Veröffentlicht: 18.02.2026. Rubrik: Menschliches
Ich möchte nur mit dir reden.
Er war nun den 3. Tag in der Rehaklinik. Speiseraum, Essensausgabe und sie ihm gefolgt bis zum zweier Tisch in der Ecke. Er nickte nur, sie setzte sich zu ihm. Als er aufstand, zu seinem Tablett griff, um es in den Spülwagen zu stellen folgte sie ihm wieder. Sie wollte reden, er hatte nur zugehört mal ja oder interessant gesagt.
Dieses kann ich zu dir aufs Zimmer kommen kam einige Tage später. Gern gesehen war es vom weiblichen Aufsichtspersonal nicht. Sie hatten es erwähnt gleich am Anfang, duldeten es aber. Er war zur Gesundung dort nicht um eine enge Bindung zu knüpfen so wie er hörte gab es in der Klinik diese Pärchen, die sich gefunden hatten, nur zu zweit gesehen wurden. Das Argument meine Mitbewohnerin auf dem Zweibett-Zimmer kontrolliert mich, soll auf mich aufpassen belächelte er. Er mit Einzelzimmer wollte allein sein, keinen vielleicht nächtlichen Schnarcher oder lauten Mitpatienten im Wechsel. Er wurde schon beäugt, beobachtet im Fernsehraum sollte Sie neben ihm sitzen auf dem Sofa, sich anlehnen an ihn. Sei nett zu allen besonders zum Personal egal wo. Es war seine Art mit Menschen umzugehen. Ein Lächeln entspannt zumeist bei unangenehmen Situationen. Er ging so jedem Streit aus dem Weg.
Sie kam, er saß am Fenster mit einem Schreibblock und schrieb. Ihr wohin jetzt zeigte dieses hin und her gehen, einmal aus dem anderen Fenster sehen.
Setz dich auf mein Bett, ich bin gleich fertig. Sie tat es, lehnte sich an die Wand. Er schrieb weiter, sah einmal zu ihr hin. Ihr sich hinlegen unter das Oberbett hatte er nicht mitbekommen vertieft in Gedanken schreibend. OK, sollte sie schlafen, konnte es angeblich nach dem Mittagessen nicht wegen ihrer nervenden Zimmergenossin, eine starke, ekelhaft riechende Raucherin in ihren Augen.
Er las seinen Text noch einmal, verbesserte, setzte Kommas neu und Sie stand auf blieb vor der Badtür stehen, um zu fragen, ob sie sein Bad benutzen darf. Er nickte, ohne aufzusehen.
Ihren laute Worten kommst du bitte mal folgte er, öffnete die Tür. Was er sah, war nicht in seinem Sinne. Er schaute sie an, drückte den Notknopf unter dem Lichtschalter und verließ sein Zimmer, ging in den Fernsehraum, nachdem die Diensthabende Krankenschwester eine kurze Info von ihm hatte.
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9 Uhr, Zimmer 212 zweite Etage. Der Zettel mit einem bitte kommen sie pünktlich lag am Abend auf seinem Beistelltisch am Bett. Die Klinikleitung bat um stillschweigen, kurzes Gespräch, Klartext ohne viel drumherum.
Sie, Ingrid mit Namen hatte er nach dem für ihn unangenehmen Vorfall nicht mehr gesehen, war ihr bewusst aus dem Weg gegangen. Am Vormittag des folgenden Tages gab es eine Gesprächsrunde laut Therapieplan. Er spürte etwas wussten alle. Sie sahen zu ihm hin. Das Thema miteinander, lebhaft diskutiert ohne ihn den lächelnden Schweiger, öffnete ihm einen Kliniklebensbereich, den er langsam ahnte und die Damen, teilweise sich outend Single oder geschieden zu sein aber nicht abgeneigt sich neu zu verbinden. Ihm war es egal, nicht jeder musste privates wissen von ihm.
Ingrid wurde verlegt und wenig später entlassen. Über sie sprach man, lästerte und ärgerte sich wohl über sein Schweigen und *No Komment* zu Fragen. Im Dienstzimmer hatte er an einem Morgen bei der Blutabnahme gesagt auf eine Frage ich lebe schon lange mit einer Frau zusammen darum konnte ich nur so handeln. Es versteht nicht jeder, ich bitte, um Verständnis dazu nun nichts weiterzusagen.
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