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geschrieben 2026 von Lüdel (lüdel).
Veröffentlicht: 25.02.2026. Rubrik: Menschliches


Falscher Dieb

Als ich damals in einem keinen Bauerndorf in der kleinen Bäckerei meine Lehre machte, erzählten dort die Kunden ihre Erlebnisse.

Damalige Zeit war ich sehr schüchtern und sprach sehr wenig. Ich wurde angehalten, mich mit den Kunden zu unterhalten und gleichzeitig Ware anzubieten …

Zuerst wusste ich nicht recht mit 16, was ich mit ihnen unterhalten sollte. Als ich mitbekam, dass sich zwei Kunden angeregt über das Wetter unterhielten, nahm ich das auch zum Anlass, wenn ich nicht wusste, was ich reden sollte, das Wetter zu erwähnen – und schon war seitens des Kunden ein Gespräch entstanden …

In der Zeit, als ich dort tätig war, trug sich Folgendes zu …

Eine Kundin, untern Semmeln einsortieren in ihren Korb, erzählte aufgeregt, dass ihr Geld gestohlen wurde. Und zwar:

Wie es hier im Dorf üblich war, kam einmal in der Woche der Getränkeausfahrer. Und da sie früh zur Arbeit musste, ließ sie das Kleingeld in einer Plastiktüte und steckte es zwischen die Flaschen.

Ihren Sohn schickte sie schon mal in die Schule, sie selber hat noch kurz was in der Wohnung zu erledigen. Als sie hinaus kam – der Geldbeutel weg. Geklaut. Und da regte sie sich auf, wie das hier in diesen kleinen Ortschaft vorkommen kann. Wer denn so was nur mache. Und sie wiederholte die Situation mehrmals …

Einige Tage ging das natürlich im Dorf um …

Ich sag mal flüsterpostmäßig: Die Gerüchte gingen um, es wurde über den Keller eingebrochen … die ganzen Kästen waren samt dem Geld weg … auch, dass es sich um eine größere Menge an Geld gehandelt hätte …

Irgendwie klärte es sich auf …

Der Sohn war noch mal zurück gekommen, weil er sein Brotzeitgeld vergessen hatte. Er dachte, seine Mutter ist schon lange weg, und sah das Geld und nahm es mit.

Es wurde dann ganz nüchtern dargestellt.

Nur gut, dass es sich aufgeklärt hatte mit dem falschen Dieb.


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Kommentare zu dieser Kurzgeschichte

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geschrieben von Rautus Norvegicus am 25.02.2026:

Liebe Lüdel, gut, dass es sich aufgeklärt hat und du nicht auch noch verdächtigt wurdest. Schon allein das Gefühl, verdächtigt zu werden, ist schlimm, weil man sich so hilflos fühlt. Und, so wie du schreibst, wurde aus einer Fliege mal wieder ein Elefant gemacht, d. h. aus dem relativ kleinen Diebstahl ein großes Verbrechen.

Liebe Grüße
🐀
Ratte Rautus




geschrieben von lüdel am 25.02.2026:

Ja, Rautus, in so einem kleinen Dorf ist es oft so: Der eine erzählt etwas, und schwups, ist es gleich eine andere Geschichte … Damals in der Bäckerei wurden einem solche Sachen gleich erzählt.
Danke für deinen Kommentar.
Lüdel 🧚‍♂️




geschrieben von lüdel am 25.02.2026:

Danke euch für eure Herzen.❤ Lüdel




geschrieben von KairosPrime am 25.02.2026:

Hi Lüdel.

Ja so kenne ich das auch noch vom Dorf. Ich sagte immer: „Abseits der Zivilisation, 22 bzw.30 bzw. 35 km von den nächsten Städten entfernt, dreimal am Tag ein Bus zu zwei der Städte und auch dreimal zurück.“

Die Kindheit war schön dort.


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