird ist es teuer. Wo mit bedacht gekauft und bezahlt wird ist der Preis geringer. Prada-Kaffee 400 Gramm für 11,75 € - würde ich niemals kaufen oder den einfachen Kaffee in der Tasse für 4,90€ und dann noch ein Trinkgeld dazu. Leckeres Essen koche ich mir selbst, auch ältere Herren sind dazu in der Lage, wenn sie allein leben einige Tage oder Wochen.
Alles Gute und bleib weiter die Neugierige im Leben.
Angricolan

Mehr von Angricolan (Angricolan):

Mach es langsam.
Apfel ohne Wurm gesucht
Gewohnheiten
Die verdorbene Gesellschaft
Bitte nicht anfassen.