Veröffentlicht: 26.02.2026. Rubrik: Lyrisches
Ein Mensch
In der Masse ein Mensch, schreiend.
Menschen gehen stumm vorbei,
schauen noch nicht einmal hin, blicken zur Seite.
Freunde, Freunde wo seid ihr, gestorben?
In der Masse ein Mensch, schreiend.
Man sieht, hört ihn oft, sagt ein Vorübergehender.
Er lächelt, geht weiter.
Freunde, Freunde wo seid ihr, verstreut?
In der Masse ein Mensch, schreiend.
Menschen lesen stumm in seinem Gesicht.
Schauen zur Seite, peinlich alles.
Freunde, ein hohles Wort, mehr nicht?
In der Masse ein Mensch, schweigend.
Er erzeugt sitzend Mitleid, lächelt trotzdem.
Menschen bleiben stehen, stellen Fragen.
Zahlst du immer noch für deinen Traum die Hypothek ab an einen Gott, den du nie sahst?
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